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Reliboard | Bistum Essen

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„... als Mann und Frau schuf er sie.“

Veröffentlichung:1.1.2015

Die Unterrichtsstunde "... als Mann und Frau schuf er sie." mit 48 Seiten und sieben Materialien untersucht die katholische Konstruktion von Geschlechtlichkeit, Partnerschaft und Ehe auf Basis der Verantwortung vor Gott und einander.

Ein kurzer (1 DinA4) tabellarischer Unterrichtsverlauf ist auf Seite 24 zu finden. Das Material beginnt ab Seite 27 der PDF.

Die Arbeitshilfe „... als Mann und Frau schuf er sie. Partnerschaft und Ehe zwischen Christen und Muslimen“ bietet vielfältige Materialien und Unterrichtsanregungen für die Sekundarstufen zum Themenfeld Liebe, Partnerschaft, Ehe, Familie und Geschlechterrollen im Christentum und Islam. Ausgehend von den gesellschaftlichen Veränderungen durch Migration, religiöse Pluralisierung und interreligiöse Begegnungen werden Fragen nach Geschlechteridentität, Partnerschaft und Ehe aus theologischer, anthropologischer und religionspädagogischer Perspektive behandelt. Die Beiträge beleuchten biblische und islamische Grundlagen, reflektieren traditionelle und moderne Rollenbilder und stellen konkrete Unterrichtsmodelle für die Auseinandersetzung mit christlich muslimischen Partnerschaften vor. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach religiöser Identität, gegenseitigem Verständnis, interreligiösem Dialog sowie den Chancen und Herausforderungen religionsverschiedener Beziehungen.

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Das Material eignet sich besonders für die Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie für die gymnasiale Oberstufe und berufliche Schulen. Die Arbeitshilfe greift ein Thema auf, das unmittelbar an die Lebenswelt vieler Lernender anknüpft. In einer pluralen Gesellschaft begegnen Jugendliche unterschiedlichen religiösen Traditionen nicht nur im schulischen Alltag, sondern auch in Freundschaften und Partnerschaften. Dadurch erhält die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen, Eheverständnissen und religiösen Prägungen eine hohe Gegenwartsbedeutung.

Didaktisch wertvoll ist insbesondere die Verbindung von Sachwissen, persönlicher Reflexion und interreligiösem Lernen. Die Lernenden erwerben grundlegende Kenntnisse über Ehe, Familie und Geschlechterrollen im Christentum und Islam und setzen sich zugleich mit eigenen Vorstellungen von Partnerschaft, Liebe und Zusammenleben auseinander. Dadurch werden Perspektivwechsel, Empathie und Dialogfähigkeit gefördert. Die Materialien unterstützen einen differenzierten Blick auf Religionen und helfen dabei, stereotype Vorstellungen und Vorurteile kritisch zu hinterfragen.

Methodisch bietet die Arbeitshilfe zahlreiche aktivierende Lernformen. Besonders hervorzuheben sind die Gestaltung einer Jugendzeitschrift zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität, Interviews und Umfragen zu Ehe und Familie, die Analyse von Fallbeispielen interreligiöser Partnerschaften, Gruppenarbeiten zum Vergleich von christlichen und islamischen Vorstellungen von Ehe und Familie sowie kreative Aufgabenformate. Die Lernenden recherchieren selbstständig, führen Befragungen durch, entwickeln eigene Positionen und präsentieren ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Medienformaten. Dadurch werden sowohl kommunikative als auch methodische Kompetenzen gefördert.

Besonders gewinnbringend erscheint der Einsatz der vorgestellten Fallgeschichten wie „Julia und Can, Canan und Julian“ oder „Ob Lisa und Selim zusammenbleiben?“. Solche lebensnahen Szenarien ermöglichen einen problemorientierten Zugang und eröffnen Gesprächsanlässe über religiöse Identität, Werte, Toleranz und die Bedeutung von Religion für persönliche Entscheidungen. Die Lernenden können Chancen und Herausforderungen interreligiöser Beziehungen analysieren, unterschiedliche Positionen diskutieren und eigene Urteile entwickeln.

Darüber hinaus eignet sich das Material hervorragend für kooperative Lernformen wie Placemat Verfahren, Gruppenpuzzle, Redaktionskonferenzen, Schreibgespräche, Podiumsdiskussionen oder World Cafés. Die Arbeitshilfe fördert damit nicht nur religiöse Sachkompetenz, sondern auch Dialogfähigkeit, Urteilsbildung und die Bereitschaft, in einer religiös und kulturell vielfältigen Gesellschaft respektvoll miteinander zu leben. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zu interreligiöser Bildung, Demokratiebildung und Werteerziehung.

Der Einstieg gelingt über einen Facebook Eintrag im Material. Der Post behandelt ein Mädchen das ein muslimischen Freund kennengelernt hat. Da das Mädchen Christen ist macht sie sich Sorgen darüber, wie die Religion der beiden Partner sich auf die Beziehung auswirken könnte.

Im nächsten Schritt wird eine Gruppenarbeit mit vier verschiedenen Textmaterialien durchgeführt. Dabei werden das christliche Eheverständnis, Erfahrungen aus einer christlichen muslimischen Ehe, sowie die Frage nach dem Zusammenbleiben der beiden Partner im Beispiel in zwei unterschiedlichen Versionen thematisiert.

Im nachfolgenden Schritt wird die Methode Placemat verwendet, um die Ergebnisse zu präzisieren und in Gruppen ein gemeinsames Ergebnis zu formulieren.

.Nach der Präsentation der Ergebnisse wird in der Hausaufgabe eine eigene Meinung zum Beispielfall der jungen Christen und des jungen Muslims verfasst. Dies kann als Leserbrief oder Antwort auf den Facebook Post geschehen.

1. Jugendzeitschrift zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität

Materialien:

Jugendzeitschriften als Beispiele

Religionsbücher und Sachtexte

Internetquellen

Interviews und Umfragen

Bilder und Gestaltungsmaterialien

Computer für Layout und Textverarbeitung

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden analysieren zunächst Jugendzeitschriften und entwickeln anschließend selbst eine Zeitschrift zum Thema Liebe, Partnerschaft, Sexualität, Ehe und Familie. In einer Redaktionskonferenz werden Themen verteilt. Gruppen recherchieren beispielsweise zu Geschlechterrollen im Christentum und Islam, zu interreligiösen Partnerschaften, zu Ehevorstellungen oder zu aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen. Die Ergebnisse werden als Artikel, Interviews, Reportagen oder Kommentare gestaltet und in einer gemeinsamen Zeitschrift veröffentlicht.


2. Vergleich von Ehe und Familie im Christentum und Islam

Materialien:

Sachtexte zu Christentum und Islam

Arbeitsblatt mit Vergleichstabelle

Handreichungen zu christlichen und islamischen Ehen

Internetrecherche

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden vergleichen Eheverständnis, Familienverständnis, Geschlechterrollen, Verbindlichkeit, Sakramentalität und äußere Formen von Ehe im Christentum und Islam. Die Ergebnisse werden in einer Tabelle festgehalten und anschließend diskutiert. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen und Vorurteile abzubauen.


3. Anonyme Befragung zu Ehe und Familie

Materialien:

Fragebogen

Auswertungsbogen

Moderationskarten

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden beantworten Fragen wie:

Wie stehst du zu Ehe und Familie?

Welche Bedeutung haben Ehe und Familie im Christentum?

Welche Bedeutung haben Ehe und Familie im Islam?

Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und reflektiert. Dabei wird auch untersucht, woher die eigenen Vorstellungen stammen und welche Rolle Medien, Familie oder Religion spielen.


4. Religionsbiografie erstellen

Materialien:

Arbeitsblatt „Religionsschleife“

Papier und Stifte

Bilder und Symbole

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden erstellen eine persönliche Religionsbiografie. Sie überlegen, welche Menschen, Orte, Erfahrungen oder religiösen Ereignisse sie geprägt haben. Diese werden in einer grafischen Darstellung festgehalten und anschließend vorgestellt. Ziel ist die Reflexion der eigenen religiösen Identität.


5. Religionsranking

Materialien:

Arbeitsaufträge

Informationsmaterial zu Religionen

Präsentationsmedien

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden bilden eine Jury und entwickeln Kriterien für die Auszeichnung der „besten Religion“. Anschließend vergleichen sie verschiedene Religionen anhand ihrer selbst entwickelten Kriterien und diskutieren die Grenzen solcher Bewertungen. Dadurch werden religiöse Vielfalt und Toleranz thematisiert.


6. Textportrait zu religiöser Identität

Materialien:

Biografische Texte

Fotos

Computer oder Plakatmaterial

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden erstellen ein Textportrait einer Person, die sich mit ihrer religiösen Identität auseinandersetzt. Dabei werden Bilder und Texte kreativ kombiniert. Ziel ist das Verständnis religiöser Suchbewegungen und Identitätsbildung.


7. Flyer zum Religionswechsel

Materialien:

Gesetzestexte

Internetrecherche

Layoutprogramme

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden recherchieren rechtliche Grundlagen zur Religionszugehörigkeit und zum Religionswechsel in Deutschland. Anschließend erstellen sie einen Informationsflyer für Jugendliche. Dabei werden Religionsfreiheit und persönliche Entscheidung thematisiert.


8. Quiz zu Religionswechsel und Religionszugehörigkeit

Materialien:

Spielkarten

Recherchematerialien

Quizvorlagen

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden entwickeln ein eigenes Quizspiel mit Fragen zu Taufe, Konversion, Religionszugehörigkeit und religiösen Ritualen. Die Spiele werden anschließend in der Klasse ausprobiert.


9. Fallbeispiel „Ob Lisa und Selim zusammenbleiben?“

Materialien:

Facebook Eintrag von Lisa

Erfahrungsberichte interreligiöser Paare

Placemat Arbeitsblätter

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden analysieren die Situation eines christlich muslimischen Paares. Sie überlegen, welche Chancen und Herausforderungen unterschiedliche religiöse Hintergründe mit sich bringen. Mithilfe der Placemat Methode entwickeln sie Lösungsvorschläge und diskutieren die Bedeutung von Religion für Partnerschaft und Ehe.


10. Kommentare und Schreibgespräch

Materialien:

Facebook Beitrag

Schreibblätter

digitale Pinnwand

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden verfassen Kommentare zu Lisas Situation und treten anschließend in einen schriftlichen Dialog mit anderen Gruppen ein. Dadurch werden Perspektivwechsel und Argumentationsfähigkeit gefördert.


11. Europa Karte der Religionen

Materialien:

Europakarte

Atlas

Internetrecherche

Präsentationsmaterial

Was passiert im Unterricht?

Die Lernenden erstellen eine kommentierte Karte Europas mit wichtigen religiösen Zentren, Verteilungen von Religionsgemeinschaften und religiösen Konfliktregionen. Dabei wird die religiöse Vielfalt Europas sichtbar gemacht.

Methoden:

Placemat

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Einander lieben und miteinander leben. Partnerschaft, Liebe, Treue.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.2 Anthropologie und Religion.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.1 Beziehungen gestalten: Freundschaft – Liebe – Partnerschaft.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Ehe und Familie – Modelle heute

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 1. Der Mensch als Geschöpf und „Schöpfer“.

11.1 / 4. Der Mensch als Mann und Frau.

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