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Bistum Speyer

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Herbstimpuls Schau wie die Blätter fallen

Veröffentlichung:1.3.2019

Die Unterrichtsstunde "Herbstimpuls schau wie die Blätter fallen" mit 17 Seiten und vier Materialien thematisiert das Totengedenken und die Hoffnung auf neues Leben. Bräuche und Traditionen zur Erinnerung an die Toten werden gesammelt und über ein Material bearbeitet. Der biblische Kontext wird über Johannes 11,25 hergestellt: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

Der Herbstimpuls „Schau wie die Blätter fallen“ greift die besondere Stimmung der Herbstzeit auf und verbindet Naturerfahrungen mit religiösen Fragen nach Vergänglichkeit, Sterben, Tod und Hoffnung. Ausgangspunkt ist das Lied „Schau wie die Blätter fallen“ von Lorenz Maierhofer, das die herbstlichen Veränderungen in der Natur poetisch beschreibt. Fallende Blätter, Erde, Früchte und das Vergehen des Sommers werden als Symbole menschlicher Endlichkeit erschlossen. Über ein Bodenbild, Impulse zu Allerheiligen und Allerseelen, kreative Gestaltungsaufgaben sowie die Auseinandersetzung mit dem Bibelwort „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ aus Johannes 11,25 werden die Lernenden dazu eingeladen, über Leben, Tod, Erinnerung und christliche Auferstehungshoffnung nachzudenken. Das Material verbindet Naturbeobachtung, religiöse Traditionen und theologisches Nachdenken auf altersgemäße Weise.


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Didaktisch eröffnet das Material einen ganzheitlichen Zugang zu existenziellen Themen, indem es bei den Erfahrungen der Lernenden mit den Jahreszeiten ansetzt. Der Einstieg über Herbstlaub, Erde und Musik schafft eine emotionale Atmosphäre, die Wahrnehmung, Erinnerung und persönliche Erfahrungen aktiviert. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit dem Bodenbild, bei dem die Lernenden schrittweise Symbole wie Erde, Blätter, Früchte, Herzen, Kerzen und Kreuz legen und dadurch die Themen Vergänglichkeit, Totengedenken und Hoffnung sinnlich erschließen. Die Materialien zu Allerheiligen und Allerseelen ermöglichen eine lebensweltnahe Begegnung mit christlichen Formen des Erinnerns und Gedenkens. Durch die Gestaltung eines persönlichen Seelenlichtes können Gefühle, Erinnerungen und Hoffnungen kreativ zum Ausdruck gebracht werden. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Theologisieren über Johannes 11,25. Die Lernenden wählen Worte aus dem Bibelvers aus, formulieren eigene Fragen an Jesus, beziehen Stellung zu Aussagen über Auferstehung und ewiges Leben und entwickeln eigene religiöse Deutungen. Dadurch werden religiöse Sprachfähigkeit, Urteilskompetenz und Perspektivübernahme gefördert. Das Material eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu Allerheiligen, Allerseelen, Tod und Auferstehung, Trauer, Hoffnung, christlichen Jenseitsvorstellungen sowie zur Verbindung von Naturerfahrung und religiöser Sinnsuche. Methodisch kommen Liedarbeit, Bodenbild, kreatives Gestalten, Gesprächsformen, Theologisieren, Positionierungsübungen und symbolisches Lernen zum Einsatz und ermöglichen differenzierte Zugänge für heterogene Lerngruppen.

Der Einstieg gelingt über einen stillen Impuls mit Hilfe eines Videos zum Fallen der Blätter im Herbst. Das Video selbst ist auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown-Menü eingebettete Medien zu finden. In M1 liegt ein auswertungsmaterial zum Film vor. Dabei werden die Inhalte in einen Lückentext eingetragen. Persönliche Gedanken können in Blätter eingetragen werden.

In einem weiteren Schritt werden Traditionen zur Erinnerung an verstorbene Verwandte zusammengetragen. Ein Material bietet bekannte Bräuche an. Enthält auch eine Tabelle zur Auswertung, die wie eine Lernüberprüfung benutzt werden kann.

Ein weiteres Material thematisiert die Bedeutung von Lichtern und Kerzen zu Erinnerung an die Toten.

Auch das Anlegen einer Reihe von Bodenbildern ist möglich. Fotos und Anleitung dazu sind Material enthalten. Dabei werden Erde, Tücher, Herbstblätter und weitere Legematerialien verwendet.

In einem weiteren Schritt wird das Bibelzitat "Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt" Joh 11,25 untersucht. Eine detaillierte Anleitung dazu ist im Material enthalten. Der nächste Schritt enthält ein Material mit einer tabellarischen Fragenliste. Dabei wird eine Reihe von Fragen aus dem Material abgestimmt, die sich mit dem persönlichen Glauben an ein Leben nach dem Tod befassen. Es gibt vier Grade von Zustimmung oder Ablehnung.

Einstieg: Stummer Impuls und Lied

Herbstlaub und Erde als Symbolimpuls

Zu Beginn betrachten die Lernenden Herbstlaub und Erde. Gleichzeitig hören sie das Lied „Schau wie die Blätter fallen“.

Im Unterricht passiert:

Wahrnehmung der Herbststimmung

Sammeln erster Assoziationen

Erinnerungen an Naturerfahrungen aktivieren

Gespräch über Vergänglichkeit und Veränderung

emotionaler Zugang zum Thema Sterben und Tod

Das Lied dient als atmosphärischer Zugang und macht die Symbolik des Herbstes erfahrbar.


Material M1: „Schau wie die Blätter fallen“

Das Arbeitsblatt enthält einen Lückentext zum Lied sowie Impulse für Gedanken, Erinnerungen und persönliche Deutungen.

Im Unterricht passiert:

Erschließung des Liedtextes

Arbeit mit Schlüsselbegriffen wie Erde, Zeit, Leben und Ziel

Reflexion über Vergänglichkeit

Austausch über die Frage: „Wofür ist die Zeit gekommen?“

Formulierung eigener Thesen zum Leben und Sterben

Die Lernenden verbinden Naturvorgänge mit eigenen Lebenserfahrungen.

Bodenbild Variante 1

Mit Erde, Herbstlaub, Früchten, Herzen, Teelichtern und einem Kreuz wird schrittweise ein Bodenbild gestaltet.

Schritt 1: Erde entdecken

Im Unterricht passiert:

Wahrnehmung der Erde als Ursprung allen Lebens

Gespräch über Werden und Vergehen

Schritt 2: Herbstlaub in die Erde legen

Im Unterricht passiert:

Symbolische Erfahrung von Vergänglichkeit

Nachdenken über den Kreislauf des Lebens

Schritt 3: Erde und Herbstfrüchte

Im Unterricht passiert:

Verbindung von Ernte und Vergänglichkeit

Gespräch über Wachstum und Lebenszyklen

Schritt 4: Totengedenken

Im Unterricht passiert:

Einführung in Allerheiligen und Allerseelen

Kennenlernen christlicher Erinnerungskultur

Schritt 5: Herzen und Kerzen

Im Unterricht passiert:

Gedenken an verstorbene Menschen

Namen oder Erinnerungen auf Herzen schreiben

Kerzen als Hoffnungszeichen entzünden

Schritt 6: Kreuz und Blumen

Im Unterricht passiert:

christliche Auferstehungshoffnung thematisieren

Gebet oder Moment der Stille

Symbolik von Kreuz und Leben erschließen

Das Bodenbild ermöglicht eine ganzheitliche und sinnliche Auseinandersetzung mit Tod und Hoffnung.

Tafelbild Variante 2

Alternativ wird die Unterrichtseinheit über Fotografien und ein Tafelbild gestaltet.

Im Unterricht passiert:

gemeinsame Bildanalyse

schrittweiser Aufbau der Symbole an der Tafel

Sammeln von Gedanken und Deutungen

Sicherung der Ergebnisse

Diese Variante eignet sich besonders für Unterricht in klassischer Sitzordnung.

Material M2: Totengedenken

Das Arbeitsblatt informiert über Allerheiligen, Allerseelen und christliche Vorstellungen vom Leben nach dem Tod.

Im Unterricht passiert:

Kennenlernen kirchlicher Traditionen

Bearbeitung von Verständnisfragen

Reflexion familiärer Erinnerungsrituale

Austausch über Friedhofsbesuche, Kerzen und Gedenkformen

Recherche zu Seelengeigen und regionalen Bräuchen

Die Lernenden entdecken, wie Menschen mit Tod und Erinnerung umgehen.

Material M3: Herzenssache Seelenlicht

Die Lernenden gestalten ein persönliches Seelenlicht für einen verstorbenen Menschen.

Im Unterricht passiert:

kreative Erinnerungsarbeit

Ausdruck von Gefühlen durch Farben und Symbole

Formulierung von Erinnerungen und Wünschen

Gespräch über Liebe, Erinnerung und Verbundenheit

Das Material verbindet Trauerarbeit mit Hoffnung und Wertschätzung.

Material M4: Johannes 11,25

Ausgangspunkt ist Jesu Wort:

„Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“

Die Lernenden setzen sich mit diesem Bibelvers und der Geschichte von Marta und Lazarus auseinander.

Schritt 1: Ein Wort auswählen

Im Unterricht passiert:

persönliche Annäherung an den Bibeltext

Wahrnehmung eigener Gedanken

Schritt 2: Stellung beziehen

Im Unterricht passiert:

Diskussion über Aussagen zum ewigen Leben

Entwicklung eigener Positionen

Schritt 3: Fragen an Jesus formulieren

Im Unterricht passiert:

existenzielle Fragen ausdrücken

Zweifel und Hoffnungen benennen

Schritt 4: Theologisieren

Im Unterricht passiert:

gemeinsames Nachdenken über Tod und Auferstehung

Austausch unterschiedlicher Vorstellungen

Entwicklung eigener religiöser Deutungen

Positionierungsspiel

Die Lernenden ordnen sich zu Aussagen wie:

Wer an Jesus glaubt, wird leben.

Der Glaube an Jesus führt zu ewigem Leben.

Wer glaubt, braucht keine Angst vor dem Tod zu haben.

Im Unterricht passiert:

Meinungsbildung

Argumentieren und Begründen

Perspektivwechsel

theologisches Gespräch

Dieses Material bildet den theologischen Höhepunkt der Unterrichtseinheit.

Material:

M1 Schau wie die Blätter fallen

M2 Totengedenken

M3 Herzenssache Seelenlicht

M4 Johannes 11, 25

5 Fotografien



Methoden:

Bodenbild

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

MrCantemus - Musik von Lorenz Maierhofer

15.5.2024

Umfang: Anregung

Schulbereich: Primarstufe

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Bibel und Tradition (Hessen | Primarstufe 3/4).

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Mensch und Welt (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

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