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Die Sternsinger - Kindermissionswerk

Die Sternsinger - Kindermissionswerk

Gutes Essen, starke Kinder – Der Film zur Sternsingeraktion 2027

Veröffentlichung:1.1.2027

Der etwa 16 Minuten lange Film nimmt die Lernenden mit nach Guatemala in Mittelamerika und stellt die Lebensbedingungen von Kindern und Familien in der Region Alta Verapaz vor. Im Mittelpunkt stehen die Kinder Ana, Sofía und David, die Einblicke in ihren Alltag, ihre Familien, ihre kulturellen Traditionen und ihre Ernährung geben. Dabei wird deutlich, dass viele Menschen in Guatemala trotz fruchtbarer Böden und einer großen Vielfalt an landwirtschaftlichen Erzeugnissen von Armut und Mangelernährung betroffen sind. Besonders Kinder leiden unter den Folgen einer einseitigen Ernährung, die ihre körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen kann. Der Film erläutert die Zusammenhänge zwischen Armut, sozialer Benachteiligung, Klimawandel und Ernährungssicherheit. Zugleich zeigt er, wie die Sternsingeraktion durch die Unterstützung von Projekten der Caritas dazu beiträgt, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern. Vorgestellt werden unter anderem die Anlage von Gemüsegärten, die Haltung von Hühnern, die Fischzucht und die Ausbildung einheimischer Gesundheitshelferinnen. Der Film verdeutlicht, wie durch gemeinschaftliches Engagement, Wissensvermittlung und konkrete Hilfsmaßnahmen neue Zukunftsperspektiven entstehen. Gleichzeitig vermittelt er die christliche Botschaft von Solidarität, Nächstenliebe und Verantwortung für Menschen in benachteiligten Lebenssituationen.

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Der Film eignet sich insbesondere für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie in den unteren Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I. Darüber hinaus kann er in der Vorbereitung auf die Sternsingeraktion, in der kirchlichen Kinderarbeit und in fächerübergreifenden Unterrichtsprojekten zu den Themen globale Gerechtigkeit, Kinderrechte, Ernährung und nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden. Durch die authentischen Einblicke in das Leben der drei Kinder ermöglicht das Medium einen emotionalen und lebensweltbezogenen Zugang zu den Herausforderungen, mit denen Familien in Guatemala konfrontiert sind. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrer eigenen Lebenswirklichkeit und dem Alltag der vorgestellten Kinder wahrzunehmen. Dabei sollen sie nicht nur für Armut und Mangelernährung sensibilisiert werden, sondern auch die kulturelle Vielfalt, die Lebensfreude, die Fähigkeiten und die Eigeninitiative der Menschen in Guatemala kennenlernen. Eine ausschließlich defizitorientierte Betrachtung sollte vermieden werden, da der Film gerade auch die Selbstständigkeit und das gemeinschaftliche Handeln der Familien hervorhebt.

Als Einstieg in die Unterrichtseinheit bietet sich ein Gespräch über die Bedeutung von Ernährung im eigenen Alltag an. Die Lernenden können überlegen, welche Lebensmittel sie regelmäßig essen, woher diese stammen und weshalb eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit wichtig ist. Anschließend kann anhand einer Weltkarte die geografische Lage Guatemalas bestimmt werden. Vorhandenes Wissen über Mittelamerika, die Maya und die Lebensbedingungen in anderen Ländern kann gesammelt und durch die Informationen des Films erweitert werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zunächst Bilder unterschiedlicher Lebensmittel zu betrachten und gemeinsam darüber nachzudenken, weshalb Menschen trotz eines großen landwirtschaftlichen Angebots Schwierigkeiten haben können, sich ausreichend und gesund zu ernähren. Auf diese Weise wird die zentrale Fragestellung des Films vorbereitet.

Während der Filmvorführung können die Lernenden gezielte Beobachtungsaufträge erhalten. Sie können beispielsweise darauf achten, wie Ana, Sofía und David leben, welche Lebensmittel ihre Familien zur Verfügung haben, welche Schwierigkeiten im Alltag auftreten und welche Veränderungen durch die unterstützten Projekte möglich werden. Für jüngere Lernende empfiehlt sich eine abschnittsweise Präsentation mit kurzen Gesprächsphasen, damit die zahlreichen Informationen verarbeitet und offene Fragen geklärt werden können. Besonders geeignet sind die Filmabschnitte über den Alltag der Kinder, die Ursachen und Folgen der Mangelernährung sowie die konkreten Hilfsmaßnahmen. Die Lernenden können ihre Beobachtungen in einem Arbeitsblatt festhalten, Bilder den jeweiligen Themen zuordnen oder wichtige Aussagen in eigenen Worten wiedergeben. Für ältere Lernende bietet sich eine vertiefende Analyse der Zusammenhänge zwischen Armut, Klimawandel, gesellschaftlicher Benachteiligung und Ernährungssicherheit an.

In der anschließenden Auswertung können die Lebenssituationen der vorgestellten Kinder mit den Erfahrungen der Lernenden verglichen werden. Leitfragen wie „Was brauchen Kinder, um gesund aufzuwachsen?“, „Warum können sich manche Familien nicht ausreichend gesund ernähren?“ oder „Was verändert sich durch die Unterstützung der Sternsinger?“ regen zum Nachdenken und zum gemeinsamen Gespräch an. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Gefühl, satt zu sein, und einer ausreichenden Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen. Anhand der im Film vorgestellten Lebensmittel können die Lernenden erkennen, weshalb eine abwechslungsreiche Ernährung für die körperliche Entwicklung, die Gesundheit und die Lernfähigkeit von Kindern von großer Bedeutung ist. Die Darstellung der Gesundheitshelferinnen eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, über Gesundheitsvorsorge, Bildung und die Weitergabe von Wissen als wichtige Voraussetzungen nachhaltiger Entwicklung zu sprechen.

Aus religionspädagogischer Perspektive bietet der Film zahlreiche Anknüpfungspunkte an zentrale Inhalte des christlichen Glaubens. Die Lebensbedingungen der Kinder können vor dem Hintergrund der christlichen Vorstellung von der gleichen Würde aller Menschen betrachtet werden. Dabei lässt sich herausarbeiten, dass jeder Mensch unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung und wirtschaftlichen Möglichkeiten ein Recht auf ein Leben in Würde besitzt. Die Lernenden können darüber nachdenken, welche Bedeutung die christlichen Werte Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Solidarität für das Zusammenleben der Menschen haben. Besonders geeignet ist die Verbindung mit dem biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25 bis 37), das die Verantwortung für Menschen in Not verdeutlicht. Auch die Erzählung von der Speisung der Fünftausend (Markus 6,30 bis 44) kann aufgegriffen werden, um über das Teilen, die Bedeutung gemeinschaftlicher Verantwortung und die Sorge für die grundlegenden Bedürfnisse aller Menschen nachzudenken. Die biblischen Texte ermöglichen es, die im Film dargestellten Hilfsmaßnahmen nicht ausschließlich als soziale Unterstützung, sondern auch als Ausdruck gelebten christlichen Glaubens zu verstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit der Sternsingeraktion als konkreter Form christlicher Solidarität. Die Lernenden erfahren, dass das Sternsingen über das Sammeln von Spenden hinausgeht und mit der Weitergabe des Segens, dem Einsatz für andere Menschen und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung verbunden ist. Im Unterricht kann gemeinsam erarbeitet werden, wie die gesammelten Spenden eingesetzt werden und weshalb Projekte, die auf Bildung, Selbstversorgung und die Weitergabe von Wissen setzen, langfristige Verbesserungen ermöglichen können. Die im Film gezeigten Gemüsegärten, die Tierhaltung, die Fischzucht und die Arbeit der Gesundheitshelferinnen verdeutlichen, dass nachhaltige Unterstützung Menschen befähigen soll, ihre Lebensbedingungen zunehmend selbstständig zu gestalten. Hier bietet sich auch eine kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Vorstellungen von Hilfe an. Die Lernenden können untersuchen, worin der Unterschied zwischen kurzfristiger Versorgung und langfristiger Unterstützung besteht und weshalb die Beteiligung der Menschen vor Ort für den Erfolg von Hilfsprojekten wichtig ist.

Methodisch lässt sich die Beschäftigung mit dem Film durch unterschiedliche kreative und handlungsorientierte Aufgaben vertiefen. Die Lernenden können beispielsweise einen fiktiven Tagebucheintrag aus der Perspektive eines der vorgestellten Kinder verfassen, ein Plakat über die Lebensbedingungen in Guatemala gestalten oder die verschiedenen Hilfsprojekte in einer gemeinsamen Ausstellung vorstellen. Ebenso können sie einen beispielhaften Speiseplan entwickeln und untersuchen, welche Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung notwendig sind. Eine Gruppenarbeit bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Aspekte des Films zu bearbeiten und die Ergebnisse anschließend zusammenzuführen. Denkbar sind Arbeitsgruppen zu den Themen Alltag in Guatemala, Ursachen der Mangelernährung, Folgen des Klimawandels, christliche Solidarität und Arbeit der Sternsinger. Durch die Präsentation der Ergebnisse wird sowohl die fachliche Auseinandersetzung als auch die kommunikative und soziale Kompetenz der Lernenden gefördert.

Für die Vorbereitung einer Sternsingeraktion kann der Film besonders gewinnbringend eingesetzt werden, indem die Lernenden eigene Informationsmaterialien gestalten, kurze Präsentationen für die Gemeinde vorbereiten oder gemeinsam überlegen, wie sie anderen Menschen die Bedeutung der Aktion verständlich vermitteln können. Auch die Gestaltung eines Gottesdienstes, einer Andacht oder einer Gebetszeit ist möglich. Dabei können Fürbitten für Kinder und Familien in Guatemala formuliert und mit Gedanken über Frieden, Gerechtigkeit, ausreichende Ernährung und die Bewahrung der Schöpfung verbunden werden. Die im Film dargestellten Erfahrungen bieten zudem Anlass, über das eigene Konsumverhalten, den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und die Bedeutung nachhaltiger Lebensweisen nachzudenken. Dabei sollte deutlich werden, dass globale Armut nicht allein durch individuelle Verhaltensänderungen überwunden werden kann, sondern auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen.

Im Sinne des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützt das Medium die Lernenden dabei, weltweite Zusammenhänge zu erkennen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Es fördert Empathie, Perspektivwechsel, Urteilskompetenz und die Bereitschaft, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Die Verbindung von persönlichen Lebensgeschichten, sachlichen Informationen und konkreten Beispielen gelingender Unterstützung macht den Film zu einem geeigneten Ausgangspunkt für eine altersgerechte Auseinandersetzung mit globaler Ungerechtigkeit und christlicher Weltverantwortung. Abschließend kann die Unterrichtseinheit durch eine gemeinsame Reflexion darüber vertieft werden, was die Lernenden aus dem Film mitnehmen, welche Fragen offenbleiben und wie sie selbst im Sinne christlicher Nächstenliebe und Solidarität handeln können.

Hessen

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Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5G.1 Sich etwas zutrauen. Angenommensein: Selbstvertrauen und Glaube.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5.3 In Gemeinschaft leben: Das Volk Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Ich und Wir – Christen leben in Gemeinschaft

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