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Missio Magazin

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Libanon: Ruinierte Hoffnungen

Veröffentlichung:1.6.2022

Diese Anregung enthält das Missiomagazin "Libanon: Ruinierte Hoffnungen" mit 52 Seiten.

Das missio Magazin 6 2022 richtet den Blick auf die Krisenregionen Libanon und Kenia und zeigt eindrucksvoll, wie Menschen trotz wirtschaftlicher Not, Flucht und gesellschaftlicher Unsicherheit Hoffnung bewahren. Im Mittelpunkt stehen Reportagen über die dramatische Lage im Libanon nach der Explosion im Hafen von Beirut und über die Unterstützung von Flüchtlingsfrauen in Nairobi durch kirchliche Hilfsprojekte. Ergänzt werden diese Berichte durch ein Interview mit Harald Lesch über das Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft, Beiträge zu weltkirchlichen Projekten, internationalen Krisen sowie Beispiele christlichen Engagements für Menschenwürde, Frieden und soziale Gerechtigkeit. Das Magazin vermittelt anschaulich, wie Kirche weltweit Verantwortung übernimmt und Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet.

In Kenia wird verstärkt auf die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt, insbesondere die Kraft des Windes wird gezielt ausgebaut. Harald Lesch, bekannter Astrophysiker, reflektiert über Themen wie Glauben, Wissenschaft und das Unerforschliche. Die Organisation missio München konnte ihre Spendenbilanz für das Jahr 2021 in 55 Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens positiv gestalten. Aktuelle Krisen wie schwere Überschwemmungen in Pakistan, neue Kämpfe in Äthiopiens Tigray-Region sowie ein neuer Friedensvertrag in der Casamance prägen die politische Landschaft. In Beirut verschlechtert sich die Lage zunehmend, während Menschen ihre Lebensgrundlagen verlieren. Ballettlehrer Mike Wamaya und Choreografin Laura Saumweber zeigen die transformative Kraft von Bewegung im Tanz des Lebens. Der langanhaltende Kampf gegen die grausame Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung ist weiterhin eine drängende soziale Herausforderung. Unterstützt von Sr. Modesther Karuri kämpfen Flüchtlingsfrauen in Nairobi um eine neue Existenz, während Fee Brembeck Erleichterung empfindet, nicht Teil der Verleihung von Selbstbewusstsein an Hans-Peter gewesen zu sein.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es globale Herausforderungen mit theologischen und ethischen Fragestellungen verbindet. Die authentischen Reportagen ermöglichen einen biografischen Zugang zu den Themen Hoffnung, Solidarität, Flucht, Armut und christliche Nächstenliebe. Die zahlreichen Fotografien können als Bildimpulse genutzt werden, um Beobachtungen zu sammeln, Vermutungen zu formulieren und in die jeweiligen Themen einzuführen. Anschließend können die Lernenden arbeitsteilig einzelne Reportagen analysieren und die unterschiedlichen Formen kirchlichen Handelns herausarbeiten. Das Interview mit Harald Lesch eröffnet eine fundierte Diskussion über das Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft und eignet sich für kontroverse Unterrichtsgespräche oder Debatten. Die Beiträge über den Libanon und Kenia können mit biblischen Texten zu Hoffnung, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und Verantwortung für den Nächsten verbunden werden. Ebenso bietet das Magazin zahlreiche Anknüpfungspunkte für Globales Lernen, die katholische Soziallehre sowie die Rolle der Kirche in Krisengebieten. Projektorientierte Arbeitsformen wie Gruppenpuzzle, Präsentationen, Rollenspiele, digitale Recherchen oder die Entwicklung eigener Solidaritätsaktionen fördern selbstständiges Lernen und regen dazu an, eigene Handlungsmöglichkeiten in einer globalisierten Welt zu reflektieren. Durch die Verbindung religiöser, gesellschaftlicher und politischer Perspektiven eignet sich das Medium zudem hervorragend für fächerübergreifendes Arbeiten mit Geographie, Politik und Ethik.

Das Titelbild sowie die zahlreichen Fotostrecken eignen sich hervorragend als motivierender Unterrichtseinstieg. Die Lernenden beschreiben zunächst ihre Beobachtungen, formulieren Vermutungen über die dargestellten Lebenssituationen und entwickeln eigene Fragestellungen. Anschließend werden die Eindrücke mit den Informationen aus den Reportagen verglichen. Auf diese Weise werden Empathie, Perspektivübernahme und die Fähigkeit zur Bildanalyse gefördert.

Die Reportage „Ruinierte Hoffnungen“ über den Libanon (S. 14 bis 23) ermöglicht einen biografischen Zugang zur wirtschaftlichen und politischen Krise des Landes. Die Lernenden analysieren die Lebensgeschichten der porträtierten Menschen, untersuchen die Ursachen der Krise und arbeiten heraus, welche Rolle kirchliche Einrichtungen bei der Unterstützung der Bevölkerung übernehmen. Die Ergebnisse können mit biblischen Texten zu Hoffnung, Gerechtigkeit und Nächstenliebe verbunden sowie in Diskussionen über die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche vertieft werden.

Die Reportage „Ein paar Schilling Zuversicht“ über Flüchtlingsfrauen in Kenia (S. 32 ff.) eignet sich zur Auseinandersetzung mit Flucht, Migration und Integration. Die Lernenden untersuchen die Lebensbedingungen der Frauen, analysieren die Unterstützung durch Schwester Modesther Karuri und reflektieren die Bedeutung von Hilfe zur Selbsthilfe. Die Arbeit kann durch Rollenspiele, Gruppenpräsentationen oder die Entwicklung eigener Solidaritätsprojekte ergänzt werden.

Das Interview mit Harald Lesch (S. 8 bis 9) eröffnet einen fundierten Zugang zum Verhältnis von Glaube und Naturwissenschaft. Die Lernenden vergleichen wissenschaftliche und religiöse Perspektiven auf die Welt, diskutieren Fragen nach Schöpfung und Evolution und führen strukturierte Debatten über die Vereinbarkeit von Glauben und naturwissenschaftlicher Erkenntnis. Das Interview eignet sich besonders für den kompetenzorientierten Religionsunterricht der Oberstufe.

Der Blickfang „Energiewende in Kenia“ (S. 6 bis 7) bietet einen anschaulichen Einstieg in die Themen Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Die Lernenden analysieren die dargestellten Windkraftanlagen, vergleichen unterschiedliche Energieformen und setzen diese in Beziehung zur christlichen Verantwortung für die Schöpfung. Eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit Geographie oder Naturwissenschaften bietet sich hierbei besonders an.

Die Rubrik „Facetten International“ (S. 12 bis 13) enthält Kurzberichte über Krisen und Friedensprozesse in Pakistan, Äthiopien und Senegal. Diese eignen sich für arbeitsteilige Gruppenarbeiten, in denen die Lernenden Hintergründe recherchieren, die Bedeutung internationaler Solidarität herausarbeiten und ihre Ergebnisse präsentieren. Dabei werden globale Zusammenhänge und die Rolle kirchlicher Hilfswerke sichtbar.

Der Rechenschaftsbericht von missio (S. 10 bis 11) vermittelt Einblicke in die Arbeit eines kirchlichen Hilfswerks. Die Lernenden analysieren den Einsatz von Spendengeldern, reflektieren Transparenz und Verantwortung kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und diskutieren Kriterien für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln.

Der Beitrag „Tanz des Lebens“ (S. 24 ff.) zeigt, wie Tanz Gemeinschaft, Selbstvertrauen und Hoffnung stärken kann. Die Lernenden setzen sich mit der Bedeutung kreativer Ausdrucksformen auseinander und entwickeln eigene kleine Bewegungs oder Theaterszenen zu den Themen Gemeinschaft, Hoffnung oder Identität.

Der Beitrag zur weiblichen Genitalverstümmelung (S. 28) ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit Menschenrechten, Menschenwürde und kulturellen Traditionen. Die Lernenden diskutieren ethische Fragestellungen, reflektieren die Verantwortung von Religion und Gesellschaft und setzen sich mit der universalen Geltung der Menschenwürde auseinander.

Die Rubrik „Momente der Stille“ (S. 26) kann als Einstieg oder Abschluss einer Unterrichtsstunde genutzt werden. Die Lernenden formulieren eigene Gebete, Meditationen oder Hoffnungstexte und setzen sich auf persönliche Weise mit den behandelten Themen auseinander.

Hessen

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