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Der Lehrerclub

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Die sieben neuen Weltwunder

Veröffentlichung:1.1.2018

Die Unterrichtsstunde "Die sieben neuen Weltwunder" reflektiert auf neun Seiten mit fünf Materialien den Begriff Wunder anhand der Weltwunder. Diese Stunde eignet sich als Einstieg in die Wundererzählungen und Gleichnisse der Bibel.

Das Medium „Die sieben Weltwunder der Antike“ ist eine Sammlung von sieben Lesemodulen mit Sachtexten, Illustrationen und unterschiedlichen Aufgabenformaten. Vorgestellt werden bedeutende Bauwerke und Kunstwerke der antiken Welt. Dazu gehören die Zeusstatue in Olympia, die Pyramiden von Gizeh, das Mausoleum von König Mausollos II., der Leuchtturm von Pharos, der Koloss von Rhodos, die Hängenden Gärten in Babylon und der Tempel der Artemis in Ephesus. Die einzelnen Arbeitsblätter vermitteln Informationen über Entstehung, Aussehen, Funktion, historische Hintergründe und das weitere Schicksal der jeweiligen Weltwunder. Dabei werden auch religiöse Zusammenhänge sichtbar. Die Zeusstatue steht im Kontext des Zeusheiligtums von Olympia und der Opferpraxis während der Olympischen Spiele. Der Koloss von Rhodos wird als Statue zu Ehren des Gottes Helios vorgestellt. Beim Tempel der Artemis erfahren die Lernenden etwas über Artemis als Göttin der Fruchtbarkeit, der Jagd und des Krieges. Auch die Pyramiden von Gizeh eröffnen mit ihrer Verbindung zu den Pharaonen und möglichen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod einen Zugang zu religiösen Fragen der Antike. Die Sachtexte werden durch Zeichnungen und vielfältige Aufgaben zur Texterschließung ergänzt. Dazu gehören Fragen zum Textverständnis, Aussagen zum Ankreuzen, das Erkennen falscher Wörter, das Ergänzen von Sätzen, das Ordnen vermischter Sätze und das Verfassen eigener Zusammenfassungen.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders als ergänzendes Material innerhalb einer Unterrichtsreihe zu Religionen der Antike, Gottesvorstellungen, Kultstätten, Heiligtümern, Tempeln und religiösen Ausdrucksformen. Da die Materialien ursprünglich stark auf die Förderung des Leseverständnisses ausgerichtet sind, sollte die religionspädagogische Verwendung durch zusätzliche Fragestellungen erweitert werden. Als Einstieg bietet sich die Titelseite an, auf der exemplarisch die Zeusstatue, die Pyramiden und der Koloss von Rhodos dargestellt sind. Die Lernenden können zunächst Vermutungen dazu äußern, weshalb Menschen solche monumentalen Bauwerke und Statuen errichteten und welche Vorstellungen von Göttern, Herrschaft, Tod oder menschlicher Größe darin zum Ausdruck kommen könnten. Anschließend können die sieben Lesemodule arbeitsteilig bearbeitet werden. In Gruppen übernehmen die Lernenden jeweils ein Weltwunder, lesen den Sachtext, bearbeiten die vorhandenen Aufgaben und erstellen anschließend eine kurze Präsentation. Für den Religionsunterricht sollte ein zusätzlicher Beobachtungsauftrag gestellt werden: Welche religiösen Vorstellungen werden sichtbar? Welche Bedeutung besitzen Götter, Tempel, Opfer, Tod oder Jenseits? Welche Funktion besitzt das Bauwerk für die damaligen Menschen? Welche Verbindung besteht zwischen Religion, Gesellschaft und Herrschaft? Besonders ergiebig ist ein Vergleich der Zeusstatue, des Kolosses von Rhodos und des Artemistempels. Die Lernenden können untersuchen, wie Gottheiten dargestellt und verehrt wurden und welche Eigenschaften ihnen zugeschrieben wurden. Bei der Zeusstatue lässt sich beispielsweise die Verbindung zwischen sportlichem Ereignis und religiösem Kult thematisieren. Beim Koloss kann danach gefragt werden, weshalb Menschen eine monumentale Statue für Helios errichteten und welche Bedeutung die Vorstellung göttlichen Schutzes für eine Stadt besitzen konnte. Beim Artemistempel können Tempelarchitektur und Gottesvorstellung miteinander verbunden werden. Die Pyramiden von Gizeh ermöglichen dagegen einen Zugang zu Tod, Bestattung und Jenseitsvorstellungen. Methodisch bietet sich eine Vergleichstabelle mit Kategorien wie Ort, Zeit, Funktion, dargestellte oder verehrte Gottheit, religiöse Bedeutung, gesellschaftliche Bedeutung und heutiger Erhaltungszustand an. Anschließend können die Ergebnisse in einem Museumsrundgang präsentiert werden. Jede Gruppe gestaltet eine Informationsstation zu ihrem Weltwunder. Neben den Sachinformationen können eine Zeichnung, zentrale Begriffe und eine religionsbezogene Leitfrage präsentiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Erstellung einer antiken Landkarte, auf der die Weltwunder verortet und mit kurzen Informationen versehen werden. Für eine vertiefende religiöse Urteilsbildung kann der Begriff Weltwunder selbst zum Gegenstand werden. Die Lernenden überlegen, weshalb Menschen bestimmte Bauwerke als außergewöhnlich und bewundernswert ansehen und welche Rolle Religion bei ihrer Entstehung spielt. Daran kann ein Gegenwartsbezug anschließen: Welche religiösen Bauwerke würden Menschen heute als außergewöhnlich bezeichnen und weshalb? Dabei können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen antiken Tempeln und heutigen religiösen Gebäuden herausgearbeitet werden, ohne unterschiedliche Religionen vorschnell gleichzusetzen. Die unterschiedlichen Aufgabenformen des Mediums ermöglichen zudem eine gute Differenzierung. Lernende mit Unterstützungsbedarf können stärker mit den vorhandenen Ankreuzaufgaben und Illustrationen arbeiten, während leistungsstärkere Lernende zusätzliche Deutungsfragen, Vergleiche oder kurze Rechercheaufträge bearbeiten. Auch sprachsensibler Religionsunterricht lässt sich mit dem Material verbinden, indem zentrale Begriffe wie Gottheit, Heiligtum, Tempel, Opfer, Pharao, Grabmal und Verehrung vor der Textarbeit geklärt werden. Als Abschluss kann die Leitfrage „Warum bauen Menschen für ihre Götter?“ diskutiert werden. Dadurch werden die zunächst historischen Sachtexte zu einem religionspädagogischen Lerngegenstand, der den Zusammenhang von Religion, Kultur, Architektur, Herrschaft und menschlichen Grundfragen sichtbar macht.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

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