RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Bibelwerk Linz

Bibelwerk Linz

Jerusalem zur Zeit des Neuen Testaments

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Medium zeigt einen topografischen Stadtplan Jerusalems zur Zeit Jesu und verbindet geografische, archäologische und neutestamentliche Bezüge miteinander. Erkennbar sind verschiedene Bereiche der antiken Stadt wie die Oberstadt, die Vorstadt, die Unterstadt und das Tempelareal mit Tempel und königlicher Halle. Darüber hinaus sind bedeutende Orte wie die Burg Antonia, der Teich Bethesda, der Schiloach Teich, der Palast Herodes des Großen, das Haus des Kajaphas und der Abendmahlssaal eingezeichnet. Auch Golgota und das Grab Jesu werden entsprechend christlicher Tradition verortet. Außerhalb beziehungsweise am Rand der Stadt erscheinen der Garten Getsemani, der Ölberg, das Kidrontal, die Gihonquelle und verschiedene Gräberfelder. Stadtmauern, Tore, Wasseranlagen, Höhenlinien und Höhenangaben verdeutlichen die topografischen Besonderheiten Jerusalems. Das Medium ermöglicht damit eine räumliche Orientierung innerhalb der neutestamentlichen Jerusalemüberlieferungen und veranschaulicht zugleich die Bedeutung Jerusalems als religiöses, politisches und gesellschaftliches Zentrum zur Zeit Jesu.

Products

Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders zur geografischen und historischen Erschließung der neutestamentlichen Erzählungen, die in Jerusalem spielen. Als Einstieg können die Lernenden die Karte zunächst betrachten und Orte markieren, deren Namen ihnen aus den Evangelien bekannt sind. Anschließend können einzelne Schauplätze mit ausgewählten Bibeltexten verbunden werden. Besonders geeignet sind die Erzählungen vom Einzug Jesu in Jerusalem, von der Tempelreinigung, vom letzten Abendmahl, vom Gebet Jesu in Getsemani, von der Gefangennahme, vom Prozess, von der Kreuzigung und von der Grablegung. Die Lernenden können die genannten oder traditionell angenommenen Orte auf der Karte suchen und dadurch nachvollziehen, wie eng die Passionserzählungen mit dem Stadtraum Jerusalems verbunden sind. Auch weitere neutestamentliche Texte lassen sich einbeziehen. Der Teich Bethesda kann beispielsweise mit Johannes 5 und der Schiloach Teich mit Johannes 9 verbunden werden. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, bei der verschiedene Gruppen jeweils einen Ort erschließen und Informationen zu seiner geografischen Lage, seiner Funktion und seiner Bedeutung in den biblischen Texten zusammentragen. Die Ergebnisse können anschließend in Form eines gemeinsamen Rundgangs durch das Jerusalem zur Zeit Jesu präsentiert werden. Besonders anschaulich ist die Gestaltung eines Passionsweges, bei dem die Lernenden ausgewählte Stationen der letzten Tage Jesu auf dem Stadtplan lokalisieren und die entsprechenden Evangelientexte zuordnen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, zwischen ausdrücklich in den biblischen Texten genannten Orten und späteren Lokalisierungen der christlichen Tradition zu unterscheiden. Die Karte unterstützt diese Differenzierung, indem beispielsweise die Verortung von Grab Jesu und Golgota ausdrücklich als Tradition gekennzeichnet wird. Ebenso können Fragezeichen und unterschiedliche Arten von Linien zum Anlass genommen werden, über den Unterschied zwischen archäologisch gesicherten Erkenntnissen, wissenschaftlichen Rekonstruktionen und religiösen Traditionen zu sprechen. Für ältere Lernende bietet sich ein Vergleich verschiedener Evangelien an. Dabei können sie untersuchen, welche Orte jeweils genannt werden, welche Wege sich aus den Texten erschließen lassen und an welchen Stellen keine eindeutige historische Lokalisierung möglich ist. Die topografische Darstellung ermöglicht zudem eine Beschäftigung mit der besonderen Landschaft Jerusalems. Ölberg, Kidrontal und die Höhenunterschiede innerhalb der Stadt verdeutlichen, dass die biblischen Personen Wege mit erheblichen Steigungen zurücklegen mussten. Der große Tempelbereich kann als Ausgangspunkt genutzt werden, um die religiöse Bedeutung des Jerusalemer Tempels zur Zeit Jesu zu thematisieren. Dabei können Gottesdienst, Opfer, Wallfahrt, religiöse Feste und die Bedeutung Jerusalems für das Judentum behandelt werden. Zugleich lässt sich die politische Situation unter römischer Herrschaft erschließen, etwa anhand der Burg Antonia und des Palastes des Herodes. Wichtig ist eine sachgerechte Darstellung des Judentums zur Zeit Jesu. Jesus und seine ersten Anhänger sind in ihrem jüdischen Lebens und Glaubenszusammenhang zu betrachten. Konflikte in neutestamentlichen Texten sollten deshalb nicht pauschalisierend als Gegensatz zwischen Jesus und dem Judentum dargestellt werden. Als Ergebnissicherung können die Lernenden eine vereinfachte Karte beschriften, Bibelstellen bestimmten Orten zuordnen, einen thematischen Stadtrundgang erstellen oder eine Tabelle mit den Kategorien Ort, Bibelstelle, Ereignis, historische Einordnung und religiöse Bedeutung anlegen. Das Medium fördert auf diese Weise geografische Orientierung, Bibelkenntnis, historisches Denken, den reflektierten Umgang mit archäologischen Rekonstruktionen und ein differenziertes Verständnis Jerusalems zur Zeit Jesu.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6G.3 Dem Gott, der befreit, trauen. Aufbruch, Weggeleit, Ankunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.2 Leben mit anderen Religionen: Was die abrahamitischen Religionen verbindet.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.