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Stiftung Friedensbildung

Stiftung Friedensbildung

Erinnerungskulturen & Kolonialismus

Veröffentlichung:1.2.2020

Die Unterrichtsstunde "Erinnerungskulturen & Kolonialismus" mit vier Seiten untersucht den Umgang mit der deutschen Kolonialgeschichte. Das Material besteht aus zwei Teilen. Im ersten wird die Kolonialgeschichte anhand exemplarischer Bilder und Texte behandelt. In der Zweiten wird der Umgang mit Erinnerungskultur und Denkmalsturz untersucht.

Das Medium „Erinnerungskulturen und Kolonialismus“ aus der Reihe „Friedensbildung AKTUELL“ thematisiert den gesellschaftlichen Umgang mit kolonialer Vergangenheit und deren Bedeutung für heutige Erinnerungskulturen. Ausgangspunkt ist die Diskussion um Rassismus, Kolonialgeschichte und die Frage, wie Gesellschaften mit historischen Ungerechtigkeiten umgehen. Das Material verbindet historische Informationen zur deutschen Kolonialherrschaft in Namibia mit aktuellen Debatten über Wiedergutmachung, Denkmäler und inklusive Erinnerungskulturen. Lernende setzen sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinander, analysieren Bilder und Quellen, führen Rollen und Diskussionen durch und entwickeln eigene Ideen für eine zeitgemäße Erinnerungskultur. Darüber hinaus werden familiäre Erinnerungen, Zeitzeugeninterviews sowie kreative Formen des Erinnerns aufgegriffen. Das Medium bietet zahlreiche Impulse für einen gegenwartsbezogenen und werteorientierten Unterricht.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für einen kompetenzorientierten Religionsunterricht, der historische Verantwortung, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Frieden thematisiert. Die Materialien fördern Perspektivwechsel, Urteilsbildung und Empathiefähigkeit, indem Lernende unterschiedliche Positionen zu kolonialer Gewalt und Erinnerungskultur kennenlernen und bewerten. Methodisch bietet das Heft vielfältige Zugänge: Bildanalyse, Rechercheaufgaben, Gruppenarbeit, Rollenspiel, Diskussion, Zeitstrahlarbeit, digitales Storytelling und kreative Gestaltungsaufgaben ermöglichen einen abwechslungsreichen Unterricht. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von historischem Lernen mit lebensweltlichen Erfahrungen der Lernenden. Durch Familieninterviews und Diskussionen über Denkmäler wird Geschichte mit der eigenen Gegenwart verknüpft. Der Religionsunterricht kann dabei Fragen nach Schuld, Versöhnung, Verantwortung und gerechtem Zusammenleben vertiefen. Ebenso eröffnet das Medium Möglichkeiten für fächerverbindendes Lernen mit Geschichte, Ethik, Gemeinschaftskunde oder Deutsch. Die Materialien fördern eine diskriminierungskritische Haltung und regen dazu an, gesellschaftliche Erinnerungskulturen aus christlich ethischer Perspektive zu reflektieren und weiterzudenken. Besonders geeignet ist das Medium für projektorientierte Unterrichtsformen, Präsentationen, Lernprodukte oder gemeinsame Diskussionen im Plenum.

Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse historischer Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Dabei wird der "Glorie" deutscher Kolonialzeit die "Steinzeit" der afrikanischen Bewohner gegenübergestellt. Dabei sind diese jedoch in ihrer eigenen Kultur und physischen Fitness nicht als unterwürfige Sklaven dargestellt.

In Gruppenarbeit werden über Webrecherche Informationen für einen Zeitstrahl gesammelt. Links dazu sind auch über einen QR Code verfügbar. In einem weiteren Schritt werden die Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia anhand eines tabellarischen Materials besprochen.

Dieser Teil schließt mit einer Podiumsdiskussion zu Wiedergutmachung und Entschuldigung mit Vertretern Deutschlands, Namibias, der Herero und Pressevertretern.

Der zweite Block beginnt mit einer Reflexion von Erinnerungskultur. Oft wird nur positives aus dem gesellschaftlichen kulturellen Gedächtnis erinnert und verherrlicht zu den guten alten Zeiten. Dazu wird diskutiert, welche Ereignisse in Deutschland nicht vergessen werden dürfen und wie Erinnerung möglich ist. In einem zweiten Schritt werden Zeitzeugeninterview mit der eigenen Familie geführt. Es kann zudem eine digitale Familienlandkarte oder ein kurzes Video entstehen.

Abschließend wird das Beispiel einer revidierten Erinnerungskultur aus England vorgestellt. Dort wurde die Statue eines Sklavenhändlers von jungen Leuten in einem Fluss versenkt.

Material:

M1 - Bilder aus der Kolonialzeit

M2 - Die deutsche und die namibische Regierung verhandeln über Entschuldigung

M3 - „Recht auf Wiedergutmachung“

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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