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Albert Ludwigs Universität Freiburg

Albert Ludwigs Universität Freiburg

Autokephalie und Einheit. Die Ekklesiologie der Orthodoxen Kirche(n)

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtsstunde "Autokephalie und Einheit" mit 34 Seiten bietet eine Übersicht über die Wirkung des Nationalismus bei der Spaltung der orthodoxen Kirche. Eine umfassende detaillierte Zeitleiste mit Kartenmaterialien in projizierbaren Folien ist in der PDF enthalten. Dabei zeigt sich die Vielfältigkeit der orthodoxen Kirche und auch interne Konflikte werden erarbeitet. Über Vorsynodale Panorthodoxe Konferenzen wie auf Kreta in 2016 wird versucht, eine Einheit der orthodoxen Kirche zu konstituieren. Der Nationalismus der Landeskirchen steht diesen Versuch jedoch seit Jahrhunderten im Weg. Der Zeitfokus reicht vom Konzil von Ephesus bis zu den aktuellen Fragen nach den nationalen orthodoxen Kirchen in Mazedonien, der Ukraine und Estland. Ein Fokus liegt auf der Unterstützung der nationalen Befreiungsbewegung der orthodoxen Kirchen in Griechenland und dem Balkan gegenüber dem osmanischen Reich.

Die Präsentation „Autokephalie und Einheit. Die Ekklesiologie der Orthodoxen Kirche(n)“ von Stefanos Athanasiou bietet einen fundierten Überblick über die Entstehung, Struktur und das Selbstverständnis der orthodoxen Kirchen. Ausgehend von den historischen Entwicklungen der Alten Kirche werden die assyrischen Kirchen, die orientalisch-orthodoxen Kirchen sowie die byzantinisch-orthodoxen Kirchen vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Prinzip der Autokephalie, also der Selbstständigkeit einzelner orthodoxer Ortskirchen, sowie auf dem Spannungsverhältnis zwischen kirchlicher Einheit und nationaler Identität. Die Präsentation erläutert die historische Entwicklung der Patriarchate, die Bedeutung der Synodalität, die Herausforderungen der orthodoxen Diaspora sowie aktuelle Konfliktfelder wie die Ukraine-Frage, die Rolle des Nationalismus und die Suche nach einer gemeinsamen orthodoxen Identität. Damit vermittelt das Medium grundlegende Einblicke in die Vielfalt der Ostkirchen und in zentrale ekklesiologische Fragestellungen der Gegenwart.

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Anhand der Materialien kann in Gruppenarbeit je eine Nationalkirche über Geschichte, Aufbau, zentrales Heiligtum, Leitung etc. erarbeitet und präsentiert werden. Dann können im Plenum Vergleiche und Konfliktlinien zwischen den Kirchen ermittelt werden. Es wäre auch möglich, den Transfer zu Nationalkirchen im Katholizismus oder Protestantismus vorzunehmen. Auch dort spalteten sich immer wieder Kirchen von zentralen Autoritäten ab: z. B. die Kirche der österreichischen Doppelmonarchie oder die anglikanische Kirche Großbritanniens.

Für den Religionsunterricht eignet sich die Präsentation insbesondere für Unterrichtseinheiten zur Kirchen- und Konfessionskunde, zur Ökumene sowie zur Frage nach Einheit und Vielfalt im Christentum. Die zahlreichen historischen Karten, Schaubilder und Übersichten ermöglichen einen anschaulichen Zugang zu komplexen kirchengeschichtlichen Entwicklungen. Lernende können zunächst die verschiedenen Traditionen der Ostkirchen erarbeiten und deren Unterschiede zur römisch-katholischen und evangelischen Kirche herausarbeiten. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit dem orthodoxen Verständnis von Kirche, das sich stärker an der Gemeinschaft selbstständiger Ortskirchen orientiert als an einer zentralen Leitungsinstanz. Die Darstellung des Spannungsverhältnisses zwischen kirchlicher Universalität und nationaler Identität eröffnet zudem vielfältige Anknüpfungspunkte für aktuelle gesellschaftliche und politische Fragestellungen. Im Unterricht können Gruppenarbeiten zu einzelnen orthodoxen Kirchen, die Analyse historischer Entwicklungen oder Diskussionen über die Bedeutung von Nationalismus und religiöser Identität durchgeführt werden. Ebenso bietet sich ein Vergleich zwischen orthodoxem Synodalitätsverständnis und katholischem Papstamt an. Für die gymnasiale Oberstufe eignet sich das Medium besonders zur Vertiefung ökumenischer Fragestellungen sowie zur Reflexion über die Bedeutung von Kirche in kulturellen und politischen Kontexten. Die Präsentation fördert historisches Lernen, konfessionelle Kompetenz, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, unterschiedliche kirchliche Selbstverständnisse kritisch zu reflektieren.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 4. Zukunft und Aufgaben der Religionen.

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