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Südwind

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Globales Lernen

Veröffentlichung:1.1.2016

Die Unterrichtsreihe "Globales Lernen" mit 236 Seiten enthält eine Reihe von Unterrichtssequenzen zum Thema Migration, Reisen, Aborigines und die Kolonialisierung, arabischer Frühling, Völkermord, Kongo und Wirtschaftsimperialismus, Menschenhandel, Trinkwasser und Kreuzzüge.

Besonders die Reihe zum Völkermord ist sehr umfangreich und bietet fünf Beispiele mit umfangreichen Quellen und Bildern.

Das Medium Globales Lernen im Geschichtsunterricht. Unterrichtsmaterialien für Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung. Sekundarstufe II bietet eine umfangreiche Sammlung kompetenzorientierter Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe. Im Mittelpunkt steht die Verbindung historischer Themen mit den Perspektiven des Globalen Lernens. Behandelt werden unter anderem Reisen, Migration, indigenes Australien, der Arabische Frühling, Völkermord, die Demokratische Republik Kongo, Menschenhandel, Wasser sowie die Kreuzzüge. Die Materialien fördern einen multiperspektivischen Blick auf Geschichte und zeigen globale Zusammenhänge zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf. Neben fachlichen Inhalten enthält das Werk konkrete Unterrichtsabläufe, Arbeitsmaterialien, Reflexionsanregungen sowie Hinweise zur Kompetenzentwicklung.

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Das Medium eignet sich besonders für einen kompetenzorientierten Religionsunterricht, der globale Gerechtigkeit, Menschenwürde, Verantwortung und Perspektivwechsel thematisiert. Die Materialien ermöglichen es, historische Fragestellungen mit ethischen und religiösen Grundfragen zu verbinden. Lernende können sich beispielsweise mit den Auswirkungen von Kolonialismus, Migration, Menschenhandel oder Ressourcengerechtigkeit auseinandersetzen und diese Themen aus unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven betrachten. Dadurch werden Empathiefähigkeit, Urteilsbildung und die Bereitschaft zur verantwortlichen Mitgestaltung der Welt gefördert.

Methodisch bietet das Werk vielfältige Zugänge wie Gruppenarbeit, Quellenanalyse, Stationenlernen, Rollenspiele, Diskussionen, Präsentationen und kreative Gestaltungsaufgaben. Besonders gewinnbringend ist die konsequente Orientierung an den Lebenswelten der Lernenden. Die Unterrichtsvorschläge regen dazu an, eigene Erfahrungen mit globalen Entwicklungen in Beziehung zu setzen und historische Prozesse mit aktuellen Herausforderungen zu verknüpfen. Für den Religionsunterricht eignen sich insbesondere kooperative Lernformen, kontroverse Debatten und Reflexionsphasen, in denen Fragen nach Gerechtigkeit, Frieden, Menschenrechten, Verantwortung für die Schöpfung und interkulturellem Zusammenleben aufgegriffen werden können. Das Medium unterstützt darüber hinaus fächerverbindendes Arbeiten mit Geschichte, Politik, Geographie und Ethik und ermöglicht so eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen.

In einem ersten Schritt wird der Tourismus mit seinen Anfängen bei den Reisen mit Beginn bei den europäischen Entdecker untersucht. Dazu werden Texte ausgewertet und Statistiken zur Entwicklung heutigen Tourismus in Afrika, Mexiko, Bhutan ausgewertet.

In einer zweiten Sequenz wird die Geschichte der Migration auch in der eigenen Familie untersucht. Auswertungsmaterialien leiten die Bearbeitung von Texten an. In einem weiteren Schritt wird die Migration der eigenen Familie. Ein tabellarisches Material leitet die Auswertung des eigenen Stammbaums an. Dazu werden Ursprungsländer und migrationsgründe festgehalten. Anschließend werden eine Reihe von Biografien ausgewertet. Darin berichten Menschen über ihre eigene Migration seit dem 19 Jahrhundert. In einem weiteren Schritt werden Inhalte der Genfer Flüchtlingskonvention untersucht. Moralisch wird bewertet inwiefern Menschen Gründe für Migration und Flucht haben und wie mit ihnen umgegangen werden sollte.

Was schließt sich einen Rollenspiel zur Migration an. Sechs Rollenkarten sind im Material enthalten. Migrationsexperten, Unternehmer, Gemeinderäte, Gewerkschafter, Vertreter einer Flüchtlingsorganisation werden dabei vertreten.

Die nächste Sequenz ab Seite 76 untersucht die eurozentristische Vorstellung von den wilden in Australien die zu kolonisieren, zu befrieden und auszubilden sind. In einem ersten Schritt werden einführende Texte erarbeitet. Vorurteile gegenüber Aborigines werden untersucht. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse mit der Darstellung der schwarzen Bevölkerung in Südafrika verglichen. Parallelen und Unterschiede werden herausgearbeitet. Auch jetzt zeigen sich die Vorurteile gegenüber schwarzen und indigenen Bevölkerungen. In einem tabellarischen Unterrichtsmaterial werden diese Vergleiche ermöglicht. Ein Lösungsblatt zeigt die antizipierten Ergebnisse auf. Bin einen weiteren Schritt werden beispielhafte Biografien von indigenen personenuntersucht. Tabellarisches Material ermöglicht die Auswertung. Dabei zeigen sich die maßnahmen der Europäer als katastrophal für das Leben der Personen. Abschließend werden Texte ausgewertet in denen Europäer und Politiker sich für die angerichteten verbrechen während der Kolonialisierung entschuldigen.

Die nächste Unterrichtssequenz thematisiert den arabischen Frühling. Dabei wird zu Beginn die Rolle der Medien untersucht. Beispielhafte Biografien von Frauen in arabischen Kulturen werden untersucht. Dabei zeigen sich Probleme bei der Gleichberechtigung die zum Teil, vor allem in Saudi-Arabien, extrem ausfallen können. Auswertungsmaterialien helfen dabei. Formen des Widerstands gegen diese gesellschaftlichen Einschränkungen des Lebens werden ermittelt.

Die nächste Unterrichtssequenz thematisiert den Völkermord anhand von Beispielen auch mit Bezug auf aktuelle Ereignisse. Jedes Beispiel beginnt mit einer Chronologie. In einer Weltkarte werden diese Beispiele verordnet und eingetragen. In einem nächsten Schritt wird ein historisches Beispiel, der am Völkermord an den Armenien thematisiert. Dazu werden Bilder und Texte ausgewertet. Das nächste Beispiel ist die Shoah. Dabei werden die Nürnberger Gesetze zur Einteilung der Bevölkerung in Halb- und Vierteljuden dargestellt. Ein drittes Beispiel ist der Völkermord in China während der Besetzung durch japanische Truppen. Dann viertes Beispiel ist der Völkermord in Ruanda. Das fünfte Beispiel ist der Völkermord in Bosnien. Ein letztes Beispiel ist die Ausbeutung der schwarzen in den USA seit dem 15. Jahrhundert.

Abschließend wird die Konvention zur Verhütung und Bestrafung von Völkermord untersucht. Basieren darauf wurde in Ruanda versucht einen Versöhnungsprozess zu beginnen. Ja das Völker Mordes dort wurden mit Macheten zehntausende von Menschen in Stücke gehackt. Auswertungs- und Lösungsmaterialien vereinfachen den Prozess der Erarbeitung.

Reisen in anderen Zeiten und Kulturen mit Schwerpunkt „faires“ Reisen

Die Lernenden setzen sich zunächst mit ihren eigenen Reisevorstellungen auseinander und bestimmen unterschiedliche Reisetypen. Anschließend lernen sie die Geschichte des Reisens anhand historischer Persönlichkeiten wie Zheng He, Ibn Battuta oder Alexander von Humboldt kennen. Mithilfe von Quellen, Zeitstrahlen und statistischen Daten untersuchen sie die Entwicklung des Tourismus. Abschließend reflektieren sie das Konzept des fairen und nachhaltigen Reisens und entwickeln eigene Reisekonzepte unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Zum Material gehören Fotos verschiedener Reisetypen, historische Quellen, Arbeitsblätter, Länderinformationen und eine Broschüre zum fairen Reisen.


Migration: Persönlich – Regional – Global – Persönlich

Die Lernenden beschäftigen sich mit Migration als historischem und gegenwärtigem Phänomen. Ausgangspunkt sind eigene Familiengeschichten und regionale Migrationsbewegungen. Anschließend werden globale Wanderungsbewegungen untersucht und historische Entwicklungen analysiert. Ziel ist ein vertieftes Verständnis von Flucht, Migration, Identität und gesellschaftlicher Vielfalt. Dabei kommen Biografien, Karten, Statistiken und Zeitzeugenberichte zum Einsatz.


It’s hard to say I’m sorry – Eine Geschichte des indigenen Australiens

Dieses Modul thematisiert die Geschichte der indigenen Bevölkerung Australiens von der Kolonisierung bis in die Gegenwart. Die Lernenden analysieren historische Quellen und politische Maßnahmen gegenüber den Aborigines und diskutieren Fragen von Schuld, Erinnerung, Versöhnung und Menschenrechten. Durch Perspektivwechsel lernen sie die Auswirkungen kolonialer Herrschaft auf indigene Gemeinschaften kennen.


Arabischer Frühling – Die arabische Welt im Umbruch

Anhand aktueller und historischer Quellen untersuchen die Lernenden die Ursachen, Verläufe und Folgen der Protestbewegungen in verschiedenen arabischen Staaten. Dabei analysieren sie politische Systeme, gesellschaftliche Konflikte und die Rolle sozialer Medien. Diskussionen und Quellenarbeit fördern die politische Urteilsfähigkeit und das Verständnis globaler Transformationsprozesse.


Völkermord – Aus der Geschichte lernen

Die Lernenden setzen sich mit unterschiedlichen historischen Genoziden auseinander und analysieren deren Ursachen, Mechanismen und Folgen. Historische Quellen, Fallbeispiele und Reflexionsaufgaben helfen dabei, Gefährdungen von Menschenrechten zu erkennen und Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu diskutieren. Das Modul fördert insbesondere ethische Urteilsbildung und historisches Bewusstsein.


DR Kongo – Entkolonialisierung und Wirtschaftsimperialismus

Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Kongos von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart. Die Lernenden untersuchen koloniale Ausbeutungsstrukturen, wirtschaftliche Abhängigkeiten und globale Machtverhältnisse. Durch die Analyse historischer und aktueller Materialien erkennen sie Zusammenhänge zwischen Kolonialgeschichte, Rohstoffwirtschaft und globaler Ungleichheit.


Humans for Sale – Menschenhandel gestern und heute

Dieses Modul vergleicht historische Formen von Sklaverei und Menschenhandel mit heutigen Erscheinungsformen moderner Ausbeutung. Die Lernenden analysieren Ursachen, wirtschaftliche Interessen und menschenrechtliche Folgen. Fallbeispiele und aktuelle Berichte ermöglichen einen Bezug zur Gegenwart und fördern die Sensibilität für Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit.


Die Macht des Wassers – Geschichten der wichtigsten Lebensressource

Die Lernenden beschäftigen sich mit Wasser als lebenswichtiger Ressource in Geschichte und Gegenwart. Sie untersuchen Konflikte um Wasser, Fragen der Verteilungsgerechtigkeit und ökologische Herausforderungen. Karten, Statistiken und Fallbeispiele aus verschiedenen Regionen der Welt verdeutlichen globale Zusammenhänge und regen zur Diskussion nachhaltiger Lösungen an.


Kreuzzüge – Selbst und Fremdwahrnehmung am Beispiel von Textquellen

Anhand historischer Quellen analysieren die Lernenden unterschiedliche Perspektiven auf die Kreuzzüge. Christliche und muslimische Darstellungen werden miteinander verglichen, um Prozesse der Fremdwahrnehmung, Feindbilder und kulturellen Begegnungen zu verstehen. Die Arbeit mit Originalquellen fördert historische Methodenkompetenz und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel.


Didaktischer Gesamtansatz des Handbuchs

Alle Module folgen einer einheitlichen Struktur mit Lernzielen, Kompetenzbezügen, Materialien, detaillierten Unterrichtsabläufen, Reflexionsfragen, Nachbereitungsvorschlägen und weiterführenden Quellen. Die Lernenden arbeiten aktiv mit Quellen, Bildern, Statistiken, Karten, Fallbeispielen und Gruppenaufgaben. Ziel ist die Entwicklung eines globalen Geschichtsverständnisses, das unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht und zur Reflexion über Gerechtigkeit, Verantwortung und nachhaltiges Handeln anregt.

Methoden:

Statistik

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Widerstehe den Anfängen: Wo werden heute Menschenrechte verletzt?

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Bild, Text

urheberrechtlich geschützt

23.3.2023

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Unterrichtseinheit

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

mittel

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