„So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“ - Ja, das sagt „Jakobus“, der Autor dieses Briefes, und begibt sich damit in deutlichen Gegensatz zu seinem Kollegen Paulus; SOMMERS WELTLITERATUR fasst das Ganze in sechs Minuten zusammen.
Der Autor des Briefes gibt sich als Jakobus, der Bruder Jesu, aus, was vermutlich eine Fiktion ist - wahrscheinlicher ist es, dass der Brief um 100 n. Chr. verfasst wurde. Es geht zunächst um den Gegensatz zwischen Arm und Reich - wer arm ist und glaubt, hat gute Chancen auf Erlösung, während Reiche im Prinzip keine Chance haben. Anschließend kommt der Verfasser darauf zu sprechen, dass Glaube allein nicht ausreiche, sondern den Worten immer auch gute Taten folgen müssten, um als gerecht vor Gott zu gelten. [Eine direkte Entgegnung von Paulus, wie sie in unserem Video eingebaut ist, findet natürlich im Original nicht statt.] Weiterhin erklärt der Jakobusbrief, dass nicht jedermann zum Lehrer geeignet sei, Worte vielmehr sehr gefährlich seien. Am Ende folgen die üblichen Ermutigungen und Ermahnungen zu einem gottgefälligen Leben.