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Şenol YağdıÖsterreichisches Religionspädagogisches FORUM

Şenol Yağdı,

Österreichisches Religionspädagogisches FORUM

Integration durch interreligiöse Bildung.

Veröffentlichung:1.2.2018

Die Frage der Integration gehoert seit einigen Jahren zu den zentralen Themen oeffentlicher und politischer Diskussionen in Europa. Diese Thematik wird haeufig mit MuslimInnen in Verbindung gebracht. Der Beitrag untersucht aus religionspaedagogischer Sicht die Relevanz interreligioeser Bildung fuer Integration im pluralen Schulkontext. Interreligioese Bildung versteht sich als Versuch, einen gemeinsamen Unterricht von islamischen und christlichen SchuelerlnnenInnen zu gestalten, der alle Beteiligten als gleichwertig betrachtet und religioese Identitaet staerkt statt schwaecht.

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Senol Yagdi untersucht das Verhaeltnis von interreligioeser Bildung und Integration im Kontext der Migrationsgesellschaft. Ausgangspunkt ist die oeffentliche Debatte, in der Integration haeufig als Problem speziell muslimischer MigrantInnen konstruiert wird, deren Religion als integrationshemmend gilt. Yagdi kritisiert diese verstaendnislose Sichtweise und entwickelt ein inklusives Integrations-Verstaendnis, das nicht auf Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft abzielt, sondern alle Beteiligten als gleichwertig betrachtet. Schulklassen sind heute bunte Mosaike kultureller und religioeser Pluralitaet. Diese gesellschaftliche Realitaet stellt SchuelerlnnenInnen vor die Herausforderung, mit Gemeinsamkeiten und Differenzen anderer religioser Ueberzeugungen kompetent umgehen zu koennen. Interreligioese Bildung, so Yagdi, ist ein Versuch, einen gemeinsamen auf interreligioese Relation ausgerichteten Unterricht von islamischen und christlichen SchuelerlnnenInnen sowie ReligionslehrerInnen zu gestalten. Zentral ist die Frage, ob und inwiefern interreligioese Bildung und Integration in einer Wechselwirkung stehen. Der Autor argumentiert, dass ein respektvoller und verstaendnisvoller Umgang mit anderen religioesen Ueberzeugungen die eigene religioese Identitaet nicht schwaecht, sondern durch kritische Reflexion staerkt. Der Beitrag entwirft damit ein religionspaedagogisches Konzept, das Inklusion und Identitaet zusammendenkt.

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