Das Material bietet eine umfassende Übersicht zur deutschen Sozialgeschichte von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, mit Fokus auf die sozialpolitischen Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Hier sind die wichtigsten Punkte:
Ende des Zweiten Weltkrieges und Beginn der Besatzungszeit:
Das Kriegsende wird mit dem 8. Mai 1945 datiert.
Die Siegermächte (USA, Großbritannien, Sowjetunion, Frankreich) übernahmen am 5. Juni 1945 die Regierung in Deutschland.
Vom 17. Juli bis 2. August 1945 fand die Potsdamer Konferenz statt, auf der wichtige Beschlüsse zur Zukunft Deutschlands getroffen wurden.
Gründung der beiden deutschen Staaten:
Die DDR wurde am 7. Oktober 1949 gegründet, die BRD bereits am 23. Mai 1949.
In der DDR dominierte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), und der Sozialismus bestimmte das Staatsziel.
Sozialpolitik in der BRD:
In den 1950er-Jahren erlebte die BRD ein Wirtschaftswunder, das den Grundstein für den modernen Sozialstaat legte.
Die Rentenreform von 1957 führte das Umlageverfahren ein und koppelte die Renten an die Bruttolöhne.
Weitere sozialpolitische Errungenschaften der 1960er- und 1970er-Jahre umfassen das Gleichstellungsgesetz und das Ausbildungsförderungsgesetz (BAföG).
Sozialpolitik in der DDR:
Die Sozialversicherung in der DDR war zentralisiert und pflichtgebunden für alle Arbeitnehmer.
Sozialpolitische Maßnahmen zielten auf die Unterstützung von Frauen und Müttern, um den Arbeitskräftemangel zu kompensieren.
Wiedervereinigung und deren Folgen:
Die Wiedervereinigung Deutschlands wurde am 3. Oktober 1990 vollzogen.
Hauptaufgaben danach waren die Anpassung der Sozialsysteme und die Bewältigung hoher Arbeitslosenzahlen in den neuen Bundesländern.
Sozialpolitik von 1998 bis heute:
Die Agenda 2010 und Hartz-Reformen brachten tiefgreifende Veränderungen im Arbeitsmarkt.
Die Rente mit 67 und Reformen im Gesundheitswesen wurden eingeführt, um das Sozialsystem zukunftssicher zu machen.
Gleichberechtigung der Frauen:
Nach 1945 erlebte das Frauenbild einen Wandel, und rechtliche Verbesserungen wie die Abschaffung des Gehorsamsparagrafen wurden durchgesetzt.
Die DDR förderte die Erwerbstätigkeit von Frauen stärker als die BRD.
Trotz Fortschritten bestehen immer noch Defizite in der Gleichstellung von Frauen.
Dieser Überblick verdeutlicht die wesentlichen sozialen und politischen Entwicklungen in Deutschland von der Nachkriegszeit bis in die moderne Ära der Globalisierung.
Deutschland — ein Land der Zu- und Auswanderer" behandelt die Migrationsgeschichte Deutschlands:
Gründe für die Emigration: Menschen verlassen ihre Heimat aus wirtschaftlichen, politischen oder sozialen Gründen.
Auswanderungswellen im 19. Jahrhundert: Diese wurden durch wirtschaftliche Not und politische Unruhen ausgelöst.
Binnenwanderung: Ersetzte im 20. Jahrhundert die Auswanderung aufgrund von Industrialisierung und Urbanisierung innerhalb Deutschlands.
Flucht vor den Nationalsozialisten: Verfolgte Gruppen umfassten Juden, politische Gegner, Künstler und Intellektuelle.
Gastarbeiter in der Bundesrepublik: Ab Mitte der 1950er-Jahre wurden gezielt Gastarbeiter angeworben, um den Arbeitskräftemangel zu beheben.
Ausländische Arbeitskräfte in der DDR: Herkunftsländer waren unter anderem Vietnam, Mosambik und Kuba.
Freizügigkeit innerhalb der EU: Bedeutet das Recht, innerhalb der EU den Wohnort frei wählen und dort arbeiten zu dürfen.
Zukunft des Arbeitsmarktes: Deutschland wird weiterhin auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.