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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftChristian Lange

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Christian Lange

Konzil Von Nicäa Nicaenum Kirchengeschichtsdidaktisch

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt das Konzil von Nicaea (325 n.Chr.) aus religionspädagogischer Perspektive und dessen gegenwärtige Relevanz für den Religionsunterricht. Angesichts veränderter Schülerzusammensetzungen mit Kindern aus orthodoxen, muslimischen und religionslosen Familien gewinnt die Frage nach Christus und seiner Gottheit neue Bedeutung. Das Konzil wird als wichtiges kirchenhistorisches Ereignis dargestellt, das sowohl dogmatische als auch organisatorische Grundlagen der Kirche prägte. Der Artikel erläutert die theologischen Konflikt zwischen Arius und Alexander sowie die Lösungsversuche durch Kaiser Konstantin.

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Christian Lange analysiert die kirchengeschichtliche Bedeutung des Konzils von Nicaea (325 n.Chr.) im Kontext gegenwärtiger Religionspädagogik. Zentral ist die veränderte Lebenswirklichkeit von Lernenden und Lehrenden: Während die kirchliche Sozialisation in Deutschland abnimmt, steigen die Schülerzahlen aus orthodoxen, muslimischen und religionslosen Milieus. Das Konzil gewinnt daher neue Aktualität aus drei Gründen: Es formulierte das Glaubensbekenntnis der frühen Kirche (Expositio Fidei), etablierte die patriarchale Verfassung östlicher Kirchen durch Regelungen zu Bischofsprivilegien und vereinheitlichte die Osterfeier. Der Anlass des Konzils war ein theologischer Disput zwischen dem Presbyter Arius und Bischof Alexander von Alexandria über die Natur des Logos und die Auslegung von Sprüche 8,22. Arius verstand den Logos als Geschöpf des Vaters, während Alexander und sein Berater Athanasius die Wesensgleichheit (Homoousios) vertraten. Kaiser Konstantin berief das Konzil ein, um diese Kontroverse zu schlichten. Auf dem Konzil setzte sich Alexanders theologische Position durch: Der Logos wird als ungeworden und wesenseins mit dem Vater definiert, Arius' Lehre wird in den Anathemata explizit verdammt. Der Artikel skizziert auch die unterschiedliche Rezeptionsgeschichte des Konzils und verweist auf ökumenische Initiativen, die das 1.700-Jahres-Jubiläum 2025 nutzen wollen, um einen gemeinsamen Ostertermin zu vereinbaren.

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