Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie in den unteren Klassen der Sekundarstufe. Die klare und verständliche Darstellung erleichtert den Zugang zu den beiden biblischen Erzählungen und unterstützt Lernende dabei, den Ablauf sowie die zentralen Aussagen nachzuvollziehen. Die beiden Wunder können zunächst gemeinsam betrachtet und anschließend miteinander verglichen werden. Dabei erkennen die Lernenden, dass Jesus sowohl Menschen im jüdischen als auch im nichtjüdischen Gebiet hilft und niemanden aufgrund seiner Herkunft oder seiner Lebenssituation ausschließt.
Im Unterricht bietet es sich an, die unterschiedlichen Personen der Erzählung in den Blick zu nehmen. Die Lernenden können beschreiben, wie sich der besessene Mann, die kranke Frau, Jairus und die Angehörigen fühlen. Durch Perspektivwechsel, Rollenspiele oder Standbilder entwickeln sie Empathie und setzen sich mit Angst, Hoffnung, Vertrauen und Freude auseinander.
Ein weiterer Schwerpunkt kann auf dem Thema Vertrauen liegen. Die kranke Frau und Jairus vertrauen trotz aussichtsloser Situationen auf Jesus. Die Lernenden können darüber nachdenken, welche Bedeutung Vertrauen im eigenen Leben hat und welche Menschen ihnen in schwierigen Situationen Hoffnung geben. Ebenso kann die Frage behandelt werden, weshalb die Dorfbewohner nach der Heilung des Besessenen Angst bekommen und Jesus bitten, ihre Gegend zu verlassen. Dadurch wird deutlich, dass Veränderungen und außergewöhnliche Erfahrungen auch Unsicherheit auslösen können.
Im Unterrichtsgespräch kann außerdem herausgearbeitet werden, dass Jesus Menschen ihre Würde zurückgibt. Der besessene Mann wird wieder Teil der Gemeinschaft, die kranke Frau wird von ihrer langen Krankheit befreit und Jairus erhält seine Tochter zurück. Die Geschichten zeigen Jesus als Helfer, der Menschen sieht, ihnen zuhört und ihnen neues Leben und neue Hoffnung schenkt.
Methodisch bieten sich kreative Aufgaben wie das Gestalten einer Bildergeschichte, das Schreiben eines Tagebucheintrags aus der Sicht einer der beteiligten Personen oder das Verfassen eines Dankbriefes an Jesus an. Ebenso können die beiden Wunder in einer Vergleichstabelle gegenübergestellt oder in einem Bibelgespräch gemeinsam erschlossen werden. Abschließend können die Lernenden überlegen, welche Botschaft die Erzählungen für Menschen heute haben und wie Hoffnung, Vertrauen und Hilfe im Alltag sichtbar werden können.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum finden die beiden Wunder in unterschiedlichen Gebieten statt?
Die Erzählungen zeigen, dass Jesus allen Menschen hilft. Er wendet sich sowohl Menschen im nichtjüdischen Gebiet als auch Menschen im jüdischen Volk zu.
Warum haben die Dorfbewohner Angst vor Jesus?
Sie erleben ein außergewöhnliches Wunder und fürchten die Veränderungen, die dadurch entstehen. Deshalb bitten sie Jesus, ihre Gegend zu verlassen.
Warum heilt Jesus die Frau mit den Blutungen?
Die Frau vertraut darauf, dass Jesus ihr helfen kann. Ihr Vertrauen wird belohnt und sie wird gesund.
Warum bleibt Jesus auf dem Weg zu Jairus stehen?
Jesus nimmt sich Zeit für die Frau, obwohl Jairus dringend Hilfe braucht. Damit zeigt er, dass jeder Mensch wichtig ist.
Welche Bedeutung hat die Auferweckung der Tochter des Jairus?
Die Erzählung macht deutlich, dass für Jesus selbst der Tod keine unüberwindbare Grenze darstellt und dass Gott Leben schenkt.
Welche Botschaft vermitteln die beiden Wundergeschichten gemeinsam?
Jesus schenkt Hoffnung, Heilung und neues Leben. Er hilft allen Menschen und lädt dazu ein, ihm zu vertrauen.