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Friedrich-Ebert-Stiftung

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Integration – wie geht das?

Veröffentlichung:30.8.2017

Gelingende Integration bedeutet weder multikulturalistische Beliebigkeit noch sich unterwerfende Assimilation, sondern Integration von Zugewanderten ist Arbeit und vollzieht sich in Phasen. Und sie gelingt ... Tag für Tag ... ein bisschen mehr.

Das vorliegende Video in Form eines Vortrags von Jochen Häußermann thematisiert grundlegende Aspekte von Integration in einer Gesellschaft. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Engagement in der Flüchtlingsarbeit wird Integration als ein vielschichtiger Prozess beschrieben, der sowohl strukturelle als auch zwischenmenschliche Dimensionen umfasst. Dabei wird zwischen Systemintegration und sozialer Integration unterschieden. Während Systemintegration gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Institutionen und Teilhabechancen beschreibt, richtet sich soziale Integration auf konkrete Beziehungen, Sprache, Interaktion und Identifikation. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Sprache als Schlüssel zur Teilhabe sowie die Rolle von persönlichen Begegnungen und gegenseitiger Offenheit. Integration erscheint im Vortrag als wechselseitiger Prozess, der Engagement von allen Beteiligten erfordert und langfristig angelegt ist.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Verantwortung, Nächstenliebe und dem Zusammenleben in Vielfalt. Ein geeigneter Einstieg kann über die Frage erfolgen, was Integration im Alltag der Lernenden bedeutet und welche Erfahrungen sie selbst mit Zugehörigkeit oder Ausgrenzung gemacht haben. Anschließend kann der Vortrag in Abschnitten erschlossen werden, wobei zentrale Begriffe wie Sprache, Teilhabe, Gemeinschaft und Identität gemeinsam geklärt werden. Methoden wie Gruppenarbeit oder Partnerarbeit ermöglichen es Lernenden, die unterschiedlichen Dimensionen von Integration eigenständig zu erarbeiten und zu reflektieren. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung zu religiösen Inhalten, etwa durch biblische Texte zur Nächstenliebe oder zur Aufnahme von Fremden, wodurch ethische Perspektiven vertieft werden können. Diskussionsphasen bieten Raum, um Chancen und Herausforderungen von Integration kritisch zu beleuchten und Bezüge zur eigenen Lebenswelt herzustellen. Kreative Methoden wie Rollenspiel oder Standbild können genutzt werden, um Begegnungssituationen darzustellen und Empathie zu fördern. Eine handlungsorientierte Vertiefung kann darin bestehen, dass Lernenden eigene Ideen für gelingende Integration im schulischen oder lokalen Umfeld entwickeln. Differenzierung kann durch variierende Aufgabenstellungen und Zugänge erfolgen. Ziel ist es, Lernenden zu einer reflektierten Haltung gegenüber Vielfalt und zu verantwortlichem Handeln im Sinne von Respekt und Solidarität zu befähigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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