Wie werden aus Ideen Ideologien? Frank van der Velden, Lehrbeauftragter für interreligiöses Lernen am Seminar der katholischen Religionspädagogik an unserer Fakultät, erkärt, was Verschwörungsmythen sind, wie sie entstehen und welche Rolle Religion dabei spielen kann. Was wir alle gegen Verschwörungsmythen und die dadurch entstehenden Probleme wie Rassismus und Radikalisierung tun können, erfahrt ihr im Video.
Das Video von Frank Van der Velden beschäftigt sich mit der Frage, wie aus Ideen Ideologien werden und welche Rolle Verschwörungsmythen dabei spielen. Ausgehend von aktuellen Beispielen wie der Reichsbürgerbewegung, Verschwörungserzählungen zur Corona Pandemie oder rechtsextremen Narrativen erklärt der Referent die Funktionsweise von Verschwörungsmythen. Dabei zeigt er, wie solche Erzählungen komplexe gesellschaftliche Entwicklungen auf einfache Freund Feind Schemata reduzieren und häufig mit Rassismus, Antisemitismus und Radikalisierung verbunden sind. Das Video verdeutlicht, dass Verschwörungsmythen ähnlich wie Religionen Gemeinschaft stiften können, jedoch nicht auf Vertrauen und Offenheit, sondern auf Angst, Abgrenzung und die Konstruktion vermeintlicher Feindbilder setzen. Anhand von Beispielen aus islamistischem und rechtsextremem Extremismus werden gemeinsame Denkmuster herausgearbeitet. Im weiteren Verlauf stellt der Referent die fünf Grundhaltungen extremistischer Ideologien vor und entwickelt als Gegenmodell sogenannte ambiguitätsoffene Narrative, die Vielfalt, Streitkultur, Beheimatung, Versöhnung und Offenheit fördern. Abschließend wird anhand der Figur des heiligen Mauritius gezeigt, wie alternative Erzählungen Identität und Zugehörigkeit inklusiv und vielfältig gestalten können.