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Matthias CameranTimo KesslerClaudia Gärtner

Matthias Cameran,

Timo Kessler,

Claudia Gärtner

Die Klimakatastrophe als Herausforderung für Kirche und Religionsunterricht

Veröffentlichung:4.10.2022

Dieses Video thematisiert über eine Vorlesung kirchliche Klimapolitik und die Notwendigkeit zur Transformation der Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit. Der Klima und Umweltschutzbericht ist ein erster Ansatz, um diese Veränderungen zu Belegen. Wenn zwei Milliarden Christen ihr Leben und ihren Konsum verändern, ändert sich die Welt.

Clauda Gärtner (TU Dortmund) thematisiert den Klimawandel aus Perspektive der Theologie und Kirche und leitet Implikationen für das religionspädagogische Handeln ab.

Das Video setzt sich mit der Frage auseinander, welche Rolle Kirche, religiöse Bildung und christliche Ethik angesichts der Klimakrise einnehmen können und müssen. Ausgangspunkt sind Beispiele prominenter christlicher Stimmen wie der Jesuit Jörg Alt, der Philosoph und Theologe Jürgen Manemann sowie Papst Franziskus, die angesichts der ökologischen Krise tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen fordern. Das Video analysiert die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln im Bereich des Klimaschutzes und fragt nach den Ursachen dieser Lücke. Dabei werden psychologische, gesellschaftliche und pädagogische Erklärungsansätze vorgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Bedeutung religiöser Bildung für gesellschaftliche Transformation. Christlicher Glaube erscheint dabei als Quelle von Hoffnung, Kritik, Gemeinschaft und Veränderungsbereitschaft. Das Video plädiert dafür, religiöse Bildung nicht auf Wissensvermittlung oder individuelle Verhaltensänderungen zu beschränken, sondern als Raum für politische Teilhabe, gemeinschaftliches Handeln, Verantwortungsübernahme und die Entwicklung alternativer Zukunftsvisionen zu verstehen.

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Das Video eignet sich insbesondere für die gymnasiale Oberstufe sowie für Kurse in Religion, Ethik, Politik und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es bietet einen anspruchsvollen Zugang zu den Themen Klimagerechtigkeit, Schöpfungsverantwortung, politische Bildung, religiöse Identität und gesellschaftliche Transformation. Aufgrund seiner komplexen Argumentation empfiehlt sich eine gezielte Strukturierung durch die Lehrkraft.

Ein möglicher Einstieg besteht darin, die Lernenden mit der Frage zu konfrontieren, warum Menschen trotz umfangreichen Wissens über die Klimakrise ihr Verhalten oft nicht grundlegend verändern. Die Lernenden können zunächst eigene Vermutungen formulieren und Erfahrungen aus ihrem Alltag einbringen. Anschließend bietet das Video vielfältige Anknüpfungspunkte, um diese Frage differenziert zu bearbeiten.

Während der Rezeption können die Lernenden verschiedene Argumentationsebenen erfassen. Eine Gruppe dokumentiert die theologischen Positionen, eine weitere die psychologischen Erklärungen für die Lücke zwischen Wissen und Handeln, eine dritte die pädagogischen Konsequenzen und eine vierte die politischen Forderungen. Dadurch wird deutlich, dass die Klimakrise nicht allein naturwissenschaftlich verstanden werden kann, sondern ethische, kulturelle, soziale und religiöse Dimensionen umfasst.

Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Transformation. Die Lernenden können untersuchen, welche Zukunftsbilder im Video vorgestellt werden und welche Rolle religiöse Vorstellungen wie Reich Gottes, neue Erde oder Umkehr für gesellschaftliche Veränderungsprozesse spielen. Dabei eröffnet sich die Möglichkeit, christliche Zukunftshoffnungen mit gegenwärtigen Debatten über Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit zu verknüpfen.

Methodisch eignet sich das Medium hervorragend für Diskussionen, Zukunftswerkstätten oder projektorientierte Lernformen. Die Lernenden können eigene Visionen einer nachhaltigen Schule, Gemeinde oder Gesellschaft entwickeln und prüfen, welche konkreten Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Ebenso kann diskutiert werden, ob zivilgesellschaftlicher Protest, politisches Engagement oder Formen des zivilen Ungehorsams legitime Mittel gesellschaftlicher Veränderung darstellen.

Für den Religionsunterricht besonders bedeutsam ist die Reflexion über die Rolle von Religion in gesellschaftlichen Krisen. Das Video macht deutlich, dass religiöse Traditionen nicht nur individuelle Sinnangebote bereitstellen, sondern auch Gemeinschaften bilden, Werte vermitteln und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können. Die Lernenden setzen sich dabei mit der Frage auseinander, wie christlicher Glaube heute zu Themen wie Klimaschutz, Gerechtigkeit und Verantwortung beitragen kann.

Darüber hinaus fördert das Medium die Entwicklung von Urteilskompetenz, Partizipationsfähigkeit und demokratischem Bewusstsein. Es ermutigt Lernende dazu, sich als handlungsfähige Akteure wahrzunehmen und die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft nicht ausschließlich politischen Institutionen zu überlassen. Damit leistet das Video einen wichtigen Beitrag zu einer Religionspädagogik, die Verantwortung, Hoffnung und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.3 Kirche in der Welt von heute.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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