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Universität zu Köln

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Unlearning Anti-Feminism on TikTok

Exploratives Methodenset zur Prävention von Antifeminismus in digitalen Räumen

Veröffentlichung:24.6.2025

Das Methodenset „Unlearning Anti-Feminism on TikTok“ bietet einen innovativen, wissenschaftlich fundierten Zugang zur Bearbeitung aktueller gesellschaftlicher und digitaler Herausforderungen. Es unterstützt Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte dabei, Jugendliche im Umgang mit antifeministischen Narrativen in sozialen Medien zu sensibilisieren und zu stärken. Der Schwerpunkt liegt dabei auf TikTok – einer Plattform, auf der problematische Inhalte oft auf subtile Weise inszeniert und algorithmisch verstärkt werden.

Entwickelt wurde das Material im Rahmen eines forschungsbasierten Projekts der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit mediale pfade e.V., gefördert von der VolkswagenStiftung. Es verbindet medienpädagogische Ansätze mit intersektionaler politischer Bildung und wurde in der Praxis mit Jugendlichen erprobt und evaluiert.

Products

Was bietet das Material konkret?

13 Module, die einzeln oder aufeinander aufbauend genutzt werden können – inklusive:

Analyse-Übungen zu TikTok-Videos, Hashtags und Kommentarspalten

Methoden zur Reflexion über Algorithmen, Medienmacht und digitale Narrative

Interaktive Formate wie Kartenspiele, Aufstellungen, Meme-Kreationen und Podcast-Projekte

Vermittlung von Handlungsstrategien gegen digitale Diskriminierung und Hate Speech

Kreative Empowerment-Methoden: eigene Gegenrede, Utopien entwerfen, positive Memes erstellen

Zwei komplett ausgearbeitete Workshopkonzepte (Tages- und Halbtagesformate) zur direkten Umsetzung z. B. im Rahmen von Projekttagen

Didaktisch aufbereitete Begleitmaterialien, inkl. Arbeitsblätter, Präsentationen, Erklärvideos, Leitfragen, Moderationshinweise und Hintergrundtexte

Modular einsetzbar – vom kurzen Unterrichtsimpuls bis zur sechswöchigen Projektsequenz

Besonderheiten und didaktischer Mehrwert:

Explorativ und praxisnah: Entwickelt auf Grundlage einer Interviewstudie mit Jugendlichen, deren Erfahrungen, Unsicherheiten und Bedürfnisse direkt in die Methodenkonzeption eingeflossen sind

Anschaulich & alltagsnah: Antifeministische Inhalte werden dort thematisiert, wo Jugendliche ihnen tatsächlich begegnen – auf TikTok & Co

Verlangsamung als Methode: Fördert kritisches Nachdenken in der schnelllebigen Social-Media-Welt

Empowerment statt Ohnmacht: Jugendliche werden befähigt, eigene Perspektiven zu entwickeln und für Gleichberechtigung aktiv zu werden

Intersektional und inklusiv: Feminismus wird in seiner Vielfalt sichtbar gemacht, Zerrbilder werden enttarnt, Lebensrealitäten respektvoll eingebunden

Warum im Religionsunterricht einsetzen?

Der Religionsunterricht ist ein zentraler Ort, um Themen wie Würde, Gerechtigkeit, Verantwortung, Miteinander und Haltung zeigen zu behandeln. Das Methodenset bietet hier wertvolle Anknüpfungspunkte:

Auseinandersetzung mit Menschenbildern und Geschlechterrollen aus ethischer Perspektive

Förderung von Zivilcourage und reflektierter Mediennutzung

Verbindung von biblisch-theologischen Grundüberzeugungen mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen

Stärkung der Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsbildung junger Menschen

Ideal für:

Unterrichtseinheiten zu „Identität und Vielfalt“, „Digitale Ethik“, „Hass im Netz“, „Demokratie und Menschenrechte“, „Rollenbilder“, „Gleichberechtigung“

Fächerübergreifende Projekte (z. B. Religion + Medienbildung / Ethik + Politik)

Projekt- und Thementage, Präventionsangebote, schulische Demokratiearbeit

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