Interreligiöse Sozialethik erwächst aus einem interreligiösen Dialog, der sich gesellschaftlichen Herausforderungen stellt und dabei die Mitgestaltungskompetenzen der Religionen stärken möchte. Der Beitrag setzt sich mit aktuellen Diskussionsbeiträgen zu einer interreligiösen Sozialethik auseinander und zeigt auf, wie sich aus muslimischer Sicht Sozialethik zwischen den beiden Polen empirischer Gesellschaftsanalyse und normativer Ansprüche begründen lässt. Interreligiöse Sozialethik erweist sich so als Ort einer Präsenz der Religionen im öffentlichen säkularen Raum, steht dabei aber vor der Herausforderung, gerade nicht in eine Überbetonung des Religiösen zu verfallen.