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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Vom Unglück, ein Fall unter Fällen zu sein.

Zur Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung (Rudolf Taschner)

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Vom Unglück einfall unter Fällen zu sein", thematisiert über die Begriffe Wahrscheinlichkeit und Schicksal auch den Gottesbegriff. Gibt es Gott oder ist der Mensch vom Schicksal oder der Statistik abhängig?

Das Materialblatt „Vom Unglück, ein Fall unter Fällen zu sein“ von Rudolf Taschner setzt sich mit den Themen Zufall, Wahrscheinlichkeit und Menschenbild auseinander. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Menschen mit Unsicherheit und Schicksal umgehen und welche Bedeutung Wahrscheinlichkeitsrechnung für das Verständnis des Lebens besitzt. Der Text verbindet mathematische Beispiele mit philosophischen und religiösen Überlegungen. Dabei werden biblische Bezüge zum Losentscheid ebenso aufgegriffen wie moderne Beispiele aus Medizin, Glücksspiel und Statistik. Taschner zeigt, dass Wahrscheinlichkeiten zwar typische Abläufe beschreiben können, der einzelne Mensch sich jedoch nicht als bloßer „Fall unter Fällen“ verstehen möchte. Dadurch eröffnet das Medium eine spannende Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Wissenschaft, Zufall, Freiheit und Gottesvorstellung.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für fächerverbindende Unterrichtseinheiten mit Mathematik oder Philosophie. Inhaltlich bietet der Text zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Diskussion über Menschenwürde, Individualität und die Frage nach göttlicher Vorsehung. Methodisch kann der Text zunächst arbeitsteilig erschlossen werden, indem Lernende zentrale Aussagen markieren und in eigenen Worten zusammenfassen. Anschließend bietet sich eine Diskussion über die Bedeutung von Wahrscheinlichkeit im persönlichen Leben an. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit biblischen Textstellen zum Losentscheid, wodurch religiöse Vorstellungen von Führung und Zufall reflektiert werden können. Ebenso kann die berühmte „Monty Hall“ Problematik aus dem Text als motivierender Einstieg genutzt werden, um Denkgewohnheiten und intuitive Fehlurteile sichtbar zu machen. Für vertiefende Lernprozesse eignen sich Schreibaufträge wie ein Essay zur Frage „Wer will schon typisch sein?“ oder eine Reflexion über die Erfahrung von Unsicherheit im eigenen Leben. Der Text fördert analytisches Denken, ethische Urteilsbildung und die Fähigkeit, naturwissenschaftliche und religiöse Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen. Durch seine lebensnahen Beispiele regt das Medium Lernende dazu an, über Freiheit, Schicksal und die Einzigartigkeit des Menschen nachzudenken.

In einem ersten Schritt wird ein biblischer Bezug hergestellt zum Schicksal des Menschen. Dazu werden vier Bibelstellen herangezogen. Diese sind nicht im Material enthalten. In einem zweiten Schritt wird die Argumentation des Sachtextes erfasst. In einem dritten Schritt entsteht ein Essay zu Individualität und dem Wunsch, selbstgesteuert zu sein. In einem letzten Schritt wird über Webrecherche das Verhältnis von Zufall und göttlichem Willen in der Arbeit von Pierre Simon Laplace untersucht.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Q2.4 Theodizeefrage – ist der Glaube an einen allmächtigen und gütigen Gott (noch) möglich?.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Was den Glauben an Gott in Frage stellt: Naturalismus Theodizee

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