Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II im Themenbereich Islam, Weltreligionen und interreligiöses Lernen. Der Text ermöglicht Lernenden einen differenzierten Zugang zum Koran und unterstützt das Verständnis islamischer Glaubenspraxis jenseits stereotyper Vorstellungen. Didaktisch bietet sich zunächst eine strukturierende Erarbeitung grundlegender Informationen über Aufbau, Entstehung und Bedeutung des Korans an. Besonders gewinnbringend ist der Vergleich zwischen Koran, Tenach und Neuem Testament, da Lernende Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Offenbarungsverständnisse herausarbeiten können. Die erste Sure des Korans eignet sich zudem hervorragend für eine vergleichende Analyse mit dem Vaterunser oder dem Schema Israel. Methodisch können Lernende Tabellen erstellen, zentrale Begriffe klären oder in Gruppenarbeit unterschiedliche Aspekte des Korans bearbeiten. Ebenso bietet sich die Arbeit mit Hörbeispielen koranischer Rezitation an, um die Bedeutung des gesprochenen Wortes im Islam erfahrbar zu machen. Die Ausführungen Navid Kermanis eröffnen darüber hinaus Gespräche über Offenbarung, Heiligkeit und die Bedeutung religiöser Sprache. Kreative Methoden wie Kalligrafieprojekte, Symbolarbeit oder das Gestalten interreligiöser Vergleichsplakate fördern einen anschaulichen Zugang. Das Medium stärkt die Dialogfähigkeit, das interreligiöse Verständnis und die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Traditionen respektvoll und differenziert wahrzunehmen.
In einem ersten Schritt werden vier Multiple-Choice-Fragen zum Aufbau des Korans mithilfe eines Informationstextes beantwortet. Im zweiten Schritt entsteht ein zeitgeschichtlicher Überblick über die Entstehung von Koran, Tenach und Neuem Testament.
In einem dritten Schritt werden die drei Begriffe Offenbarung, Sakrament und Prophet mithilfe eines Informationstextes definiert. Der nachfolgende vierte Schritt untersucht die Entstehungsgeschichte des Koran. Dabei wird der Koran als direkte Offenbarung Gottes hinterfragt.
In einem abschließenden Schritt wird die erste Sure des Koran interreligiös untersucht. Dabei wird basierend auf vorhergehenden Informationen diskutiert ob Juden und Christen diese suche ebenfalls beten können.
Sure 1:
1. Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes
2. Lob sei Gott, dem Herrn der Welten[9],
3. dem Barmherzigen und Gnädigen,
4. der am Tag des Gerichts regiert!
5. Dir dienen wir, und Dich bitten wir um Hilfe.
6. Führe uns den geraden Weg,
7. den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die D(ein)em Zorn verfallen sind und irregehen!