Bei einer Razzia in Süddeutschland wird ein Fünfjähriger gefragt, was er denn einmal werden wolle. Antwort: „Ich will in den Heiligen Krieg ziehen und Ungläubige töten wie mein Vater.“ Durchaus kein Einzelfall.
Der Österreicher Oliver N. war sechzehn, hatte eine Ausbildung und einen krisenfesten Job. Aber unter den „Brüdern“ einer Moscheegemeinde radikalisiert er sich, konvertiert zum Islam und reist über die Türkei nach Syrien, schließt sich dort dem IS an. In einem Internet-Chat sammeln sich Jugendliche und diskutieren immer wieder, was zum Leben eines gläubigen Muslim dazugehört. Systematisch sorgt der Wortführer dafür, dass die jungen Leute immer radikalere Positionen einnehmen. Am Ende sind sie zu allem bereit, sogar zu einem gewalttätigen Anschlag in Deutschland.