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Brot für die Welt

Brot für die Welt

Wissen und Macht

Veröffentlichung:1.1.2024

Die Anregung "Wissen und Macht" mit 36 Seiten thematisiert die Verbreitung, den Verlust und die Unterdrückung von Wissen im globalen Süden. Ein Teil der Texte sind in englischer Sprache.

Das Medium beschäftigt sich mit der Frage, wie Wissen entsteht, wer darüber verfügt und wie Machtverhältnisse bestimmen, welches Wissen sichtbar wird und welches verdrängt oder vergessen wird. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Wissen niemals vollständig oder wertfrei ist, eröffnet das Heft unterschiedliche Perspektiven auf Themen wie Kolonialismus, Unterdrückung von Wissen, Dekolonisierung, indigenes Wissen, Sprache, Kunst, Musik, Künstliche Intelligenz, Natur, Religion und gesellschaftliche Verantwortung. Zahlreiche Texte, Bildimpulse, Zitate, Fallbeispiele sowie abwechslungsreiche Arbeitsaufträge regen Lernende dazu an, eigene Vorstellungen von Wissen kritisch zu hinterfragen und unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen. Dabei werden globale Zusammenhänge verständlich erklärt und mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen verbunden. Das Material eignet sich besonders für den Religionsunterricht, Ethikunterricht, Politikunterricht sowie für das Globale Lernen und die Bildung für nachhaltige Entwicklung.

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Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie Wissen entsteht, welche Rolle Erfahrungen, Gefühle und kulturelle Prägungen spielen und weshalb unterschiedliche Perspektiven für eine gerechte Welt notwendig sind. Die Materialien fördern die Urteilskompetenz, indem sie dominante Wissensordnungen hinterfragen und alternative Sichtweisen sichtbar machen. Besonders geeignet sind die zahlreichen Gruppenarbeiten, Diskussionen, Rollenspiele, kreativen Schreibaufgaben, Bildanalysen, Collagen, Reflexionsübungen und Rechercheaufträge. Themen wie Kolonialismus, kulturelle Identität, Menschenrechte, Verantwortung, Kunst, Sprache oder Künstliche Intelligenz lassen sich mit biblischen Impulsen verbinden, etwa zur gleichen Würde aller Menschen, zur Gerechtigkeit oder zur Verantwortung für die Schöpfung. Das Heft eignet sich sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für umfangreiche Unterrichtsreihen oder Projekttage. Die abwechslungsreichen Methoden sprechen unterschiedliche Lerntypen an und fördern Kooperation, Perspektivwechsel, kritisches Denken, Empathie sowie die Fähigkeit, globale Zusammenhänge zu erkennen und das eigene Handeln zu reflektieren. Besonders wertvoll ist die Verbindung von fachlichem Wissen mit emotionalem Lernen und persönlicher Auseinandersetzung, wodurch nachhaltige Lernprozesse ermöglicht werden.

Wissen ist nicht nur eine Sammlung von Fakten und Informationen, sondern ein komplexes Geflecht, das eng mit Emotionen, Macht und sozialen Strukturen verknüpft ist. Im transformativen Lernen spielen Emotionen eine zentrale Rolle, da sie den Prozess des Wissensaneignens und -veränderes beeinflussen. Wissen und Macht stehen in einem engen Verhältnis zueinander, wobei die Unterdrückung und Zerstörung von Wissen, auch als Epistemizid bekannt, als Mittel zur Machterhaltung eingesetzt werden können. Historisch gesehen wurden insbesondere in Missionsschulen Wissen und kulturelle Identitäten unterdrückt, was zu einem Verlust von kulturellem Erbe führte.

Veränderung bringt oft das Verlernen von Altbekanntem mit sich, ein Prozess, der sowohl gewollt als auch unbeabsichtigt sein kann. Der Activisme pour un (dés)apprentissage commun und dessen englisches Pendant, Activism for joint (un)learning, reflektieren den Versuch, durch gemeinsames Lernen und das Hinterfragen von Wissenstrukturen Veränderungen herbeizuführen. Dabei ist es wichtig, sich mit der Rolle von Wissen, Macht und Bildung auseinanderzusetzen und zu verstehen, wie diese Elemente miteinander verwoben sind.

Zerstörung und Raub von Kunstwerken sowie die Relevanz von Black Artists Now verdeutlichen die oftmals missachtete Rolle von Kunst im Kontext von Wissen und Identität. Zwischen den Welten von Rebeca Lane und anderen Künstlern entsteht ein Verständnis für die vielschichtige Natur von Wissen und dessen Bewahrung.

Indigenes Wissen stellt eine besondere Kategorie dar, die es zu schützen gilt. Die Beziehung zwischen Mensch und Natur wird oft als eine von Konflikten und Missverständnissen geprägt dargestellt, wobei Konzepte wie River and Identity und die Grammatik der Belebtheit die tiefe Verknüpfung von Sprache und Wissen verdeutlichen.

Sprache fungiert als Machtinstrument, das sowohl zur Weitergabe von Wissen über Generationen als auch zur Schaffung und Aufrechterhaltung von Machtstrukturen genutzt werden kann. Persönliche Geschichten bieten wertvolle Einsichten, wie wir voneinander lernen können.

In der heutigen Zeit stellt Künstliche Intelligenz eine neue Dimension im Wissensmanagement dar, während Kolonialismus 4.0 auf die fortdauernden Auswirkungen historischer Machtstrukturen hinweist. Informiert und überwacht: Mit dem Smartphone auf der Flucht verdeutlicht die moderne Problematik der Datenüberwachung und Informationskontrolle.

Schließlich reflektiert die theologische Betrachtung und die Rolle von Brot für die Welt im Kontext von Wissen und Macht über die ethischen Dimensionen der Wissensverteilung und Wissensnutzung.

Material:

Was ist Wissen?

Emotionen im transformativen Lernen

Wissen und Macht

Unterdrückung und Zerstörung von Wissen ‒ Epistemizid

Unterdrückung von Wissen durch die Missionsschule

Veränderung bedeutet Verlernen

Activisme pour un (dés)apprentissage commun

Activism for joint (un)learning

Was haben Wissen, Macht und Bildung miteinander zu tun?

Zerstörung und Raub von Kunstwerken

Black Artists Now

Zwischen den Welten

Rebeca Lane

Was bedeutet eigentlich indigenes Wissen?

Schutz von indigenem Wissen

Mensch und Natur ‒ „Freund oder Feind“?

River and Identity

Nachdenken über Sprache: Grammatik der Belebtheit

Sprache als Machtinstrument

Weitergabe von Wissen über Generationen

Persönliche Geschichten

Wie können wir voneinander lernen?

Künstliche Intelligenz

Kolonialismus 4.0

Informiert und überwacht: Mit dem Smartphone auf der Flucht

Theologische Reflexion

The role of Brot für die Welt in the context of knowledge and power


Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.4 Christentum in Europa – Christentum weltweit.

E1.4 Christentum in Europa – Christentum weltweit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 1. Der Mensch als Geschöpf und „Schöpfer“.

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