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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftDominik Helbling

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Dominik Helbling

bergnge schulische

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt schulische Übergänge als religionspädagogisches Thema, das bislang in der Fachliteratur stark vernachlässigt wurde. Obwohl die Religionspädagogik theoretische Grundlagen für die Reflexion von Übergängen hat, wie etwa sakramentale Initiationsriten oder Eriksons Entwicklungsmodell, werden schulische Transitionen kaum systematisch bearbeitet. Der Autor stellt dar, wie schulische Übergänge als mehrdimensionale Prozesse verstanden werden, die Kinder, Familien und Schulinstitutionen betreffen und spezifische Anforderungen an alle Beteiligten stellen. Besonders berücksichtigt werden die Perspektiven der betroffenen Kinder, der Erziehungsverantwortlichen und der Institution Schule mit ihren Selektionsmechanismen.

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Der Lexikonartikel untersucht die geringe Präsenz von schulischen Übergängen in der religionspädagogischen Forschung und Literatur, obwohl die Religionspädagogik dem Thema prinzipiell affin sein sollte. Der Autor identifiziert theoretische Wurzeln in der frühen kirchlichen Sakramentenlehre, in van Genneps ethnologischem Konzept der Übergangsriten als dreiteiliger Prozess und in Eriksons Modell der psychosozialen Entwicklung. Die zeitgenössische, empirisch ausgerichtete Transitionsforschung betrachtet Übergänge als zeitlich begrenzte Phasen, die durch markante Ereignisse ausgelöst werden und sowohl Kontinuität als auch Diskontinuität aufweisen. Schulische Übergänge werden als mehrdimensionale Prozesse mit verschiedenen Akteuren verstanden, die spezifische Anforderungen an Kinder, Familien und Schulinstitutionen stellen. Für Kinder bringen Übergänge Zäsuren wie Institutionswechsel, neue soziale Netze und Entwicklungsaufgaben mit sich, die als kritische Lebensereignisse erfahren werden können. Für Erziehungsverantwortliche beginnt eine Phase der Ablösung und des Status-bewusstseins, während Schulen im Spannungsfeld zwischen Bildungsrecht und faktischer Selektion operieren. Die erfolgreiche Bewältigung von Übergängen wird als Transitionskompetenz des gesamten sozialen Systems verstanden, wobei institutionelle Faktoren oft wichtiger sind als individuelle Leistungen.

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