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Deutsche Welle

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Colonial genocide in Namibia

Veröffentlichung:14.10.2016

Germany and Namibia are discussing ways to remember the genocide of Nama and Herero. Interview with Esther Muinjangue, director of the Ovaherero Genocide Foundation - and Ida Hoffmann, chair of the Nama Genocide Committee and a member of the Namibian parliament.

Das Video thematisiert den Völkermord an den Herero und Nama in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, und ordnet ihn als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts ein. Das Video erläutert die historischen Hintergründe der deutschen Kolonialherrschaft sowie die brutale Niederschlagung des Aufstands der Herero und Nama in den Jahren 1904 und 1905. Dabei wird deutlich, dass zehntausende Menschen durch Vertreibung in die Wüste, Hunger, Gewalt und Repression ums Leben kamen. Im Mittelpunkt des Mediums stehen zudem aktuelle Debatten um Erinnerung, Entschuldigung, Versöhnung und Reparationsforderungen. Vertreterinnen der Herero- und Nama-Gemeinschaften kritisieren, dass ihre Perspektiven in politischen Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia zu wenig berücksichtigt würden. Das Medium macht sichtbar, dass die Folgen kolonialer Gewalt bis heute nachwirken und Fragen nach historischer Verantwortung, Anerkennung und Gerechtigkeit weiterhin aktuell sind.

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Das Video ermöglicht Lernenden einen emotionalen und zugleich sachorientierten Zugang zu einem historischen Ereignis, das im schulischen Kontext häufig wenig bekannt ist. Besonders wertvoll ist die Verbindung von historischer Information und gegenwärtigen Stimmen Betroffener, da dadurch Perspektiven der Nachfahren sichtbar werden. Im Unterricht kann das Medium genutzt werden, um zunächst Grundlagen des europäischen Kolonialismus und der deutschen Kolonialgeschichte zu erarbeiten. Anschließend lassen sich Fragen nach Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung diskutieren. Dabei eröffnet das Video vielfältige Möglichkeiten für ethische Reflexionen: Was bedeutet Versöhnung nach historischem Unrecht? Kann es Gerechtigkeit nach einem Genozid geben? Welche Rolle spielen Entschuldigungen, Reparationen und öffentliche Erinnerung? Methodisch eignen sich Diskussionen, Perspektivwechsel, Standpunktlinien oder die Analyse historischer und aktueller Quellen. Ebenso können Lernende Redebeiträge oder Briefe aus unterschiedlichen Perspektiven verfassen, etwa aus Sicht der Betroffenen, der Politik oder internationaler Organisationen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten über Rassismus, Diskriminierung und postkoloniale Verantwortung. Das Medium fördert historisches Lernen ebenso wie Empathie, Menschenrechtsbildung und politische Urteilsfähigkeit. Sensibel begleitet werden sollte dabei die emotionale Belastung des Themas, insbesondere im Hinblick auf Gewalt, Unterdrückung und Völkermord. Darüber hinaus eignet sich das Video zur Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur und der Frage, wie Gesellschaften heute mit historischem Unrecht umgehen können.

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