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Eulenfisch

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Auf der Suche nach … Berufung?

Veröffentlichung:1.1.2023

Der Artikel „Berufen!?“ ist im Heft Eulenfisch erschienen und umfasst etwa S. 74–85. Der Beitrag stellt in einer Fotostrecke und mehreren Interviews unterschiedliche Menschen vor, die über ihre persönliche Erfahrung von Berufung sprechen.

Der Artikel zeigt, dass Berufung kein elitäres oder ausschließlich religiöses Phänomen ist, sondern im Alltag vieler Menschen sichtbar wird. Die porträtierten Personen beschreiben Berufung als inneren Antrieb, als Entdeckung eigener Talente und als Einsatz für andere Menschen.

Theologisch behandelt der Artikel vor allem die Fragen, was Berufung bedeutet, ob alle Menschen berufen sind, wie Gottes Ruf im Leben wahrgenommen werden kann und wie persönliche Begabungen mit gesellschaftlichem Engagement und Glauben zusammenhängen.

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Der Artikel versammelt mehrere Porträts von Menschen, die über ihre persönliche Erfahrung von Berufung sprechen. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Berufung kein außergewöhnliches oder nur religiösen Amtsträgern vorbehaltenes Phänomen ist, sondern ein Teil des alltäglichen Lebens vieler Menschen sein kann. Die Gespräche zeigen unterschiedliche Wege, auf denen Menschen ihre Berufung entdecken und leben.

Der Jesuit Pater Clemens Blattert beschreibt Berufung als etwas Alltägliches. Für ihn ist jeder Mensch von Gott gerufen. Berufung bedeutet für ihn ein erfülltes Leben zu suchen und eine Tätigkeit zu finden, die Sinn stiftet. Diese Suche entsteht aus der Sehnsucht nach einem gelingenden Leben. In dieser Sehnsucht erkennt er eine Einladung Gottes. Berufung ist deshalb ein lebendiger Dialog zwischen Gott, dem einzelnen Menschen und der Welt. Sie ist nicht statisch, sondern begleitet den Menschen durch sein Leben und auch durch Krisen.

Ein anderes Beispiel ist Gaby Fischer, die sich seit vielen Jahren kulturell im Umfeld des Klosters Arnstein engagiert. Ihre Berufung sieht sie darin, Menschen durch Kunst, Literatur und alte Handschriften Freude zu bereiten. Trotz gesundheitlicher Krisen setzt sie ihr Engagement fort. Für sie zeigt sich Berufung besonders darin, dass man seine Leidenschaft mit anderen Menschen teilt und kulturelle Erfahrungen zugänglich macht.

Der Theatermacher Willy Praml versteht seine Berufung in der Kunst. Schon früh wurde ihm gesagt, dass er für das Theater geboren sei. Obwohl sein Elternhaus diesen Weg zunächst nicht unterstützte, folgte er seiner Leidenschaft. Für ihn hat Theater eine gesellschaftliche Aufgabe. Es ermöglicht Bildung, Selbstreflexion und gesellschaftliche Diskussion. Seine Theaterarbeit verbindet Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen und macht kulturelle Teilhabe möglich.

Auch Stefan Diefenbach beschreibt seinen Weg als Berufung. Er leitet einen Weltladen und engagiert sich für fairen Handel. Für ihn steht die Frage nach Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Berufung bedeutet für ihn, seine Fähigkeiten für das Wohl anderer einzusetzen und sich für gerechte Lebensbedingungen einzusetzen. Seine Arbeit verbindet wirtschaftliches Handeln mit politischer und gesellschaftlicher Bildungsarbeit.

Die Religionspädagogin Birgit Henseler beschäftigt sich beruflich mit der Entwicklung von Charismen innerhalb der Kirche. Sie kritisiert, dass Berufung lange Zeit nur mit Priestern oder Ordensleuten verbunden wurde. Ihrer Ansicht nach sind jedoch alle Menschen berufen. Sie ermutigt Menschen, ihre Talente zu entdecken und diese als Geschenk Gottes für andere einzusetzen. Berufung ist für sie ein dynamischer Prozess, der sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit orientiert.

Ein weiteres Beispiel ist Björn Flick, der während der Corona Pandemie das Netzwerk Wäller helfen gegründet hat. Sein Engagement entstand aus einem starken inneren Antrieb, anderen Menschen zu helfen. Für ihn ist Berufung vor allem praktisches Handeln. Entscheidend ist nicht das Reden über Engagement, sondern das konkrete Tun. Sein Netzwerk organisiert Hilfe in verschiedenen gesellschaftlichen Krisensituationen.

Schließlich berichten Inge Rocco und Marco Rocco von ihrer Berufung in der kirchlichen Pastoral und Jugendarbeit. Sie verstehen Berufung als Zusammenspiel von persönlicher Begabung, Glauben und Verantwortung für andere Menschen. Für sie ist Berufung ein Geschenk Gottes, das Kraft gibt, auch schwierige Zeiten zu bewältigen. Gleichzeitig betonen sie, dass Berufung eine Entscheidung erfordert und immer wieder neu gelebt werden muss.

Der Artikel zeigt insgesamt, dass Berufung sehr unterschiedliche Formen annehmen kann. Sie zeigt sich in religiösem Dienst, sozialem Engagement, kultureller Arbeit oder gesellschaftlicher Verantwortung. Gemeinsam ist allen Porträts die Überzeugung, dass Berufung mit Sinn, persönlicher Leidenschaft und dem Einsatz für andere Menschen verbunden ist.

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