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Liebeszeller Mission

Liebeszeller Mission

Mission – Herz oder Blinddarm?

Veröffentlichung:13.12.2018

Die Ausgabe Mission weltweit "Mission – Herz oder Blinddarm?" mit 34 Seiten setzt sich mit der grundlegenden Frage auseinander, welche Bedeutung Mission für den christlichen Glauben besitzt. Ausgehend von der provokanten Leitfrage „Mission – Herz oder Blinddarm?“ schildern Missionarinnen und Missionare aus Ecuador, Sambia, Papua Neuguinea, Frankreich, Deutschland, Malawi und dem Mittleren Osten ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen kulturellen und religiösen Kontexten. Die Beiträge zeigen, wie christlicher Glaube Menschen Hoffnung, Orientierung und neue Lebensperspektiven eröffnet. Dabei werden Themen wie Gemeindeaufbau, Glaubensweitergabe, interkulturelle Begegnung, soziale Verantwortung, Entwicklung, Evangelisation und weltweite Partnerschaften behandelt. Persönliche Berichte, biblische Bezüge und konkrete Beispiele aus dem Missionsalltag verdeutlichen, wie vielfältig missionarisches Handeln heute gestaltet werden kann und welche Bedeutung der Auftrag Jesu für Christinnen und Christen weltweit besitzt. Besonders eindrücklich sind die Erfahrungsberichte über Glaubensweitergabe in säkularen Gesellschaften, über die Herausforderungen des christlichen Zeugnisses in muslimisch geprägten Regionen sowie über die Rolle einheimischer Kirchen in der weltweiten Mission.

Die Ausgabe September und Oktober 2018 der Zeitschrift „Mission weltweit“ behandelt die Frage, welche Bedeutung Mission für den christlichen Glauben und für das Leben einer Gemeinde besitzt. Unter dem Leitbild „Mission als Herz oder Blinddarm“ vertreten die Beiträge die Auffassung, dass Mission nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als wesentlicher Bestandteil christlicher Existenz verstanden werden müsse. Erfahrungsberichte aus Ecuador, Sambia, Papua Neuguinea, Frankreich, Deutschland, dem Mittleren Osten und Malawi zeigen unterschiedliche Formen missionarischer Arbeit. Dazu gehören Gemeindegründung, soziale Hilfe, persönliche Glaubensgespräche, digitale Kontaktaufnahme, Schulung einheimischer Mitarbeitender, Gebet und finanzielle Unterstützung. Mehrere Beiträge fragen, wie christliche Mission mit kulturellen Unterschieden, Armut, Gewalt, Angst, Ungerechtigkeit und religiöser Vielfalt umgehen kann. Der Sonderbeitrag von Friedemann Burkhardt begründet Mission mit dem Auftrag Jesu, der universalen Bedeutung des Evangeliums und der Vorstellung einer kulturübergreifenden christlichen Gemeinschaft. Mission erscheint dabei als Verbindung von Wort und Tat, persönlichem Glaubenszeugnis, interkultureller Begegnung und praktischer Nächstenliebe. Das Medium vertritt eine deutlich evangelikale und missionarische Perspektive und möchte zur aktiven Beteiligung an Mission motivieren.

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Das Medium eignet sich vor allem für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe II. Einzelne Erfahrungsberichte können auch in der Sekundarstufe I verwendet werden, wenn sie sprachlich gekürzt und inhaltlich vorbereitet werden. Mögliche Unterrichtsthemen sind der christliche Missionsauftrag, die Bedeutung des Evangeliums, das Verhältnis von Glauben und Handeln, religiöse Pluralität, interkulturelle Gemeinde, globale Gerechtigkeit und die Verantwortung christlicher Organisationen. Da die Zeitschrift von der Liebenzeller Mission herausgegeben wird, sollte sie als positionelle Quelle gelesen werden. Ihre Beiträge möchten nicht nur informieren, sondern für ein bestimmtes Verständnis von Mission werben, religiös überzeugen und zur Unterstützung der Missionsarbeit anregen.

Als Einstieg kann die Leitfrage „Ist Mission Herz oder Blinddarm der Kirche?“ aufgegriffen werden. Die Lernenden erschließen zunächst die Bedeutung der beiden Bilder. Das Herz steht für etwas Lebensnotwendiges und Zentrales, der Blinddarm für ein scheinbar verzichtbares Organ. Danach prüfen sie, welche Wirkung dieser Vergleich erzielt und welche Bewertung bereits durch die Bildwahl vorgegeben wird. Sie können eigene Bilder für die Bedeutung von Mission entwickeln und erklären. Dabei sollten auch Positionen möglich sein, die Mission nicht als Mittelpunkt christlichen Lebens betrachten.

Der Vergleich des umgebauten Krankenwagens mit einer Gemeinde kann für eine Metaphernanalyse genutzt werden. Im Text erscheint die christliche Gemeinde als Rettungsstation und das Evangelium als lebensrettende Botschaft. Die Lernenden untersuchen, welches Verständnis von Menschen innerhalb und außerhalb des Christentums durch dieses Bild entsteht. Sie fragen, wer als gerettet und wer als verloren dargestellt wird und welche Machtverhältnisse daraus hervorgehen können. Das Rettungsbild kann Hoffnung und Verantwortung ausdrücken, zugleich aber Menschen anderer Religionen als hilflos oder defizitär erscheinen lassen. Diese Ambivalenz sollte ausdrücklich thematisiert werden.

Die Länderberichte können arbeitsteilig erschlossen werden. Jede Gruppe untersucht einen Beitrag und beantwortet Fragen nach Ort, Zielgruppe, Form der missionarischen Arbeit, Verständnis von Evangelium, dargestellten Problemen und vorgeschlagenen Lösungen. Zusätzlich prüfen die Lernenden, wer im Text selbst spricht und über wen gesprochen wird. Bei der Präsentation unterscheiden sie zwischen beobachtbaren Ereignissen, persönlichen Erfahrungen, theologischen Deutungen und allgemeinen Aussagen über eine Kultur oder Religion.

Der Beitrag aus Ecuador eignet sich für die Auseinandersetzung mit der Veränderung weltweiter Missionsbewegungen. Er zeigt, dass Mission nicht ausschließlich von Europa ausgeht, sondern auch Gemeinden in Lateinamerika Verantwortung für missionarische Arbeit übernehmen. Die Lernenden können untersuchen, wie sich das Bild von gebenden und empfangenden Kirchen verändert. Kritisch sollte die Aussage betrachtet werden, alle Gemeinden und auch Kinder müssten sich finanziell an Mission beteiligen. Dabei kann gefragt werden, wann das Einüben des Gebens Ausdruck von Solidarität ist und wann religiöser oder sozialer Druck entsteht.

Der Bericht aus Papua Neuguinea ermöglicht eine vertiefte Beschäftigung mit partnerschaftlicher Mission. Einheimische Kirchen möchten selbst Missionierende aussenden und dabei eigene Formen von Planung, Ausbildung und Organisation entwickeln. Die Lernenden können vergleichen, wie europäische und einheimische Vorstellungen von Zeit, Sicherheit, Besitz und Vorbereitung beschrieben werden. Besonders wichtig ist die Frage, ob ausländische Mitarbeitende bereit sind, Verantwortung abzugeben und andere Formen missionarischer Arbeit als gleichwertig anzuerkennen. Daraus können Kriterien für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt werden.

Die Darstellung von Sambia sollte quellenkritisch gelesen werden. Der Beitrag verbindet Armut, Gewalt, medizinische Unterversorgung und Angst vor unsichtbaren Mächten mit der Notwendigkeit christlicher Mission. Die Lernenden prüfen, ob einzelne Beobachtungen verallgemeinert werden und wie traditionelle Religion beschrieben wird. Ergänzende Texte sambischer Christinnen und Christen, Religionswissenschaftler, sozialer Organisationen und Angehöriger traditioneller Religionen sind notwendig, damit die Bevölkerung nicht nur aus europäischer Außenperspektive erscheint. Der Begriff Angst kann dabei mit den Themen Religion, soziale Ordnung, Krankheit und Krisenbewältigung verbunden werden.

Auch die im Beitrag verwendete Sprache des geistlichen Kampfes verdient Aufmerksamkeit. Der Einsatz von Begriffen wie Krieg, Gegner, Angriff und Teufel kann für gläubige Menschen eine religiöse Erfahrung ausdrücken. Gleichzeitig besteht die Gefahr, soziale Konflikte zu vereinfachen oder Andersdenkende als Teil eines feindlichen Geschehens zu deuten. Die Lernenden können überlegen, welche Wirkung solche Bilder auf das Verhältnis zu Menschen anderer Überzeugungen haben. Danach formulieren sie alternative Bilder für Beharrlichkeit, Hoffnung und gemeinsames Handeln.

Der Bericht aus Malawi bietet einen Zugang zur Frage, ob Mission Kultur verändert oder zerstört. Die Lernenden können zunächst sammeln, was unter Kultur zu verstehen ist. Kultur umfasst Sprache, Religion, Werte, soziale Regeln, Kunst, Lebensformen und Machtverhältnisse. Danach prüfen sie, ob jede kulturelle Veränderung bereits Zerstörung bedeutet. Menschenrechte und Menschenwürde können als Maßstäbe dienen, um kulturelle Praktiken zu beurteilen. Dabei ist zu beachten, dass Kulturen nicht einheitlich und unveränderlich sind. Veränderungen können sowohl von außen als auch aus einer Gesellschaft selbst heraus entstehen.

Die Beiträge aus Deutschland und Frankreich eignen sich für die Beschäftigung mit Mission in einer religiös vielfältigen und zunehmend säkularen Gesellschaft. Die Lernenden können untersuchen, wie Glaubensgespräche im Alltag, im Internet, in sozialen Einrichtungen oder in persönlichen Beziehungen entstehen. Daran lässt sich die Frage anschließen, welche Bedingungen eine verantwortliche religiöse Kommunikation erfüllen muss. Dazu gehören Freiwilligkeit, Respekt, Transparenz, die Möglichkeit zum Widerspruch und der Verzicht auf Ausnutzung persönlicher Notlagen.

Der Beitrag aus dem Mittleren Osten sollte unter besonderer Beachtung von Sicherheit und Anonymität verwendet werden. Informationen über Personen, Orte und religiöse Minderheiten können in bestimmten politischen Zusammenhängen gefährlich sein. Die Lernenden können darüber nachdenken, weshalb manche Angaben verborgen bleiben und wie Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Personenschutz miteinander verbunden sind. Eine Diskussion über verfolgte religiöse Gemeinschaften sollte verschiedene Religionen berücksichtigen und darf nicht zur pauschalen Abwertung einer Region oder einer Mehrheitsreligion führen.

Der Sonderbeitrag von Friedemann Burkhardt ermöglicht eine systematische theologische Erschließung. Die Lernenden können die verschiedenen Begründungen für Mission herausarbeiten. Dazu gehören die persönliche Erfahrung mit Jesus, der Auftrag Jesu, die Rettung von Menschen, die universale Bedeutung des Evangeliums und die Vorstellung einer interkulturellen Gemeinschaft. Anschließend prüfen sie, welche Begründung sie besonders überzeugend oder problematisch finden. Dabei sollte zwischen einer innerchristlichen Begründung und einer allgemein ethischen Rechtfertigung unterschieden werden. Ein biblischer Auftrag kann für christlich Glaubende verbindlich sein, muss aber im gesellschaftlichen Raum mit Religionsfreiheit und Menschenrechten vereinbar bleiben.

Für die biblische Arbeit eignen sich Matthäus 28,19 und 20, Apostelgeschichte 1,8, der erste Korintherbrief 9, der zweite Korintherbrief 5 und Galater 3,28. Die Texte sollten in ihrem historischen und literarischen Zusammenhang gelesen werden. Die Lernenden untersuchen, was Sendung, Zeugnis, Versöhnung und Gemeinschaft im Neuen Testament bedeuten. Sie können prüfen, ob die Texte eher einen Auftrag zur Überzeugung anderer, zum glaubwürdigen Leben, zur Bildung von Gemeinschaft oder zu einer Verbindung dieser Aspekte enthalten.

Die Aussage, dass Mission zur Rettung verlorener Menschen geschehe, erfordert eine religionspädagogisch sensible Bearbeitung. Lernende anderer Religionen oder ohne religiöse Bindung dürfen nicht als verloren bezeichnet werden. Im Unterricht wird die Aussage als Glaubensüberzeugung des Mediums analysiert, nicht als allgemeingültige Beschreibung der Lerngruppe. Die Lernenden können diskutieren, ob ein religiöser Wahrheitsanspruch mit Wertschätzung anderer Überzeugungen verbunden werden kann. Ein Vergleich mit dialogischen und pluralistischen Positionen erweitert die Perspektive.

Der Sonderbeitrag betont zudem die interkulturelle Gestalt der Kirche. Dieses Thema kann mit Galater 3,28 und gegenwärtigen Formen internationaler Gemeinden verbunden werden. Die Lernenden untersuchen, ob Menschen unterschiedlicher Herkunft tatsächlich gleichberechtigt an Leitung, Gottesdienst und Entscheidungen beteiligt sind. Eine Gemeinschaft ist nicht allein deshalb interkulturell, weil Menschen verschiedener Herkunft anwesend sind. Entscheidend sind Teilhabe, Repräsentation, geteilte Verantwortung und die Bereitschaft, unterschiedliche Ausdrucksformen des Glaubens anzuerkennen.

Die Verbindung von Mission und Eigentum eröffnet ein weiteres ethisches Lernfeld. Der Sonderbeitrag versteht Zeit, Geld, Wohnraum und Fähigkeiten als von Gott anvertraute Gaben. Die Lernenden können diese Vorstellung mit anderen Eigentumskonzepten vergleichen. Sie diskutieren, welche Verantwortung aus Besitz erwächst und ob religiös motiviertes Geben freiwillig bleiben muss. Themen wie Spenden, globale Ungleichheit, Transparenz und gerechte Verteilung lassen sich hier anschließen.

Zur Medienanalyse können Fotografien, Überschriften, Spendenhinweise, Bibelzitate und Personenporträts untersucht werden. Die Lernenden fragen, welche Bilder von Missionierenden und einheimischen Menschen entstehen, wie Dringlichkeit erzeugt wird und welche Handlungen der Leserschaft nahegelegt werden. Dabei können sie Kriterien für eine würdevolle Darstellung entwickeln. Menschen sollten nicht ausschließlich als Notleidende, Empfangende oder Objekte missionarischer Bemühungen erscheinen, sondern als selbstständig Handelnde mit eigenen Überzeugungen und Kompetenzen.

Als Abschluss kann eine Diskussion zur Frage stattfinden, ob Mission zum Wesen des Christentums gehört. Alternativ entwickeln die Lernenden Leitlinien für verantwortliche Mission. Diese sollten Gewaltfreiheit, Freiwilligkeit, Transparenz, kulturelle Sensibilität, partnerschaftliche Zusammenarbeit, Religionsfreiheit, Schutz vor Abhängigkeit und die Bereitschaft zur Selbstkritik enthalten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen der Länderberichte aus der Perspektive einer einheimischen Person neu zu verfassen.

Die Bewertung sollte sich auf Textverständnis, theologische Argumentation, Quellenkritik, Perspektivübernahme und ethische Urteilsfähigkeit beziehen. Die persönliche religiöse Überzeugung und die Zustimmung oder Ablehnung gegenüber Mission dürfen keine Bewertungskriterien sein.


Das Medium eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu Mission, Kirche, Nachfolge, Evangelisation, Weltchristentum und christlicher Verantwortung. Die vielfältigen Länderberichte ermöglichen ein arbeitsteiliges Lernen, bei dem Gruppen einzelne Beiträge untersuchen und anschließend ihre Ergebnisse vorstellen. Die Lernenden können Gemeinsamkeiten und Unterschiede missionarischer Arbeit in verschiedenen kulturellen Kontexten herausarbeiten und reflektieren, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus ergeben. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Leitfrage, ob Mission zum Wesen des Christentums gehört oder lediglich eine freiwillige Zusatzaufgabe darstellt. Die Beiträge ermöglichen kontroverse Diskussionen über Vorurteile gegenüber Mission, kulturelle Sensibilität, Glaubensfreiheit und die Verantwortung von Christinnen und Christen in einer globalisierten Welt. Einzelne Erfahrungsberichte können als Fallbeispiele analysiert werden. So bietet etwa der Bericht aus Berlin Anlass zur Diskussion über Glaubenskommunikation in einer säkularen Gesellschaft, während die Beiträge aus Malawi oder Sambia Fragen nach Gerechtigkeit, Entwicklung und kulturellem Wandel aufwerfen. Der Artikel über die Wächter auf der Blümchenwiese eröffnet ethische Gespräche über Verantwortung und christliches Zeugnis. Kreative Methoden wie Rollenspiele, Interviews, Perspektivwechsel, Podiumsdiskussionen, Lerntheken oder die Erstellung von Länderplakaten fördern eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten. Ebenso können die Berichte mit biblischen Texten zum Missionsauftrag Jesu, zu Paulus oder zur Ausbreitung des frühen Christentums verbunden werden. Durch die authentischen Lebensberichte erhalten die Lernenden Einblicke in gelebten Glauben und entwickeln ihre Fähigkeit zur differenzierten Urteilsbildung.

Ecuador: „Weltmission im Fokus“

Der Beitrag beschreibt, wie Gemeinden in Ecuador selbst missionarisch aktiv werden und Verantwortung für weltweite Mission übernehmen. Die Lernenden untersuchen, wie sich Kirche weltweit gegenseitig unterstützt und wie sich christliche Gemeinschaft über nationale Grenzen hinweg entwickelt. Dabei können sie Karten erstellen, internationale Partnerschaften recherchieren und die Idee einer Weltkirche erarbeiten.


Sambia: „Mission lässt hoffen“

Anhand konkreter Erfahrungen werden Armut, Ungerechtigkeit, traditionelle Glaubensvorstellungen und christliche Hoffnung thematisiert. Im Unterricht analysieren die Lernenden soziale Herausforderungen und überlegen, welche Rolle Religion bei der Bewältigung von Lebenskrisen spielen kann. Der Text eignet sich besonders für Diskussionen über Hoffnung, Gerechtigkeit und Verantwortung.


Papua Neuguinea: „Mission – gar keine Frage!“

Der Bericht schildert, wie eine einheimische Kirche selbst Missionare aussendet. Die Lernenden setzen sich mit dem Wandel von Mission auseinander und erkennen, dass Mission heute nicht mehr nur von Europa ausgeht. Im Unterricht können traditionelle Vorstellungen von Mission hinterfragt und aktuelle Entwicklungen des Weltchristentums untersucht werden.


Frankreich: „Dafür schlägt mein Herz“

Der Beitrag beschreibt die Situation christlicher Gemeinden in einem stark säkularisierten Umfeld. Die Lernenden analysieren Herausforderungen religiösen Lebens in modernen Gesellschaften und diskutieren, wie Glauben heute sichtbar werden kann. Rollenspiele zu Glaubensgesprächen oder Interviews mit fiktiven Gemeindemitgliedern bieten sich an.


Deutschland: „Die Internetsuche und der Treffer“

Der Artikel erzählt die Geschichte einer Frau, die über eine Internetsuche zu einer christlichen Gemeinde findet. Im Unterricht untersuchen die Lernenden, welche Wege Menschen heute zu religiösen Gemeinschaften führen können. Der Beitrag eignet sich zur Reflexion über religiöse Sozialisation, Glaubensbiografien und die Bedeutung digitaler Medien für religiöse Kommunikation.


Mittlerer Osten: „Wächter auf der Blümchenwiese“

Ausgehend von einem Gleichnis über blinde Menschen und Wächter am Abgrund wird die Verantwortung von Christinnen und Christen für andere Menschen thematisiert. Im Unterricht analysieren die Lernenden die Symbolik des Gleichnisses und diskutieren Fragen von Verantwortung, Zeugnis und Gewissensentscheidungen. Der Text eignet sich besonders für ethische Reflexionen und Perspektivwechsel.


Malawi: „Aus gutem Grund Kulturzerstörer“

Der Beitrag setzt sich kritisch mit dem Vorwurf auseinander, Mission zerstöre Kulturen. Die Lernenden analysieren unterschiedliche Sichtweisen auf kulturellen Wandel und diskutieren Chancen und Risiken missionarischer Arbeit. Besonders geeignet ist der Text für kontroverse Diskussionen und Urteilsbildungsprozesse.


Sonderbeitrag: „Mission – Wir können’s ja nicht lassen“ (Friedemann Burkhardt)

Der wissenschaftlich orientierte Beitrag beleuchtet die theologischen Grundlagen von Mission und ihre Bedeutung für die Kirche. Im Unterricht eignet sich der Text insbesondere für die Oberstufe. Die Lernenden arbeiten Argumente heraus, vergleichen unterschiedliche Missionsverständnisse und entwickeln eigene begründete Positionen.


Aktuelle Missionsberichte

Die Berichte über Japan, weltweite Partnerschaften, unerreichte Bevölkerungsgruppen und aktuelle Projekte vermitteln Einblicke in gegenwärtige Missionsarbeit. Im Unterricht können die Lernenden recherchieren, Präsentationen erstellen und globale Herausforderungen des Christentums untersuchen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

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