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Planet Schule

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Eifersucht? Kenn ich! Mission: Cool bleiben · 19 | Unterricht

Veröffentlichung:1.1.2026

Das Unterrichtsmaterial zur Podcastfolge „Eifersucht? Kenn ich! Mission: Cool bleiben“ aus der Reihe „Mission magisches Tagebuch“ von Planet Schule beschäftigt sich mit dem Gefühl der Eifersucht und seinen Auswirkungen auf Freundschaften, Vertrauen und das eigene Selbstwertgefühl. Im Mittelpunkt steht Ava, die sich von ihrer besten Freundin Zoe vernachlässigt fühlt und deshalb mit Eifersucht, Unsicherheit und Enttäuschung zu kämpfen hat. Mithilfe des magischen Tagebuchs und der Unterstützung des Clubs erkennt sie, dass Eifersucht kein Beweis für Freundschaft ist und dass Vertrauen, offene Kommunikation und Selbstvertrauen wichtige Grundlagen gelingender Beziehungen bilden. Die begleitenden Unterrichtsmaterialien ermöglichen eine altersgerechte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Gefühlen und zeigen Möglichkeiten auf, Eifersucht zu erkennen, zu verstehen und konstruktiv mit ihr umzugehen. Zwei Arbeitsblätter, Gefühlskarten, kreative Gestaltungsaufgaben und verschiedene Reflexionsübungen unterstützen die Beschäftigung mit dem Thema. Das Material richtet sich an Lernende der Klassenstufen 3 bis 5 und ist für etwa drei Unterrichtsstunden konzipiert.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule und der Orientierungsstufe, da es grundlegende Fragen nach Freundschaft, Vertrauen, Selbstannahme, zwischenmenschlichen Beziehungen, Wertschätzung und dem Umgang mit schwierigen Gefühlen aufgreift. Eifersucht gehört zu den emotionalen Erfahrungen, die bereits im Kindesalter eine wichtige Rolle spielen und sowohl in Freundschaften als auch innerhalb der Familie oder der Klassengemeinschaft auftreten können. Die Auseinandersetzung mit diesem Gefühl bietet den Lernenden die Möglichkeit, eigene emotionale Reaktionen besser zu verstehen, die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Konflikten zu entwickeln. Aus religionspädagogischer Perspektive lässt sich das Thema mit der christlichen Vorstellung verbinden, dass jeder Mensch von Gott angenommen, geliebt und mit einer unverwechselbaren Würde ausgestattet ist. Die biblische Aussage, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen wurde, in Genesis 1,27 sowie das Gebot der Nächstenliebe in Markus 12,31 bieten hierfür zentrale theologische Anknüpfungspunkte. Besonders die Verbindung von Nächstenliebe und Selbstliebe ermöglicht eine vertiefte Beschäftigung mit der Frage, wie ein gesundes Selbstwertgefühl zu gelingenden Beziehungen beitragen kann.

Methodisch empfiehlt sich ein lebensweltorientierter Einstieg, bei dem die Lernenden zunächst unterschiedliche Gefühle wahrnehmen und benennen. Hierfür eignen sich die im Material enthaltenen Gefühlskarten mit Emojis und entsprechenden Gefühlsbegriffen. Die Lernenden ordnen den dargestellten Gesichtsausdrücken verschiedene Emotionen zu und überlegen gemeinsam, in welchen Situationen Freude, Traurigkeit, Angst, Wut, Unsicherheit oder Eifersucht entstehen können. Dabei sollte deutlich werden, dass Gefühle grundsätzlich zum menschlichen Leben gehören und zunächst weder als richtig noch als falsch bewertet werden müssen. Entscheidend ist vielmehr, wie Menschen mit ihren Gefühlen umgehen und welche Auswirkungen ihr Verhalten auf andere hat. Anschließend wird der Podcast bis etwa Minute 13:12 angehört. Mithilfe des ersten Arbeitsblattes „Woher kommt Eifersucht?“ setzen sich die Lernenden mit Avas Situation auseinander und untersuchen, welche Gedanken und Gefühle ihre Reaktionen beeinflussen. Leitfragen wie „Warum ist Ava eifersüchtig?“, „Was hat sie befürchtet?“, „Wie fühlt es sich an, wenn eine wichtige Freundschaft bedroht erscheint?“ oder „Was könnte Ava helfen?“ regen zur Perspektivübernahme und zum Nachdenken über eigene Handlungsmöglichkeiten an.

In einer anschließenden Erarbeitungsphase können die Lernenden mithilfe einer Gefühlsskala unterschiedliche Alltagssituationen beurteilen. Dazu werden Gefühlskarten im Klassenraum ausgelegt, denen sich die Lernenden entsprechend ihrer emotionalen Einschätzung zuordnen. Die Situationen können beispielsweise Erfahrungen mit Geschwistern, Freundschaften, schulischen Leistungen oder der Aufmerksamkeit anderer Menschen betreffen. Im gemeinsamen Gespräch wird herausgearbeitet, dass Eifersucht häufig mit der Angst verbunden ist, eine wichtige Beziehung, Anerkennung oder Zuwendung zu verlieren. Zugleich lernen die Lernenden, Eifersucht von Neid, Enttäuschung, Wut und Traurigkeit zu unterscheiden. Diese Differenzierung fördert die emotionale Sprachfähigkeit und unterstützt die Entwicklung eines bewussten Umgangs mit eigenen Empfindungen. Im Religionsunterricht kann die Frage ergänzt werden, warum Menschen sich häufig mit anderen vergleichen und weshalb es wichtig ist, den eigenen Wert nicht ausschließlich von der Anerkennung anderer abhängig zu machen.

Eine besondere religionsdidaktische Vertiefung bietet die biblische Erzählung von Kain und Abel in Genesis 4,1 bis 16. Die Geschichte verdeutlicht, wie das Gefühl der Zurücksetzung und der Vergleich mit einem anderen Menschen zu Neid, Eifersucht und schließlich zu zerstörerischem Verhalten führen können. Die Lernenden können untersuchen, welche Gefühle Kain erlebt, warum er sich benachteiligt fühlt und welche Möglichkeiten er gehabt hätte, anders mit seiner Enttäuschung umzugehen. Dabei ist eine altersgerechte und sensible Behandlung der Gewaltdarstellung erforderlich. Die Erzählung eröffnet die Möglichkeit, zwischen dem Erleben eines Gefühls und der Verantwortung für das eigene Handeln zu unterscheiden. Auch die Geschichte von Josef und seinen Brüdern in Genesis 37 eignet sich zur Vertiefung, da sie zeigt, wie Bevorzugung, Eifersucht und mangelnde Anerkennung familiäre Beziehungen belasten können. Die Lernenden können Parallelen zu Avas Situation erkennen und darüber nachdenken, welche Bedeutung gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und Versöhnungsbereitschaft für das Zusammenleben besitzen.

Im weiteren Unterrichtsverlauf wird der Podcast bis etwa Minute 15:45 fortgesetzt. Anschließend bearbeiten die Lernenden in Partnerarbeit das zweite Arbeitsblatt „Eifersuchtsuhr“. Die vier Phasen der Gefühlsuhr unterstützen sie dabei, eigene Gedanken, Gefühle und Reaktionsmöglichkeiten zu ordnen. Die Lernenden überlegen, wie Eifersucht entsteht, welche körperlichen und emotionalen Anzeichen sie begleiten können und welche Verhaltensweisen helfen, angemessen auf belastende Situationen zu reagieren. Dabei können sie konkrete Strategien entwickeln, beispielsweise zunächst innezuhalten, Gefühle in Worte zu fassen, Missverständnisse anzusprechen, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen oder sich bewusst auf eigene Stärken zu besinnen. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam reflektiert. Aus christlicher Perspektive kann diese Auseinandersetzung durch die Frage ergänzt werden, was es bedeutet, mit sich selbst und anderen geduldig, verständnisvoll und barmherzig umzugehen. Die Aussagen des Paulus über die Liebe in 1 Korinther 13,4 bis 7 bieten hierfür einen geeigneten Gesprächsanlass, insbesondere die Gedanken, dass Liebe nicht neidisch ist, nicht auf dem eigenen Vorteil besteht und Vertrauen ermöglicht.

Für die Vertiefungsphase bietet sich die kreative Methode an, gemeinsam eine Sammlung hilfreicher Strategien gegen Eifersucht zu erstellen. Die Lernenden notieren auf Karteikarten persönliche Ratschläge, die anschließend an einer Pinnwand gesammelt und besprochen werden. Daraus kann ein gemeinsames Plakat mit dem Titel „Was hilft, wenn ich eifersüchtig bin?“ entstehen. Anschließend wird der Podcast bis zum Ende angehört und gemeinsam überlegt, welche Unterstützung Ava durch den Club des magischen Tagebuchs erhält. Die Lernenden können die vorgeschlagenen Strategien mit ihren eigenen Ideen vergleichen und beurteilen, welche Verhaltensweisen geeignet sind, Freundschaften zu stärken und Konflikte friedlich zu lösen. Ergänzend können kurze Rollenspiele durchgeführt werden, in denen typische Konfliktsituationen aus dem schulischen Alltag dargestellt werden. Dabei üben die Lernenden, eigene Bedürfnisse auszudrücken, aufmerksam zuzuhören, respektvoll miteinander zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden. Besonders hilfreich ist die Verwendung von Ichbotschaften, da diese ermöglichen, eigene Gefühle mitzuteilen, ohne anderen unmittelbar Vorwürfe zu machen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Religionsunterrichts kann auf der Stärkung des Selbstwertgefühls und der Erfahrung bedingungsloser Annahme liegen. Hierzu eignet sich die im Material vorgeschlagene Übung der „warmen Eigenschaftendusche“, bei der die Lernenden positive Eigenschaften ihrer Mitlernenden benennen. Die Methode macht deutlich, dass jeder Mensch besondere Fähigkeiten, Stärken und liebenswerte Eigenschaften besitzt. Sie kann mit Psalm 139,14 verbunden werden, in dem der Mensch seine wunderbare Erschaffung zum Ausdruck bringt. Die Lernenden können darüber nachdenken, was sie einzigartig macht und weshalb sie wertvoll sind, auch wenn andere Menschen manchmal mehr Aufmerksamkeit, Anerkennung oder Erfolg erhalten. Wichtig ist dabei, dass die Übung in einer wertschätzenden Atmosphäre stattfindet und alle Lernenden positive Rückmeldungen erhalten. Die Lehrkraft sollte darauf achten, dass keine Vergleiche oder Bewertungen entstehen, die bestehende Unsicherheiten verstärken könnten.

Besondere Sensibilität ist erforderlich, da Eifersucht häufig mit persönlichen Verletzungen, Verlustängsten und Unsicherheiten verbunden ist. Lernende sollten deshalb nicht verpflichtet werden, eigene Erfahrungen öffentlich mitzuteilen. Stattdessen können die Figuren des Podcasts und frei erfundene Alltagssituationen als geschützter Gesprächsanlass dienen. Die Lehrkraft sollte vermitteln, dass Eifersucht ein menschliches Gefühl ist, das nicht beschämt oder grundsätzlich verurteilt werden muss. Zugleich sollte deutlich werden, dass verletzendes, kontrollierendes oder ausgrenzendes Verhalten keine angemessene Reaktion auf dieses Gefühl darstellt. Ziel ist es, die Lernenden zu einem verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit sich selbst und anderen zu befähigen.

Zur Ergebnissicherung können die Lernenden einen persönlichen Mutmachbrief an Ava verfassen, ein eigenes Gefühletagebuch gestalten oder gemeinsam Regeln für vertrauensvolle Freundschaften formulieren. Auch eine freiwillige Dankbarkeitsübung, bei der positive Erlebnisse, persönliche Stärken und wertvolle Beziehungen festgehalten werden, eignet sich zur nachhaltigen Vertiefung. Im Religionsunterricht kann diese Übung mit einem kurzen Gebet oder einem Dankesritual verbunden werden, in dem die Lernenden über Menschen und Erfahrungen nachdenken, die ihnen Halt und Zuversicht schenken. Das Medium unterstützt somit die Entwicklung emotionaler, sozialer und religiöser Kompetenzen. Es eröffnet den Lernenden die Möglichkeit, eigene Gefühle besser zu verstehen, das Selbstwertgefühl zu stärken und christliche Werte wie Nächstenliebe, Vertrauen, Wertschätzung, Versöhnung und gegenseitige Achtung mit konkreten Erfahrungen ihres Alltags zu verbinden.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Planet Schule

21.10.2026

Umfang: Anregung

Schulbereich: Primarstufe + weitere

Hessen

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Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

G6.1 Mein Recht und das Recht der anderen. Gerechtigkeit und die neue Gerechtigkeit Jesu.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.1 Entscheidungen treffen: Gut und Böse.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Erfahrungen von Schuld und Sünde – Entscheidungssituationen

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