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TheoWebThomas HellerMichael WermkeSophie Seher

TheoWeb,

Thomas Heller,

Michael Wermke,

Sophie Seher

Auf dem Weg zu einer kultur- und religionssensiblen Bildung – Thesen und Reflexionen zu einem Paradigmenwechsel in der interkulturellen und religiösen Bildung

Veröffentlichung:1.5.2026

Seit 2015 sind zugewanderte Kinder in deutschen Schulen und Kitas angekommen – jetzt braucht es pädagogische Konzepte, die religiöse Vielfalt nicht nur tolerieren, sondern aktiv gestalten. Ein Überblick über interkulturelle und interreligiöse Bildungsansätze zeigt, wie es funktionieren kann.

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Wie können Schulen und Kindertagesstätten religiöse Vielfalt pädagogisch gestalten und dabei das Recht von Kindern auf religiöse Bildung wahren – ohne dabei kirchliche Verantwortung zu übernehmen? Diese zentrale Frage stellt ein Beitrag in den Mittelpunkt, der angesichts gestiegener Migrationszahlen seit 2015 die Dringlichkeit einer kultur- und religionssensiblen Bildung untersucht. Der Artikel leistet eine umfassende „Tour d'Horizon" durch aktuelle interkulturelle und interreligiöse Bildungsansätze und zeigt auf, wie unterschiedliche pädagogische Konzepte – vom transkulturellen Lernen über religionskundliches bis zum interreligiösen Unterricht – mit der wachsenden kulturellen und religiösen Pluralität in Schulen und Kitas umgehen. Im Zentrum steht dabei ein kritisches Anliegen: Die simple Identifizierung von Kindern mit ihrer religiösen oder kulturellen Herkunft wird abgelehnt zugunsten einer differenzierten Wahrnehmung ihrer individuellen Identität, Fähigkeiten und Bedürfnisse. Der Beitrag diskutiert sowohl gesellschaftliche Herausforderungen – etwa Fragen nach Leitkultur und Zusammenleben in einem Rechtsstaat – als auch die Schlüsselrolle von Pädagoginnen und Pädagogen, die selbst eine reflektierte Auseinandersetzung mit ihren eigenen kulturellen und religiösen Wurzeln brauchen. Am Beispiel des KuRs.B-Projekts der Universität Jena werden konzeptionelle Grundzüge einer Praxis vorgestellt, die sich an diesen Anforderungen orientiert und damit zeigt, wie öffentliche Bildungseinrichtungen ihre Verantwortung für religiöse Bildung auch jenseits kirchlicher Strukturen einlösen können.

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