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Sketch Bibel

Sketch Bibel

Glaube der „heidnischen“ Frau | Mt 15,21-28

Veröffentlichung:29.3.2023

Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ behandelt die Begegnung Jesu mit der kanaanäischen beziehungsweise heidnischen Frau aus dem Matthäusevangelium. Die Erzählung wirkt zunächst irritierend, da Jesus auf die Bitte der Frau, ihre schwer kranke Tochter zu heilen, zunächst abweisend reagiert. Das Video erläutert diesen schwierigen Bibeltext vor dem Hintergrund der frühen christlichen Diskussion darüber, ob die Botschaft Jesu ausschließlich dem Volk Israel oder allen Menschen gilt. Im Mittelpunkt steht schließlich die Beharrlichkeit der Frau, die sich von Jesu Schweigen und seiner anfänglichen Ablehnung nicht entmutigen lässt. Sie argumentiert mutig, tritt Jesus auf Augenhöhe entgegen und wird von ihm für ihren großen Glauben gelobt. Das Video deutet die Erzählung als Hinweis darauf, dass Gottes Zuwendung keine Grenzen kennt und dass echter Glaube auch außerhalb vertrauter religiöser Strukturen zu finden sein kann. Gleichzeitig wird die Geschichte als Anfrage an Kirche und Glaubensgemeinschaften verstanden, sich nicht in geschlossenen Kreisen einzurichten, sondern offen für neue Perspektiven und Menschen zu bleiben.

Das Evangelium klingt erstmal verstörend und ausgrenzend: Da kommt eine Frau in einer echten Notlage: Ihre Tochter ist sterbenskrank und dieser sagenumworbene Jesus ist ihre letzte Hoffnung. Doch wie reagiert dieser? Erstmal abweisend – für Sie sei er nicht zuständig. Er wurde zum Volk Israel gesandt! Das Video beschreibt eine Geschichte im Evangelium, die zunächst verstörend und ausgrenzend erscheint. Eine verzweifelte Frau sucht Jesus auf, um Heilung für ihre sterbenskranke Tochter zu erlangen. Anfangs reagiert Jesus abweisend und sagt, dass er nur für das Volk Israel gekommen sei. Allerdings wird deutlich, dass Jesu Zuständigkeit sich geändert hat und dass sein Handeln keinen exklusiven Anspruch hat. Die heidnische Frau fordert Jesus heraus und zeigt ein selbstbewusstes Auftreten. Jesus bezeichnet dies als Glauben und erfüllt ihren Wunsch nach Heilung für ihre Tochter. Die Jünger dagegen betrachten die Frau als lästig und bitten Jesus, sie wegzuschicken.

Der Text thematisiert den Exklusivanspruch und die eingeschränkte Sprache in der Kirche. Es wird die Frage gestellt, ob die Kirche zu bequem geworden ist und ob der Glaube auch außerhalb der Kirche zu finden ist. Das Schweigen Jesu wird als Aufforderung interpretiert, unnachgiebig zu bleiben, Gott mitzubringen und den Glauben abseits der gewohnten Strukturen neu zu entdecken.

Insgesamt zeigt das Evangelium, dass Jesus anfangs keine klare Antwort gibt, was uns dazu ermutigen sollte, den Glauben neu zu erforschen und abseits der etablierten Wege zu suchen. Es wird ein gesegneter Sonntag und eine gute kommende Woche gewünscht.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Themen Glaube, Ausgrenzung, Zugehörigkeit, Gottesbild, Kirche und interreligiöse Begegnung. Die zunächst irritierende Haltung Jesu eignet sich besonders gut für einen problemorientierten Einstieg. Lernende können ihre ersten Reaktionen auf den Bibeltext formulieren und diskutieren, ob Jesu Verhalten ihren Erwartungen entspricht. Anschließend kann gemeinsam untersucht werden, welche historischen und theologischen Hintergründe die Erzählung prägen. Dabei bietet sich die Frage an, wer heute innerhalb und außerhalb religiöser Gemeinschaften als „dazugehörig“ oder „nicht zugehörig“ wahrgenommen wird. In Gruppenarbeiten können die Lernenden verschiedene Perspektiven der Geschichte einnehmen, beispielsweise die der Frau, der Jünger oder Jesu, und deren Gedanken und Gefühle darstellen. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit dem Glaubensverständnis der Frau, die trotz Widerständen an ihrer Hoffnung festhält. Das Video ermöglicht zudem eine kritische Reflexion über kirchliche Strukturen und die Frage, ob Glaube ausschließlich innerhalb institutioneller Formen anzutreffen ist. Für ältere Lernende bieten sich Diskussionen über religiöse Vielfalt, interreligiösen Dialog, Inklusion und die Zukunft der Kirche an. Kreative Methoden wie Standbilder, Rollenspiele oder das Verfassen moderner Parallelgeschichten können helfen, die Aktualität der biblischen Erzählung sichtbar zu machen. Das Medium fördert somit sowohl die Bibelkompetenz als auch die Fähigkeit, über Zugehörigkeit, Offenheit und die Bedeutung von Glauben in einer pluralen Gesellschaft nachzudenken.

Methoden:

Videoanalyse

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 1. Botschaft und Anspruch Jesu und das Selbstverständnis der frühen Kirche.

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 5. Anfragen an die Katholische Soziallehre und Moraltheologie.

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