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Roswitha Pendl-TodorovicHans NeuholdVeronika FeinerHeinz Finster Kurt ZislerIngrid Hipp

Roswitha Pendl-Todorovic,

Hans Neuhold,

Veronika Feiner,

Heinz Finster ,

Kurt Zisler,

Ingrid Hipp

An das Leben glauben. Auf Erlösung und Versöhnung hoffen

Veröffentlichung:1.1.2017

Die Unterrichtsreihe "An das Leben glauben. Auf Erlösung und Versöhnung hoffen" von Seite 73 bis Seite 88 mit 16 Seiten stammt aus dem Buch fragen und verstehen mit 124 Seiten.

Die Einheit beschäftigt sich mit den Erfahrungen von Schuld, Streit, Leid, Hoffnung und Neuanfang. Im Mittelpunkt stehen die Passion Jesu, sein Leiden, Sterben und die Hoffnung auf Auferstehung und neues Leben. Die Lernenden begegnen biblischen Erzählungen rund um die Karwoche und das Osterfest und setzen sich mit Fragen nach Angst, Traurigkeit, Trost, Vergebung und Versöhnung auseinander. Die Einheit zeigt, dass Menschen Fehler machen, einander verletzen und schuldig werden können, aber auch neue Wege des Miteinanders und der Hoffnung möglich sind. Durch Bilder, Gebete, biblische Texte und Symbole wie Kreuz, Licht oder Osterkerze wird die christliche Hoffnung auf Leben und Erlösung kindgerecht erschlossen. Die Lernenden erfahren, dass Gottes Liebe auch in schweren Zeiten trägt und dass Versöhnung und Neubeginn zentrale Botschaften des christlichen Glaubens sind.

Das Medium „fragen und verstehen“ ist ein Religionsbuch für die dritte Klasse der Volksschule. Es verbindet Erfahrungen aus dem Alltag der Lernenden mit biblischen Erzählungen, christlichen Glaubensinhalten und religiösen Grundfragen. Die sieben Kapitel behandeln Gemeinschaft, Identität, Lebensfragen, Gottesvorstellungen, die Geschichte von Josef und seinen Brüdern, das Leben und Wirken Jesu, jüdisches Leben, Advent und Weihnachten, Leid und Versöhnung, Tod und Auferstehung, den Heiligen Geist, Kirche, Heilige und Wallfahrten. Lena, Vera und Paul begleiten die Lernenden als wiederkehrende Figuren durch die Themen. Das Buch enthält Alltagserzählungen, Bibeltexte, Sachtexte, Fotografien, Illustrationen, Symbole, Psalmen, Gedichte, Gebete, Segenssprüche, Lieder, Liedtexte, Notensätze, Arbeitsaufträge, Gesprächsimpulse, kreative Gestaltungsflächen und persönliche Schatzkästchen. Tätigkeitszeichen kennzeichnen Aufgaben zum Wahrnehmen, Beschreiben, Verstehen, Deuten, Gestalten, Handeln, Besprechen, Beurteilen, Entscheiden und Informieren. Ein Lexikonteil erklärt zentrale religiöse Begriffe. Ergänzend stehen digitale Inhalte über SchulbuchExtra sowie Musik und Tondokumente aus verschiedenen Religionen zur Verfügung.

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Das Medium eignet sich für einen lebensnahen, kompetenzorientierten und handlungsorientierten Religionsunterricht. Die Kapitel können fortlaufend, passend zum Kirchenjahr oder entsprechend den Fragen der Lerngruppe verwendet werden. Als Einstieg bieten sich die Alltagserzählungen, Bilder, Fotografien und Überschriften an. Die Lernenden beschreiben zunächst ihre Wahrnehmungen, benennen Gefühle und Konflikte, äußern Vermutungen und formulieren eigene Fragen. Anschließend können sie Bezüge zu ihrem Alltag herstellen. Die Erzählungen lassen sich vorlesen, gemeinsam lesen, mit verteilten Rollen sprechen, in Standbildern darstellen oder als Rollenspiel fortsetzen. Gedankenblasen, innere Monologe und Briefe an die handelnden Personen fördern die Perspektivenübernahme.

Bei sensiblen Themen wie Krankheit, Tod, Trauer, Schuld, Einsamkeit, Ausgrenzung und familiären Konflikten ist ein geschützter Gesprächsrahmen notwendig. Persönliche Erfahrungen sollten nur freiwillig eingebracht werden. Anonyme Fragezettel, freie Schreibaufträge, Bilder und Symbole ermöglichen es den Lernenden, sich auszudrücken, ohne private Erlebnisse offenlegen zu müssen. Verbindliche Gesprächsregeln unterstützen einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Erfahrungen, Fragen und Glaubenshaltungen. Die Lehrkraft sollte deutlich machen, dass religiöse Fragen verschiedene Antworten zulassen und dass auch Zweifel und Unsicherheit zum religiösen Lernen gehören.

Die Bibeltexte können in mehreren Schritten erschlossen werden. Zunächst klären die Lernenden Personen, Orte, Handlungen und unbekannte Begriffe. Danach untersuchen sie Gefühle, Konflikte, Wendepunkte und Hoffnungszeichen. Schließlich überlegen sie, welche Aussagen über Gott, den Menschen und ein gelingendes Leben im Text enthalten sind. Geeignete Methoden sind Nacherzählungen, Bildfolgen, Überschriften, Bodenbilder, Standbilder, Rollenspiele, Interviews, Schriftrollen und Erzählungen aus einer anderen Perspektive. Die Josefsgeschichte kann als Lebensweg mit Tüchern, Steinen, Seilen, Figuren und Symbolen dargestellt werden. Dabei werden Neid, Streit, Trennung, Vertrauen, Vergebung und Versöhnung sichtbar. Die Erzählungen über Jesus können daraufhin untersucht werden, wie Jesus Menschen begegnet, Ausgegrenzte wahrnimmt, Hoffnung schenkt und zu barmherzigem Handeln ermutigt.

Die Fotografien, Illustrationen und Symbole sollten zunächst ohne erklärenden Text betrachtet werden. Die Lernenden beschreiben Farben, Formen, Personen, Gegenstände und Beziehungen. Danach formulieren sie Fragen und mögliche Deutungen. Anschließend wird die Darstellung mit dem zugehörigen Text verglichen. Symbole wie Weg, Licht, Wasser, Feuer, Taube, Kreuz und Fußspur können mit Tüchern, Naturmaterialien, Kerzen, Figuren und Farben gestaltet werden. Diese Zugänge unterstützen besonders Lernende, denen eine rein sprachliche Bearbeitung schwerfällt.

Die Materialien zum jüdischen Leben ermöglichen eine sachgerechte Beschäftigung mit Synagoge, Tora, Tempel und jüdischen Festen. Sachtexte und Bilder können in Gruppen bearbeitet und in kurzen Präsentationen vorgestellt werden. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum und Christentum sollten respektvoll beschrieben werden. Das Judentum ist dabei als lebendige Religion der Gegenwart zu behandeln. Die Materialien zu Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Karwoche, Ostern und Pfingsten lassen sich in das Kirchenjahr einordnen. Ein gemeinsam gestalteter Jahreskreis unterstützt die zeitliche Orientierung.

Lieder, Notensätze, Gedichte, Psalmen, Gebete und Segenssprüche eröffnen musikalische, sprachliche und spirituelle Zugänge. Lieder können gesprochen, rhythmisch begleitet, gesungen und mit Bewegungen gestaltet werden. Gedichte und Psalmen lassen sich auf Sprachbilder, Gefühle und Glaubensaussagen untersuchen. Gebete sollten als freiwillige Ausdrucksform angeboten werden. Lernende können zuhören, einen Satz auswählen, eigene Bitten formulieren, ein Dankgebet schreiben oder still werden. Persönliche Texte, Zeichnungen und Gebete können in den Schatzkästchen, einem Gebetbuch oder einer gemeinsamen Schatztruhe gesammelt werden.

Die Tätigkeitszeichen helfen dabei, Arbeitsprozesse transparent zu gestalten. Vor einer Aufgabe kann geklärt werden, ob die Lernenden wahrnehmen, beschreiben, deuten, gestalten, besprechen, beurteilen oder handeln sollen. Nach der Bearbeitung können sie einschätzen, welche Fähigkeit sie eingesetzt und was sie gelernt haben. Die offenen Aufgaben ermöglichen eine Differenzierung nach Interessen, Fähigkeiten und Ausdrucksformen. Lernende können ihre Ergebnisse als Text, Bild, Plakat, Gebet, Rollenspiel, Standbild, Klanggeschichte oder mündliche Präsentation darstellen.

Das Material unterstützt Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und gemeinsame Gespräche im Klassenkreis. Einzelarbeit eignet sich für persönliche Gedanken, Zeichnungen, Gebete und Einträge in die Schatzkästchen. In Partnerarbeit können Bilder beschrieben, Texte verglichen und Fragen besprochen werden. Gruppen können Plakate, Bodenbilder, Klanggeschichten, Spielszenen und Präsentationen entwickeln. Im Klassenkreis werden unterschiedliche Sichtweisen gesammelt und theologische Gespräche geführt. Digitale Inhalte, Musik und Tondokumente sollten mit klaren Beobachtungsaufträgen verbunden werden. Zur Sicherung eignen sich ein Lerntagebuch, eine Themenmappe, ein Religionsheft, ein persönliches Lexikon oder eine Ausstellung. Satzanfänge wie „Ich habe entdeckt“, „Ich frage mich“, „Mich hat berührt“, „Für mein Leben ist wichtig“ und „Das möchte ich tun“ unterstützen die abschließende Reflexion.


Die Themen Leid, Schuld, Streit und Versöhnung knüpfen unmittelbar an Erfahrungen aus der Lebenswelt der Lernenden an und ermöglichen tiefgehende Gespräche über Gefühle, Konflikte und Hoffnung. Besonders sinnvoll ist die Arbeit mit Symbolen wie Licht, Kreuz, Steinen, Wegen oder Farben, da diese emotionale Zugänge zu den religiösen Inhalten eröffnen. Lehrkräfte können Passionsgeschichten erzählend, mit Bodenbildern oder durch Standbilder und Rollenspiele erschließen, damit Lernende die Gefühle und Situationen der handelnden Personen nachvollziehen können. Kreative Methoden wie das Gestalten von Hoffnungskerzen, Versöhnungsbildern oder Ostergärten fördern die persönliche Auseinandersetzung mit den Themen. Ebenso eignen sich Fantasiereisen, meditative Übungen oder musikalische Impulse, um Stille, Trauer und Hoffnung bewusst wahrzunehmen. Die Einheit bietet zahlreiche Möglichkeiten für soziales Lernen, etwa beim Gespräch über Streit, Vergebung und Neuanfang im eigenen Alltag. Besonders wertvoll ist die Verbindung zwischen den biblischen Erzählungen und konkreten Erfahrungen der Lernenden, da dadurch religiöse Inhalte nicht abstrakt bleiben, sondern lebensnah erschlossen werden. Die offenen Aufgabenformate ermöglichen differenziertes Lernen und eignen sich gut für inklusive Lernsettings. Darüber hinaus kann die Einheit mit Ritualen, Gebeten oder kleinen Feiern rund um Ostern ergänzt werden. Auch fächerübergreifendes Arbeiten mit Kunst, Musik oder Deutsch bietet sich an, etwa durch das Schreiben von Hoffnungsgeschichten oder das Gestalten von Symbolbildern zu Leben und Auferstehung.

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