Zwei Jahre, nachdem ihr Mann gestorben war, fand Bodo Razafiniaina Unterstützung für ihren Lebensweg als alleinstehende Frau. Seit 2012 besucht sie die Trainings von Vahatra. „Dort lerne ich, wie man Reis auf Vorrat hält, werde beim Hausbau unterstützt und erfahre, wie ich die Rechte für mein Land erwerbe.“ In Madagaskar ist es ein großes Problem, dass Witwen das Land nach dem Tod des Mannes einfach weggenommen werden kann, wenn kein Landrechtszertifikat auf ihren Namen existiert.
Das Video erzählt die bewegende Lebensgeschichte einer Bäuerin und Witwe, die nach vielen Jahren familiärer Belastungen und häuslicher Gewalt ihren eigenen Weg in die Selbstständigkeit gefunden hat. Die Protagonistin berichtet von einem Ehemann, der alkoholabhängig war und sie sowie die Kinder misshandelte. Nach seinem Tod musste sie allein Verantwortung für ihre Familie übernehmen. Durch die Unterstützung eines Dorfvereins erhielt sie neue Perspektiven und erlernte wichtige Fähigkeiten im Bereich Landwirtschaft, Haushaltsführung, Hygiene und rechtlicher Absicherung ihres Besitzes. Schritt für Schritt gelang es ihr, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern und sich als angesehene Persönlichkeit in ihrer Dorfgemeinschaft zu etablieren. Besonders eindrucksvoll ist ihr Wunsch, anderen Frauen Mut zu machen, Verantwortung zu übernehmen, eigene Entscheidungen zu treffen und aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinschaft mitzuwirken. Das Video zeigt eindrucksvoll, wie Selbstvertrauen, Bildung und gemeinschaftliche Unterstützung Lebenswege verändern können.