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Tyrek · Die Farbe meiner Haut. Rassismus

Veröffentlichung:20.11.2021

Der animierte Kurzfilm erzählt die Geschichte des jungen Tyrek, der aus Jamaika stammt und bereits als Kind Erfahrungen mit Rassismus machen muss. Obwohl er erst acht Jahre alt ist, wird er von der Polizei ohne erkennbaren Anlass kontrolliert und allein aufgrund seiner Hautfarbe als verdächtig angesehen. Auch in der Schule erlebt Tyrek Ausgrenzung, rassistische Beleidigungen und fehlende Unterstützung durch Erwachsene. Der Film zeigt eindrücklich, welche Auswirkungen alltäglicher Rassismus auf das Selbstwertgefühl und die Lebenswelt eines jungen Menschen hat. Gleichzeitig macht die Geschichte deutlich, wie Tyrek später Wege findet, sich gegen Diskriminierung einzusetzen und anderen Betroffenen Mut zu machen. Durch die persönliche Erzählperspektive und die zurückhaltende Animation ermöglicht das Medium einen emotionalen Zugang zu einem gesellschaftlich hochrelevanten Thema.

Dieses Video gehört zu einer Reihe von sechs Videos mit dem Titel "Die Farbe meiner Haut" mit unterschiedlichen biografischen Beispielen für Rassismus und alltägliche Fremdenfeindlichkeit und den Umgang damit.

Schon als Kind wird Tyrek von Polizisten ohne Anlass auf der Straße angehalten. Tyrek ist erst acht Jahre alt, aber er ist Schwarz, allein das macht ihn für die Polizisten zum Verdächtigen. Tyrek ist sich sicher, dass seinen weißen Freunden so etwas nie passieren würde. Auch in der Schule wird Tyrek gemobbt und rassistisch beschimpft. Als er sich wehrt, wird ihm vorgeworfen, die anderen "provoziert” zu haben. Seine Lehrer helfen ihm nicht, Tyrek fühlt sich sehr allein. Als er älter wird, beginnt Tyrek sich gegen Rassismus zu engagieren. Er will anderen Betroffenen Mut machen, sich zu wehren.


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Für den Religionsunterricht eignet sich der Film besonders für die Klassenstufen 7 bis 13. Er eröffnet einen lebensweltlichen Zugang zu Fragen nach Menschenwürde, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Anerkennung und gesellschaftlicher Verantwortung. Als Einstieg können Lernende eigene Erfahrungen mit Ausgrenzung, Vorurteilen oder Ungerechtigkeit reflektieren. Während der Filmsichtung bietet sich ein Beobachtungsauftrag an, bei dem die Lernenden Situationen identifizieren, in denen Tyrek diskriminiert wird und untersuchen, welche Gefühle und Folgen daraus entstehen. Anschließend können biblische Perspektiven auf die Gleichwertigkeit aller Menschen, etwa die Gottesebenbildlichkeit des Menschen oder das Gebot der Nächstenliebe, mit den Erfahrungen Tyreks in Beziehung gesetzt werden. Besonders gewinnbringend ist eine Diskussion über die Verantwortung von Einzelnen, Schulen und Gesellschaft gegenüber Betroffenen von Diskriminierung. Kreative Methoden wie Perspektivwechsel, Tagebucheinträge aus Sicht Tyreks, Standbilder, Rollenspiele oder die Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus fördern Empathie und Urteilskompetenz. Der Film eignet sich zudem hervorragend für fächerübergreifende Projekte mit Politik, Ethik oder Sozialkunde sowie für die Arbeit an Demokratiebildung und Menschenrechtsbildung. Durch die persönliche Geschichte werden abstrakte Begriffe wie Rassismus, Vorurteil und Diskriminierung konkret erfahrbar und regen zu einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und gesellschaftlichen Strukturen an.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Widerstehe den Anfängen: Wo werden heute Menschenrechte verletzt?

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

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