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Stadtmission Freiburg

Stadtmission Freiburg

Hoffnung und Gewissheit

Veröffentlichung:1.3.2023

Das Heft "Hoffnung und Gewissheit" mit 36 Seiten thematisiert in vielfältigen Beiträgen die Bedeutung von Hoffnung im christlichen Glauben sowie in menschlichen Grenz- und Lebenssituationen. Zu Beginn wird Hoffnung als Grundhaltung beschrieben, die Menschen in Umbrüchen und Unsicherheiten trägt. Biblisch gründet Hoffnung nicht auf Optimismus oder bloßen Wunschvorstellungen, sondern auf der Erfahrung eines menschenfreundlichen Gottes, der seinen Bund mit den Menschen hält. Besonders in Jesus Christus wird diese Hoffnung sichtbar, dessen Zuspruch „Ich habe die Welt überwunden“ Menschen ermutigt, selbst in Angst und Dunkelheit Vertrauen zu behalten.

Das Themenheft „Hoffnung und Gewissheit“ der Evangelischen Stadtmission Freiburg setzt sich mit der christlichen Hoffnung als tragender Kraft des Glaubens und des Lebens auseinander. Ausgehend von biblischen Grundlagen wird Hoffnung nicht als bloßer Optimismus verstanden, sondern als Vertrauen auf Gottes Zusagen und seine Gegenwart auch in schwierigen Lebenssituationen. Verschiedene Beiträge greifen Themen wie Hoffnung angesichts von Leid und Krisen, Zweifel und Glauben, Trost, Sterben und Abschied, Lichtblicke in dunklen Zeiten sowie den Umgang mit persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf. Biblische Texte, Glaubenszeugnisse, Interviews, geistliche Impulse und lebensnahe Beispiele eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Frage, worauf Menschen ihre Hoffnung gründen können und welche Bedeutung die christliche Hoffnung für den Alltag besitzt. Das Medium verbindet biblische Botschaften mit existenziellen Fragen und lädt dazu ein, über Vertrauen, Zuversicht, Lebensmut und Gottes Begleitung nachzudenken.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für die Erwachsenenbildung und kann in den Themenbereichen Hoffnung, Glaube, Leid, Lebenskrisen, Auferstehung, Gottesbilder, Vertrauen, Sinn des Lebens und christliche Ethik eingesetzt werden. Die lebensnahen Texte ermöglichen einen problemorientierten Unterricht, da sie Erfahrungen der Lernenden mit biblischen Hoffnungsbildern verbinden. Zu Beginn bietet sich eine Sammlung persönlicher Hoffnungen, Wünsche und Zukunftserwartungen an, die anschließend mit den im Heft dargestellten christlichen Perspektiven verglichen werden können. Die biblischen Texte eignen sich für eine gemeinsame Erschließung mithilfe von Bibelarbeit oder Gruppenarbeit. Einzelne Artikel können arbeitsteilig gelesen, zusammengefasst und anschließend präsentiert werden. Impulse zu Leid, Krankheit, Abschied und Hoffnung eröffnen Möglichkeiten für Gesprächsrunden über persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Herausforderungen. Die Aussagen über Hoffnung können mit aktuellen Krisen, Konflikten oder Zukunftsängsten in Beziehung gesetzt werden und fördern eine reflektierte Urteilsbildung. Kreative Methoden wie das Gestalten eines Hoffnungsbaumes, das Schreiben eines persönlichen Hoffnungsbriefes, das Formulieren eigener Psalmen oder Gebete sowie das Entwickeln von Symbolen für Hoffnung ermöglichen eine vertiefte persönliche Auseinandersetzung. Ebenso eignen sich Rollenspiele, Standbilder oder Diskussionen über die Frage, worin sich Optimismus und christliche Hoffnung unterscheiden. Das Medium unterstützt die Entwicklung religiöser Sprachfähigkeit, fördert Empathie und Reflexionsfähigkeit und stärkt die Kompetenz der Lernenden, biblische Hoffnungsbotschaften auf ihre eigene Lebenswirklichkeit zu beziehen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung theologischer Inhalte mit biografischen Erfahrungen der Lernenden, wodurch religiöse Bildung lebensnah und existenziell erfahrbar wird.


Ein geistlicher Impuls entfaltet die biblische Geschichte vom ungläubigen Glauben: Der Vater, der Jesus um Heilung für seinen Sohn bittet, erkennt seine eigene Hilflosigkeit und ruft „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“. Diese Haltung wird als authentische Form des Glaubens beschrieben, der nicht aus Stärke, sondern aus dem ehrlichen Eingeständnis von Grenzen und Schwäche hervorgeht.

Weitere Abschnitte beschäftigen sich mit den Hoffnungen des Alltags – persönlichen, gesellschaftlichen und spirituellen. Es wird gezeigt, dass moderne Menschen oft zwischen großen Weltfragen (Klimakrise, Gerechtigkeit, Frieden) und kleinen persönlichen Hoffnungen (Gesundheit, Arbeit, Geborgenheit) leben. Hoffnung erscheint dabei als empfindliches, aber lebensnotwendiges Gut. Gespräche und Reflexionen betonen, dass Hoffnung nicht alles heilt, aber Kraft mobilisiert, um Belastendes durchzustehen. Wenn Hoffnung dennoch zerbricht, kann die Erfahrung von Beistand – durch Menschen oder durch Gott – Halt geben, wie es etwa der 23. Psalm mit dem Satz „Du bist bei mir“ ausdrückt.

Mehrere Beiträge behandeln konkrete Lebenssituationen: Ein Text über Lichtblicke zeigt, wie kleine Zeichen des Guten die innere Dunkelheit durchbrechen können. Ein weiterer Beitrag schildert, wie Pfarrerinnen und kirchliche Mitarbeitende im Haus „Respiratio“ Unterstützung erhalten, wenn sie in berufliche und persönliche Krisen geraten. Dabei wird deutlich, wie eng Lebens-, Glaubens- und Berufskonflikte miteinander verflochten sein können und wie notwendig spirituelle und seelische Erneuerung ist.

Ein ausführliches Interview mit einem Bewohner des „Josefshauses“ erzählt von Hoffnung im Leben chronisch Suchtkranker. Dirk Poedtke berichtet von seiner Biografie, von Verlusten und Umbrüchen sowie vom mühsamen Weg in ein abstinentes Leben. Die Gemeinschaft des Hauses wird als „Rettungsanker“ beschrieben, in dem Menschen Würde und Selbstwert neu entdecken.

Ein weiterer Bericht schildert die Arbeit der Hospizgruppe Breisach, die sterbende Menschen begleitet. Die Ehrenamtlichen machen deutlich, wie wichtig Nähe, Trost, Zuhören und das Ernstnehmen individueller Bedürfnisse in der letzten Lebensphase sind. Religiöse Rituale, Stille oder das gemeinsame Aushalten können helfen, Frieden zu finden.

Schließlich erzählen persönliche Zeugnisse – etwa ein autobiografischer Bericht eines ehemaligen Showpianisten – von der Suche nach einer Hoffnung, die über den Tod hinausweist. Die christliche Auferstehungshoffnung wird als Perspektive vorgestellt, die die Endlichkeit des Lebens in ein größeres Licht rückt und den Blick auf eine „zukünftige Stadt“ lenkt, wie es der Hebräerbrief formuliert.

Insgesamt führt das Material in unterschiedlichen Formen – biblisch, erzählerisch, seelsorgerlich und biografisch – vor Augen, wie vielschichtig Hoffnung ist: als alltägliche Erwartung, als spirituelle Kraftquelle, als Beistand in Krisen und als Grundvertrauen, das über das Leben hinausreicht.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

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Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

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