Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie für fächerübergreifende Themen der Medienbildung und Friedenserziehung in der Sekundarstufe. Die Lernenden setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander und reflektieren ihr eigenes Verhalten in sozialen Netzwerken und digitalen Kommunikationsräumen. Methodisch bietet sich zunächst ein Einstieg über persönliche Erfahrungen mit sozialen Medien oder über aktuelle Beispiele von Hate Speech an. Die enthaltenen Karikaturen und Fallbeispiele ermöglichen einen anschaulichen und lebensweltbezogenen Zugang zum Thema. Anschließend können zentrale Begriffe wie Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Hassrede und digitale Verantwortung gemeinsam geklärt werden. Besonders geeignet sind Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Diskussionen über die Grenzen der Meinungsfreiheit sowie über Möglichkeiten friedlicher Kommunikation im Netz. Die Lernenden können darüber hinaus eigene Strategien gegen Hassrede entwickeln und Handlungsmöglichkeiten für Zivilcourage im digitalen Raum erarbeiten. Die im Material enthaltenen Reflexionsaufgaben fördern Perspektivwechsel und Empathie, indem sowohl die Sichtweise von Betroffenen als auch die Motive von Täterinnen und Tätern thematisiert werden. Ebenso eignet sich das Medium für Projektarbeit, Medienanalysen oder die Entwicklung eigener Kampagnen gegen Hate Speech. Durch die Verbindung von Friedensbildung, Menschenrechten und Medienkompetenz leistet das Material einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung und zur Förderung verantwortungsvollen Handelns im digitalen Alltag.
In einem ersten Schritt werden die Artikel der Menschenrechtserklärung auf Verletzung durch Hate Speech untersucht. Die Artikel der Menschenrechtserklärung sind im Dropdown Menü eingebettete Medien auf ru-digital zu finden. Eine Definition von Hate Speech liegt in Material bereits vor. Sie kann im Plenum auch vorher entwickelt werden. Anschließend werden von Hate Speech betroffene Individuen und Gruppen gesammelt.
Im nächsten Schritt wird eine Karikatur zur Verdrängung der freien Rede durch Hate Speech analysiert. Dabei fühlt sich der Raum der Meinungsfreiheit mit immer mehr Hass an, bis das Bild schwarz wird und der Sprecher an seinen eigenen Worten erstickt. Anschließend wird empathischer Kontakt zu einem Betroffenen hergestellt. Persönliche Gefühle bei diesem sich hineinversetzen werden thematisiert. Eigene Erfahrung können in Gruppen arbeiten oder im Plenum eingebracht werden. In einem weiteren Schritt werden Motivationen und Gründe für Hassbotschaften im Internet gesammelt. Dies kann in Form einer Mindmap geschehen.
Der nachfolgende Schritt thematisiert Abwehrmöglichkeiten gegen Hass im Internet. Dabei kann gewaltfreie Sprache thematisiert werden. Zudem können in Webrecherche eine Reihe von Begriffen wie love Speech definiert werden. Hier raus kann eine Definition gewaltfreie Sprache entwickelt werden. In einem weiteren Schritt wird auf an der Webseite no hate speech.de in Gruppenarbeit eines der Projekte verfasst und präsentiert. Dabei stehen Hilfsmöglichkeiten für Betroffene im Vordergrund. Abschließend wird eine persönliche Meinung zur Effektivität dieser Maßnahmen entwickelt und diskutiert.