Der Artikel behandelt die pädagogische Vermittlung von Moscheen, Synagogen und Tempeln im schulischen Kontext. Er untersucht, wie religiöse Stätten theoretisch verstanden werden können und welche methodischen Ansätze für deren Besuch geeignet sind. Dabei wird deutlich, dass moderne Religionswissenschaft religiöse Räume nicht mehr als universell heilige Orte versteht, sondern als kulturell konstruierte und kommunikativ aushandelte Räume. Der Artikel zeigt, dass die drei abrahamischen Religionen (Christentum, Judentum, Islam) Sakralräume eher dezent bewerten und stattdessen die Gemeinschaft oder das individuelle religiöse Verhalten in den Vordergrund stellen.