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Ami · Die Farbe meiner Haut. Rassismus

Veröffentlichung:20.11.2021

Der Kurzfilm „Ami – Die Farbe meiner Haut“ aus der Reihe Die Farbe meiner Haut erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die aufgrund ihrer Hautfarbe immer wieder rassistische Diskriminierung erfährt. In eindrucksvollen animierten Sequenzen berichtet Ami von Erfahrungen mit Vorurteilen, Beleidigungen und strukturellem Rassismus in Schule und Gesellschaft. Besonders belastend sind für sie Situationen, in denen Erwachsene und Institutionen, von denen sie Schutz und Unterstützung erwartet, ihre Erfahrungen nicht ernst nehmen. Der Film macht deutlich, wie rassistische Äußerungen und Handlungen das Vertrauen in Mitmenschen und gesellschaftliche Einrichtungen erschüttern können. Gleichzeitig zeigt er die emotionalen Folgen von Ausgrenzung, Ohnmacht und fehlender Anerkennung. Durch die persönliche Erzählweise erhalten die Zuschauenden einen unmittelbaren Einblick in die Lebenswelt einer Betroffenen und werden für die oftmals unsichtbaren Formen des Alltagsrassismus sensibilisiert.

Dieses Video gehört zu einer Reihe von sechs Videos mit dem Titel "Die Farbe meiner Haut" mit unterschiedlichen biografischen Beispielen für Rassismus und alltägliche Fremdenfeindlichkeit und den Umgang damit.

Ami ist Muslima. In ihrer Familie bekommt sie großen Rückhalt, aber in der Schule und auf der Straße wird sie mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert. Im Alter von 13 Jahren wird sie von Polizisten verdächtigt, Drogen zu besitzen und muss eine brutale Leibesvisitation über sich ergehen lassen. Das Erlebnis traumatisiert sie. Auch die Schule ist für Ami kein sicherer Ort. Als ein Lehrer Ami und Mitschülerinnen rassistisch beschimpft, verweigert ihr der Vertrauenslehrer die Unterstützung. Auch die Klassenkamerad*innen helfen ihr nicht. Ami flüchtet sich in aggressives Verhalten gegen sich selbst und gegen andere. Sie durchlebt eine schwere Zeit, bis sie beschließt, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.


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Für den Religionsunterricht eignet sich der Film besonders für die Klassenstufen 8 bis 10 sowie für den Einsatz in den Themenfeldern Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung, Identität, Menschenrechte und christliche Nächstenliebe. Methodisch bietet sich zunächst eine Annäherung über die Frage an, welche Erwartungen Menschen an Schule, Polizei oder andere gesellschaftliche Institutionen haben. Nach der Filmsichtung können die Lernenden die Situationen analysieren, in denen Ami Unterstützung sucht und diese nicht erhält. Dabei eröffnet sich die Möglichkeit, über Vertrauen, Fairness und Verantwortung zu diskutieren. Besonders gewinnbringend sind Rollenspiele, in denen die Lernenden alternative Handlungsmöglichkeiten entwickeln und erproben. Sie können beispielsweise die Gesprächssituation mit dem Betreuungslehrer nachstellen und überlegen, wie Erwachsene angemessen reagieren sollten. Auch Perspektivwechsel durch innere Monologe, Tagebucheinträge oder Standbilder fördern die Empathiefähigkeit. Im Religionsunterricht lassen sich die Erfahrungen Amis mit zentralen biblischen Aussagen verbinden. Die Gottesebenbildlichkeit aller Menschen aus Genesis 1,27, die Gleichheit aller Menschen in Christus nach Galater 3,26 bis 29 oder das Gebot der Nächstenliebe bieten wichtige Grundlagen für die ethische Reflexion. Darüber hinaus können die Lernenden untersuchen, wie Vorurteile entstehen, welche Folgen Diskriminierung für Betroffene hat und welche Verantwortung jede Person für ein respektvolles Zusammenleben trägt. Der Film eignet sich zudem hervorragend als Ausgangspunkt für Projekte gegen Rassismus, für die Entwicklung von Klassenregeln gegen Diskriminierung oder für Diskussionen über Zivilcourage und demokratische Werte. Auf diese Weise werden nicht nur Wissen und Urteilsfähigkeit gefördert, sondern auch Empathie, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich aktiv für Menschenwürde und Gerechtigkeit einzusetzen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Widerstehe den Anfängen: Wo werden heute Menschenrechte verletzt?

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