RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Fachverband Ethik Baden Württemberg

Fachverband Ethik Baden Württemberg

Überfordert mich!

Veröffentlichung:1.1.2011

Das Medium „Überfordert mich!“, erschienen am 28. Juni 2011 in der Süddeutschen Zeitung, thematisiert die zunehmende Personalisierung von Informationen im Internet und deren mögliche Auswirkungen auf Öffentlichkeit, Meinungsbildung und Demokratie. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Bedeutung einer Nachricht im digitalen Raum zunehmend danach bestimmt wird, was einzelne Nutzende interessiert, anklicken oder kommentieren. Am Beispiel von Facebook wird erläutert, wie Algorithmen aus vergangenen Reaktionen ableiten, welche Beiträge künftig besonders sichtbar oder möglicherweise gar nicht mehr angezeigt werden. Auch Suchmaschinen personalisieren ihre Ergebnisse anhand verschiedener Informationen über die suchende Person. Der Text greift dabei Gedanken von Eli Pariser auf und macht deutlich, dass verschiedene Menschen bei derselben Suchanfrage unterschiedliche Informationen erhalten können. Damit stellt das Medium die Frage, welche Folgen es für die individuelle Wahrnehmung der Welt und für demokratische Öffentlichkeit hat, wenn Algorithmen zunehmend darüber mitentscheiden, welche Informationen Menschen wahrnehmen.



Products

Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders für die Auseinandersetzung mit Wahrheit, Wirklichkeit, Freiheit, Verantwortung, Gewissen, Menschenbild, Medienethik und demokratischer Meinungsbildung. Der Text besitzt eine hohe lebensweltliche Relevanz, da Lernende Informationen selbstverständlich über Suchmaschinen, soziale Medien und andere digitale Angebote erhalten. Als Einstieg kann die Frage gestellt werden, ob zwei Menschen bei derselben Suche im Internet immer dieselben Informationen sehen. Anschließend können Vermutungen gesammelt werden, welche Faktoren beeinflussen könnten, welche Inhalte angezeigt werden. Persönliche Daten der Lernenden müssen dabei nicht offengelegt werden. Entscheidend ist zunächst die Erkenntnis, dass digitale Informationsangebote nicht zwangsläufig für alle Menschen identisch sind.

Bei der Texterschließung können die Lernenden zunächst herausarbeiten, wie der Begriff Relevanz im Medium verwendet wird. Dabei sollte zwischen gesellschaftlicher Relevanz und persönlicher Relevanz unterschieden werden. Gesellschaftliche Relevanz bezeichnet Informationen, die für das Zusammenleben vieler Menschen von Bedeutung sind, während persönliche Relevanz stärker von individuellen Interessen bestimmt wird. Das im Text verwendete Beispiel eines sterbenden Eichhörnchens und sterbender Menschen in Afrika kann diese Spannung verdeutlichen. Im Unterricht sollte jedoch nicht vorschnell festgelegt werden, welche Interessen legitim oder illegitim sind. Vielmehr können die Lernenden untersuchen, welche Folgen entstehen, wenn persönliche Aufmerksamkeit zum entscheidenden Maßstab dafür wird, welche Informationen Menschen erhalten.

Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Analyse des Mediums an. Eine Gruppe untersucht die Aussagen über soziale Netzwerke, eine weitere die Aussagen über Suchmaschinen und eine weitere die möglichen gesellschaftlichen Konsequenzen. Die Ergebnisse können anschließend in einem gemeinsamen Schaubild zusammengeführt werden. Dabei kann eine Wirkungskette entstehen: Nutzungsverhalten erzeugt Daten / Daten werden ausgewertet / Algorithmen wählen Inhalte aus / ausgewählte Inhalte beeinflussen Wahrnehmung / Wahrnehmung beeinflusst Meinungsbildung. Auf diese Weise erkennen die Lernenden, dass zwischen ihrem eigenen Medienverhalten und der Auswahl zukünftiger Informationen ein Zusammenhang bestehen kann.

Religionspädagogisch bietet das Medium einen geeigneten Ausgangspunkt für die Frage nach Wahrheit und Wirklichkeit. Die Lernenden können untersuchen, ob Menschen dieselbe Wirklichkeit unterschiedlich wahrnehmen und welche Bedeutung dies für die Suche nach Wahrheit besitzt. Dabei lässt sich zwischen persönlicher Wahrnehmung, überprüfbaren Tatsachen, Meinungen und religiösen Wahrheitsansprüchen unterscheiden. Besonders produktiv ist die Frage, ob Menschen eine Verantwortung dafür besitzen, auch solche Informationen wahrzunehmen, die den eigenen Interessen, Einstellungen und Überzeugungen widersprechen. Damit kann der Text mit der Bereitschaft zum Perspektivwechsel und zur Auseinandersetzung mit anderen Positionen verbunden werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis von Freiheit und Beeinflussung. Personalisierte Angebote können zunächst als Ausdruck von Freiheit erscheinen, weil Menschen bevorzugt Informationen erhalten, die ihren Interessen entsprechen. Gleichzeitig kann diese Auswahl die Freiheit begrenzen, wenn andere Perspektiven kaum noch sichtbar werden. Die Lernenden können deshalb diskutieren, ob Freiheit lediglich bedeutet, möglichst genau das zu erhalten, was den eigenen Interessen entspricht, oder ob Freiheit auch voraussetzt, mit Neuem, Fremdem und Widersprüchlichem konfrontiert zu werden. Aus religionspädagogischer Perspektive lässt sich daran die Bedeutung des Gewissens anschließen. Verantwortliche Entscheidungen setzen voraus, dass Menschen Informationen prüfen, unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und sich ein begründetes eigenes Urteil bilden.

Das Medium eignet sich zudem für eine Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschenbild. Der Mensch kann als freies und verantwortliches Wesen betrachtet werden, das nicht lediglich Empfänger von Informationen ist, sondern Entscheidungen treffen, Informationen kritisch prüfen und Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen kann. Die Vorstellung der Gottesebenbildlichkeit kann dabei mit Freiheit und Verantwortung verbunden werden. Die Lernenden können fragen, ob algorithmische Systeme menschliche Selbstbestimmung unterstützen oder einschränken können. Dabei sollte keine grundsätzliche Ablehnung digitaler Technik vermittelt werden. Personalisierte Informationen können hilfreich sein, weil sie Orientierung in einer kaum überschaubaren Informationsmenge ermöglichen. Ethisch problematisch werden sie insbesondere dann, wenn Auswahlmechanismen undurchsichtig bleiben oder Menschen nicht mehr erkennen, dass sie nur einen Ausschnitt möglicher Informationen erhalten.

Methodisch bietet sich ein Gedankenexperiment an. Die Lernenden stellen sich zwei Personen vor, die sich über mehrere Wochen ausschließlich aus unterschiedlichen personalisierten Informationsquellen informieren. Anschließend kann untersucht werden, wie sich ihre Wahrnehmung eines gesellschaftlichen Problems unterscheiden könnte. Die Lernenden entwickeln daraus mögliche Konsequenzen für Gespräche, Konflikte und gesellschaftliche Verständigung. Besonders wichtig ist dabei die Einsicht, dass unterschiedliche Informationswelten nicht zwangsläufig bedeuten, dass jede Aussage gleichermaßen richtig ist. Informationen müssen weiterhin hinsichtlich ihrer Herkunft, Begründung und Überprüfbarkeit beurteilt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Entwicklung von Regeln für einen verantwortlichen Umgang mit personalisierten Informationen. Die Lernenden können beispielsweise Kriterien formulieren, nach denen unterschiedliche Informationsquellen genutzt, gegensätzliche Positionen berücksichtigt und Informationen überprüft werden sollten. Diese Regeln können anschließend mit christlich ethischen Vorstellungen wie Verantwortung, Wahrhaftigkeit, Freiheit, Nächstenliebe und Achtung anderer Menschen begründet werden. Dadurch wird Medienkompetenz mit religiöser und ethischer Urteilskompetenz verbunden.

Für eine abschließende Reflexion eignet sich die Leitfrage „Soll das Internet mir zeigen, was mich interessiert, oder auch das, was ich wissen sollte?“ Die Lernenden können dazu ein begründetes Urteil entwickeln und dabei zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung abwägen. Das Medium ermöglicht somit eine differenzierte Auseinandersetzung mit digitaler Meinungsbildung. Es fördert die Fähigkeit, Auswahlmechanismen digitaler Medien wahrzunehmen, deren Bedeutung für das eigene Weltbild zu reflektieren und Kriterien für einen selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Informationen zu entwickeln.


Klausurfragen für die Jahrgangsstufe 10

Aufgabe 1, Anforderungsbereich I, Operator „Zusammenfassen“

Fasse die zentralen Aussagen des Mediums über die Personalisierung von Informationen im Internet zusammen.

Musterantwort:

Das Medium beschreibt, dass Informationen im Internet zunehmend an die Interessen und das bisherige Verhalten einzelner Nutzender angepasst werden. Soziale Netzwerke analysieren beispielsweise, auf welche Beiträge eine Person reagiert. Aus diesen Informationen wird abgeleitet, welche Inhalte ihr künftig bevorzugt angezeigt werden. Beiträge, auf die eine Person bisher kaum reagiert hat, können dagegen weniger sichtbar werden.

Auch Suchmaschinen können unterschiedliche Informationen über die suchende Person berücksichtigen und ihre Ergebnisse entsprechend auswählen. Deshalb können verschiedene Menschen bei der Suche nach demselben Begriff unterschiedliche Ergebnisse erhalten. Der Text macht deutlich, dass sich dadurch die Bedeutung von Relevanz verändert. Nicht ausschließlich die gesellschaftliche Bedeutung einer Information entscheidet über ihre Sichtbarkeit, sondern zunehmend auch das persönliche Interesse der einzelnen Person. Daraus können Folgen für Öffentlichkeit und Meinungsbildung entstehen.


Aufgabe 2, Anforderungsbereich II, Operator „Erläutern“

Erläutere anhand des Mediums den Unterschied zwischen persönlicher und gesellschaftlicher Relevanz.

Musterantwort:

Persönliche Relevanz bezeichnet die Bedeutung, die eine Information für einen einzelnen Menschen aufgrund seiner Interessen, Beziehungen und bisherigen Erfahrungen besitzt. Im Medium wird dies durch das Beispiel verdeutlicht, dass ein Ereignis in der unmittelbaren Umgebung für eine Person interessanter sein kann als ein gesellschaftlich bedeutsames Ereignis in großer Entfernung.

Gesellschaftliche Relevanz bezieht sich dagegen auf die Bedeutung einer Information für eine größere Gemeinschaft oder die Öffentlichkeit. Dazu können beispielsweise Informationen gehören, die politische Entscheidungen, Menschenrechte oder gesellschaftliche Entwicklungen betreffen.

Das Medium zeigt, dass digitale Plattformen persönliche Relevanz besonders stark berücksichtigen können. Wenn das bisherige Verhalten eines Menschen darüber entscheidet, welche Informationen künftig sichtbar werden, besteht die Möglichkeit, dass gesellschaftlich wichtige Informationen weniger Aufmerksamkeit erhalten, weil sie nicht den bisherigen persönlichen Interessen entsprechen.

Aufgabe 3, Anforderungsbereich II, Operator „Analysieren“

Analysiere, wie nach Darstellung des Mediums aus dem Verhalten eines Nutzenden eine personalisierte Informationswelt entstehen kann.

Musterantwort:

Das Medium beschreibt einen Kreislauf zwischen dem Verhalten eines Menschen und der Auswahl zukünftiger Informationen. Zunächst reagiert eine Person auf bestimmte Inhalte. Sie klickt beispielsweise Beiträge an oder kommentiert diese. Dieses Verhalten erzeugt Daten.

Die Plattform wertet diese Daten aus und versucht daraus abzuleiten, welche Themen für die Person interessant sind. Anschließend werden ähnliche Inhalte bevorzugt angezeigt, während andere Inhalte weniger sichtbar werden können. Das neue Informationsangebot beeinflusst wiederum, welche Inhalte die Person wahrnimmt und auf welche sie reagieren kann.

Dadurch kann eine personalisierte Informationswelt entstehen. Der Mensch trifft zwar weiterhin eigene Entscheidungen, doch die Auswahl, aus der er entscheidet, wird bereits durch technische Systeme beeinflusst. Das Medium macht damit deutlich, dass Algorithmen nicht nur Informationen ordnen, sondern auch die Bedingungen beeinflussen können, unter denen Menschen Informationen wahrnehmen.


Aufgabe 4, Anforderungsbereich II, Operator „Vergleichen“

Vergleiche das im Medium erkennbare Verständnis von Freiheit mit einem christlichen Verständnis von Freiheit und Verantwortung.

Musterantwort:

Im Zusammenhang mit personalisierten Medien kann Freiheit zunächst bedeuten, dass ein Mensch Informationen erhält, die seinen persönlichen Interessen entsprechen. Die Auswahl wird an sein bisheriges Verhalten angepasst. Dadurch kann die Nutzung digitaler Angebote einfacher und angenehmer werden.

Ein christliches Verständnis von Freiheit kann darüber hinaus die Verantwortung des Menschen für seine Entscheidungen betonen. Freiheit bedeutet dann nicht ausschließlich, eigene Wünsche zu erfüllen. Sie ist mit der Aufgabe verbunden, Entscheidungen bewusst zu treffen und dabei auch die Auswirkungen auf andere Menschen zu berücksichtigen.

Beide Vorstellungen beziehen sich auf die Möglichkeit des Menschen, eigene Interessen und Entscheidungen zu verfolgen. Ein Unterschied liegt darin, dass personalisierte Systeme Freiheit vor allem durch Anpassung an bestehende Interessen unterstützen können, während christlich verstandene Freiheit auch die kritische Prüfung der eigenen Interessen und Verantwortung gegenüber anderen Menschen einschließt. Daraus folgt, dass verantwortliche Mediennutzung auch die Bereitschaft umfassen kann, Informationen wahrzunehmen, die nicht den eigenen Erwartungen entsprechen.


Aufgabe 5, Anforderungsbereich III, Operator „Beurteilen“

Beurteile aus christlich ethischer Perspektive die Aussage: „Ein Mensch ist nur dann wirklich frei informiert, wenn er auch mit Informationen konfrontiert wird, die seinen bisherigen Überzeugungen widersprechen.“

Musterantwort:

Die Aussage lässt sich aus christlich ethischer Perspektive weitgehend begründen. Freiheit bedeutet nicht nur, zwischen Angeboten wählen zu können. Eine verantwortliche Entscheidung setzt auch voraus, dass ein Mensch unterschiedliche Informationen kennt und diese kritisch prüfen kann.

Wenn digitale Systeme ausschließlich Inhalte anzeigen würden, die bereits vorhandene Ansichten bestätigen, könnte die Möglichkeit eingeschränkt werden, andere Perspektiven kennenzulernen. Der Mensch könnte dann den Eindruck gewinnen, seine persönliche Informationswelt bilde die gesamte Wirklichkeit ab.

Aus christlicher Perspektive kann Freiheit mit Verantwortung und Gewissen verbunden werden. Ein Mensch soll sich ein eigenes Urteil bilden und Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen. Dazu gehört die Bereitschaft, andere Perspektiven wahrzunehmen und die eigenen Überzeugungen kritisch zu prüfen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jede Position als gleichermaßen überzeugend gelten muss. Nach der Prüfung unterschiedlicher Argumente kann ein Mensch weiterhin zu einem begründeten eigenen Urteil gelangen.


Aufgabe 6, Anforderungsbereich III, Operator „Erörtern“

Erörtere die Frage: „Soll ein Algorithmus mir vor allem zeigen, was mich interessiert, oder auch das, was gesellschaftlich wichtig ist?“ Berücksichtige dabei Chancen und Risiken personalisierter Informationen sowie christlich ethische Kriterien.

Musterantwort:

Für eine Orientierung an persönlichen Interessen spricht zunächst die enorme Menge verfügbarer Informationen. Kein Mensch kann alle Nachrichten und Inhalte wahrnehmen. Eine Vorauswahl kann deshalb hilfreich sein. Personalisierte Angebote können dazu beitragen, schneller Informationen zu finden, die für den eigenen Alltag oder die eigenen Interessen bedeutsam sind.

Problematisch wird eine solche Auswahl, wenn persönliche Interessen zum nahezu einzigen Kriterium werden. Dann besteht die Möglichkeit, dass Menschen wichtige gesellschaftliche Themen kaum noch wahrnehmen. Unterschiedliche Personen könnten zunehmend verschiedene Ausschnitte der Wirklichkeit sehen. Dies kann Gespräche über gemeinsame gesellschaftliche Probleme erschweren.

Aus christlich ethischer Perspektive sind Freiheit und Verantwortung miteinander verbunden. Menschen dürfen eigene Interessen verfolgen, tragen aber zugleich Verantwortung für ihr Handeln gegenüber anderen Menschen und der Gesellschaft. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass Informationsangebote nicht ausschließlich bisherige Interessen bestätigen, sondern auch gesellschaftlich bedeutsame Themen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen.

Eine verantwortungsvolle Gestaltung sollte daher persönliche Interessen berücksichtigen, ohne Menschen vollständig in einer personalisierten Informationswelt einzuschließen. Ebenso wichtig sind Transparenz und die Möglichkeit, Auswahlmechanismen zu beeinflussen. Auf diese Weise können persönliche Freiheit, verantwortliche Meinungsbildung und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbunden werden.


Aufgabe 7, Anforderungsbereich III, Operator „Entwickeln“

Entwickle fünf begründete Regeln für einen selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit personalisierten Informationen im Internet.

Musterantwort:

Eine erste Regel lautet, unterschiedliche Informationsquellen zu verwenden. Dadurch kann verhindert werden, dass die eigene Wahrnehmung ausschließlich von einer einzigen Plattform bestimmt wird.

Eine zweite Regel besteht darin, auch Informationen und begründete Positionen wahrzunehmen, die der eigenen Meinung widersprechen. Dadurch können eigene Überzeugungen überprüft und andere Perspektiven verstanden werden.

Eine dritte Regel lautet, zwischen Tatsachen, Meinungen und persönlichen Bewertungen zu unterscheiden. Nicht jede häufig angezeigte oder oft geteilte Aussage ist deshalb automatisch richtig.

Eine vierte Regel besteht darin, die Auswahlmechanismen digitaler Plattformen kritisch zu reflektieren. Nutzende sollten sich bewusst machen, dass die angezeigten Inhalte nur einen Ausschnitt der verfügbaren Informationen darstellen können.

Eine fünfte Regel lautet, Verantwortung für die eigene Meinungsbildung zu übernehmen. Aus christlich ethischer Perspektive gehören Freiheit, Gewissen und Verantwortung zusammen. Menschen sollten Informationen deshalb prüfen, unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und erst anschließend ein begründetes Urteil entwickeln.

Diese Regeln ermöglichen einen Medienumgang, bei dem digitale Angebote als hilfreiche Informationsquellen genutzt werden, ohne die eigene Urteilsbildung vollständig technischen Auswahlmechanismen zu überlassen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.2 Anthropologie und Religion.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.