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ptz Stuttgart

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Frieden und Inclusion

Veröffentlichung:1.1.2020

Der Fachartikel mit zehn Seiten setzt Frieden und Inklusion in eine enge Beziehung und zeigt, dass beide Themen für Bildung, Religionspädagogik und gesellschaftliches Zusammenleben grundlegend sind. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Friedenspädagogik und Inklusionspädagogik häufig getrennt voneinander behandelt werden, obwohl beide auf Menschenwürde, Anerkennung, Gerechtigkeit, Vertrauen, Teilhabe und gewaltfreies Zusammenleben zielen. Das Medium stellt die Friedenspädagogik Karl Ernst Nipkows und das Prinzip Inklusion in religionspädagogischer Perspektive vor. Dabei wird deutlich, dass Frieden mehr ist als die Abwesenheit von Gewalt und Inklusion mehr als bloße Integration. Beide beschreiben eine Vision gelingender Gemeinschaft, in der Menschen in ihrer Verschiedenheit geachtet, beteiligt und geschützt werden. Theologisch wird dies mit der Gottebenbildlichkeit aller Menschen, der bedingungslosen Anerkennung durch Gott und dem christlichen Auftrag zu Liebe, Solidarität und Gerechtigkeit begründet.

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Didaktisch kann zunächst bei Alltagserfahrungen der Lernenden angesetzt werden, etwa bei Ausgrenzung, Streit, Mobbing, Vorurteilen, Angst vor Fremdem oder dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Von dort aus lässt sich die Frage entwickeln, was Menschen brauchen, um friedlich, sicher und anerkannt miteinander leben zu können. Methodisch bietet sich ein Einstieg über Begriffe wie Vertrauen, Sicherheit, Anerkennung, Würde und Vielfalt an. Die Lernenden können diese Begriffe mit eigenen Beispielen füllen und anschließend mit biblischen Impulsen wie der Gottebenbildlichkeit, der Nächstenliebe, der Fremdenliebe und der Feindesliebe verbinden. Besonders sinnvoll ist eine arbeitsteilige Erschließung der zentralen Gedanken: Eine Gruppe untersucht den Friedensbegriff, eine andere den Inklusionsbegriff, weitere Gruppen bearbeiten Menschenwürde, Differenz, Anerkennung, Solidarität und Veränderungsfähigkeit. Anschließend können die Ergebnisse in einem Schaubild zusammengeführt werden, das sichtbar macht, dass Frieden Inklusion braucht und Inklusion Frieden braucht. Für die ethische Urteilsbildung eignen sich Fallbeispiele aus Schule, Gesellschaft und Kirche, etwa der Umgang mit Menschen mit Behinderung, religiöser Vielfalt, Rassismus, Armut, Flucht, Geschlechterrollen oder sozialer Ausgrenzung. Rollenspiele, Perspektivwechsel, Schreibgespräche, Standbilder oder Diskussionsrunden helfen den Lernenden, sich in andere hineinzuversetzen und eigene Haltungen zu reflektieren. Wichtig ist, dass der Unterricht nicht nur Wissen vermittelt, sondern selbst als inklusiver und friedlicher Lernraum gestaltet wird. Dazu gehören respektvolle Sprache, Beteiligungsmöglichkeiten für alle, klare Gesprächsregeln, Sensibilität für Barrieren und die Einübung einer konstruktiven Konfliktkultur. Das Medium fördert religiöse Deutungskompetenz, Empathiefähigkeit, Perspektivwechsel, Anerkennungsfähigkeit, Solidarität und die Bereitschaft, ungerechte Verhältnisse wahrzunehmen und zu verändern.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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