Der erste Schritt leitet zur Auswahl von Reizthemen aus dem Interview und der Reflexion der eigenen Perspektive an. Abschließend wird der Unterschied zwischen formalem und gelebtem Christentum diskutiert und aus den Ansichten Drewermans belegt. Unter den Themen sind der Wunderglaube, das Abendmahl, Verhütung, Zölibat und die Frauenordination,
Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe in den Themenfeldern Kirche, Jesus Christus, Bibelauslegung, Religionskritik und Glaube in der Moderne. Aufgrund der anspruchsvollen Inhalte empfiehlt sich eine schrittweise und strukturierte Erarbeitung einzelner Themenbereiche. Methodisch bietet sich zunächst eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, bei der unterschiedliche Schwerpunkte wie Wunder, Auferstehung, Sakramente, Priestertum oder Kirchenverständnis bearbeitet werden. Die Lernenden können zentrale Aussagen Drewermanns zusammenfassen, mit kirchlichen Positionen vergleichen und anschließend diskutieren. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit theologischen Grundfragen wie der Bedeutung religiöser Symbole, dem Verhältnis von Wissenschaft und Glauben oder der Rolle von Kirche in der Gegenwart. Ebenso sinnvoll sind Debattenformate oder Podiumsdiskussionen, in denen unterschiedliche Positionen vertreten werden. Das Material eignet sich hervorragend zur Förderung von Urteilskompetenz, da die Lernenden lernen, zwischen historischer Forschung, persönlichem Glauben und kirchlicher Lehre zu unterscheiden. Durch die kontroversen Aussagen eröffnet das Medium zahlreiche Möglichkeiten zur Reflexion über religiöse Autorität, individuelle Glaubenswege und Reformen innerhalb der Kirche. Darüber hinaus kann das Interview genutzt werden, um die historisch kritische Methode der Bibelauslegung kennenzulernen und ihre Bedeutung für den heutigen Glauben zu diskutieren. Die anspruchsvolle Sprache und die existenziellen Fragestellungen fördern analytisches Denken sowie die Fähigkeit, komplexe religiöse Positionen differenziert zu beurteilen. Besonders geeignet ist das Medium für reflektierende Unterrichtsgespräche und schriftliche Stellungnahmen zu aktuellen kirchlichen und gesellschaftlichen Themen.