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UNHCR

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Aufbrechen ankommen bleiben UNHCR

Veröffentlichung:1.1.2020

Die Unterrichtsreihe "Aufbrechen ankommen bleiben" reflektiert auf 127 Seiten mit 19 Materialien Flucht und Migration, deren Gründe, sowie Integration. Dabei wird in drei große Bereiche oder Module gegliedert, die auch getrennt oder in Kombination mit anderen Sequenzen verwendet werden können. 1. Flucht und Migration, 2. Ankommen und 3. Bleiben und Integration. Innerhalb dieser Module sind in sich geschlossene Einzel- und Doppelstunden enthalten. Sie können ebenfalls frei kombiniert werden.


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In einem ersten Schritt wird der Unterschied zwischen Flucht und Migration im Unterrichtsgespräch geklärt. Lebensläufe werden anhand von Bildern und Texten in Gruppenarbeit über einen Fragenkatalog erarbeitet. Ein Teil sind Fluchtbiografien. Ein Teil der Biografien enthält diverse Gründe der Migration. Es werden auf Moderationskarten Gründe für Migration und Flucht notiert. Diese werden während der Präsentation der Ergebnisse zu Clustern für Migration und Flucht geordnet. In einem zweiten Schritt dieses ersten Moduls überlegen die Lernenden wie sich ihr Leben verändern würde, wenn sie von heute auf morgen flüchten müssten. Freie Methoden Wahl wird ermöglicht über Mind-Map, ein Plakat mit Piktogrammen, einen Tagebucheintrag, einen Zeitungsartikel oder ein Bild. Das zweite Modul wird mit einem Flucht-Quiz aus zehn Fragen zu Statistiken, Ländern und Hilfsangeboten eingeleitet. In einem nächsten Schritt wird in sechs Gruppen ein Schaubild zu Fluchtgründen, Fluchtzielen, Fluchtrouten, und Lebensbedingungen auf der Flucht entwickelt. Dazu werden auch enthaltene oder neu gestaltete Piktogramme als Bilder genutzt, um Inhalte zu verdeutlichen. Beispiele der Gruppen sind Syrien und Afghanistan. Jedes der beiden Beispiele hat drei getrennte Informationstexte und kann so weiter untergliedert werden. Das dritte Modul Ankommen enthält eine Gruppenarbeit für sieben Gruppen. Mithilfe von Fotoporträts Biografien in Textform werden sieben Plakate zu den Personen gestaltet. Weitere Materialien wie eine Fragenliste und Infotexte zu Begriffen erleichtern die Aufgabenumsetzung. Die Biografien decken alle gängigen Krisen- und Fluchtländer ab. Ein weiterer Arbeitsauftrag zur Fluchtgeschichte thematisiert die Gegenstände auf den Bildern zu den Biographien. Dabei wird überlegt und diskutiert, welche Bedeutung diese Gegenstände für die geflüchteten haben könnten. Sicherheit, Familie, Freundschaften, Geborgenheit sind mögliche Assoziationen. Die Geflüchteten selbst haben Auflösungen dazu verfasst, in denen sie ihre Gedanken darstellen. Nun sollen die Lernenden sich in einen Flüchtling hineinversetzen und selbst einen Gegenstand benennen, den sie so abbilden würden. Dies geschieht in Partnerarbeit. Dieser Teil kann auch ausgelassen werden. Ein weiteres Modul hinterfragt Bedürfnisse. Dazu wird die Maslowsche Bedürfnispyramide im Lehrervortrag erklärt. Dann ordnen die Lernenden in Partnerarbeit 17 vorgegebene Bedürfnisse in die Pyramide von Grundbedürfnis bis Selbstverwirklichung ein. Eine Frageliste unterstützt sie dabei. Derselbe Vorgang wird dann in Gruppenarbeit für Flüchtlinge durchgeführt. Dazu werden Texte von Flüchtlingen erarbeitet, die ihre Bedürfnisse beschreiben. Ein nächstes Modul beschäftigt sich mit Vorurteilen und Diskriminierung. Dazu werden vorverurteilte Gruppen auf Moderationskarten oder die Tafel geschrieben, Obdachlose sind…; Muslime sind…. Im Unterrichtsgespräch wird diskutiert welche Vorurteile zu den genannten Gruppen vorliegen und wie sie entstehen. Die Begriffe Vorurteil, Feindbild und Diskriminierung werden geklärt und abgegrenzt. Die Definitionen sind als Lehrermaterial beigefügt. In Gruppenarbeit werden Zitate auf Vorurteile, Feindbilder und Diskriminierungen untersucht. In einer abschließenden Diskussion werden persönliche Kontakte als Lösung zum Abbau der drei Faktoren besprochen. Dazu teilt sich die Lerngruppe nach der "4 Eckenmethode" auf. Nützt dies auf jeden Fall, Etwas, eher nicht, auf keinen Fall? Ein Vorurteile Memory kann von einer kompetenten Lerngruppe gespielt werden. Dazu werden Fakten aus dem Asylvorgang vorgelesen und die dazu passenden Vorurteile werden erraten. Dies setzt Vorwissen über diese Vorgänge voraus. Ein sich anschließender Schritt thematisiert Zivilcourage. Dazu werden Fälle von verbal oder körperlichen Angriffen und Mobbing im Unterrichtsgespräch ermittelt. Drei Plakate werden erstellt, indem Kommentare zu den drei Leitfragen aufgeschrieben werden. Diese sind Zivilcourage, Faktoren zur Verhinderung von Zivilcourage und Regeln beim Ausüben von Zivilcourage. Die Ergebnisse werden diskutiert. Ein Rollenspiel zu Mobbing eines Flüchtlings in der Schule wird in Kleingruppen erarbeitet. Ein Zitat regt die Planung von Inhalten des Spiels an. In einem weiteren Schritt werden soziale Medien als Ort von Gerüchten und Vorurteilen thematisiert. Facebookposts mit Beispielen und deren Wirkung beim Entstehen von Vorurteilen werden diskutiert. Durch Methoden zur Überprüfung von Meldungen wird die Medienkompetenz geschult. Ein Arbeitsblatt mit Quizfragen zu Social Media vertieft und evaluiert die Lernergebnisse. Verhaltensanleitungen gegenüber Falschinformation und Volksverhetzung werden erarbeitet. Der nächste Schritt thematisiert Sprache anhand eines Quiz. In einem Einstieg wird ermittelt, welche Sprachen in der Klasse und an der Schule gesprochen werden. In einer Gruppenarbeit werden zwei Arbeitsblätter zur Mehrsprachigkeit erarbeitet. Dabei wird Mehrsprachigkeit als Auslöser von Vorurteilen, jedoch auch als Vorteil und Berufschance erkannt. Im Anschluss entsteht ein Sprachportrait, in dem die eigenen Sprachen und Erlebnisse damit in einem Körperumriss aufgeschrieben werden. Dies geschieht in Kleingruppen. Zur Verdeutlichung der Multilingualität können alle Sprachen der Lernenden auf einem Plakat im Klassenraum festgehalten werden.

Ein weiterer Schritt thematisiert die Gruppenzugehörigkeit. Identität wird als "plural" erkannt. Jeder Mensch gehört zu mehreren Gruppen. Um dies zu verdeutlichen, wird die eigene "plurale Identität" in einem Soziogramm erfasst. In Sechsecke werden alle Gruppen geschrieben zu denen ein Lerner gehört. In Partnerarbeit wird diese Zugehörigkeit besprochen. Dort werden auch Antworten zu Leitfragen zur Bewertung der Gruppen und konkurrierenden Gruppen entwickelt. So können zwei Sportarten am Nachmittag zeitlich kollidieren.

In einem nächsten Schritt werden die Tagesabläufe und Lebensläufe von geflüchteten Kindern mit denen der Lernenden verglichen. Dazu wird eine Frageliste auf einem Material zu Lieblingsdingen beantwortet. Diese wird dann mit den Aussagen von mehreren Geflüchteten verglichen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden diskutiert. In einem weiteren Schritt wird Integration behandelt. Der Begriff wird geklärt und in Einzelarbeit wird eine Liste von Eigenschaften eines integrierten Menschen bearbeitet. Jedem Punkt kann zugestimmt oder er kann verneint werden. Anschließend bereiten fünf Gruppen eine Podiumsdiskussion zum Thema Integration vor. Dazu sind Leitfragen vorgegeben. Sechs Rollenkarten enthalten zentrale Informationen für die Diskussion. Anschließend werden Ideen und Visionen für eine Plurale Gesellschaftsordnung in Kleingruppen entworfen und präsentiert. 

Material:

M1 Unsere persönliche Landkarte

M2 Migrieren, flüchten

M3 Zukunftsplan Überleben

Ankommen

M4 Flucht – ein Quiz

M5 Schaubilder zu Flucht

M6 Erste Schritte beim Ankommen

Bleiben

M7 Gegenstände von hier und dort

M8 Was braucht der Mensch

M9 Vorurteil, Feindbild, Diskriminierung

M10 Vorurteile-Memory

M11 Zivilcourage

M12 Die Gerüchteküche in den sozialen Netzwerken

M13 Falschmeldungen und ihre Auswirkungen

M14 Sprache – Bildung

M15 Meine Sprachen

M16 Wo gehöre ich dazu

M17 Unterschiede und Gemeinsamkeiten

M18 Integration

M19 Meine, deine, unsere Zukunft – Leben in der Vielfalt


Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6G.3 Dem Gott, der befreit, trauen. Aufbruch, Weggeleit, Ankunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

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