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Österreichisches Religionspädagogisches FORUMAaron LangenfeldMonika Tautz

Österreichisches Religionspädagogisches FORUM,

Aaron Langenfeld,

Monika Tautz

Erlösung als Problem der interreligiösen Begegnung

Veröffentlichung:1.1.2019

Der Artikel befasst sich aus komparativ-theologischer Sicht mit dem christlichen Erlösungsglauben als Problemfeld des interreligiösen Gesprächs. Dabei wird der Begriff ‚Erlösung‘ neu von der menschlichen Sinnfrage her bestimmt und als Geschehen der Antwort Gottes in der Geschichte Jesu konzipiert. Der damit ins Zentrum gestellte Offenbarungsbegriff öffnet Türen für den Dialog mit Juden und Muslimen. Schließlich geht es darum, das theologisch gewonnene Potenzial religionspädagogisch fortzubestimmen und Perspektiven für eine Beschäftigung mit dem Erlösungsbegriff im Kontext interreligiöser Bildung zu eröffnen.

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Der Artikel befasst sich aus komparativ-theologischer Sicht mit dem christlichen Erlösungsglauben als Problemfeld des interreligiösen Gesprächs. Dabei wird der Begriff ‚Erlösung‘ neu von der menschlichen Sinnfrage her bestimmt und als Geschehen der Antwort Gottes in der Geschichte Jesu konzipiert. Der damit ins Zentrum gestellte Offenbarungsbegriff öffnet Türen für den Dialog mit Juden und Muslimen. Schließlich geht es darum, das theologisch gewonnene Potenzial religionspädagogisch fortzubestimmen und Perspektiven für eine Beschäftigung mit dem Erlösungsbegriff im Kontext interreligiöser Bildung zu eröffnen. n, die im Sinne komparativer Theologie aufbereitet werden. Denn Erlösung als Thema interreligiöser Begegnung kann helfen, zum Kern der Sache religiöser Weltdeutung vorzudringen. Wo über Erlösung – sei es implizit oder explizit – gesprochen wird, geht es um das ureigene Anliegen der Religionen, dem Menschen eine Heilsperspektive auf das Dasein erschließen zu können. Der vorliegende Text möchte die damit verbundenen Chancen für interreligiöse Bildungsprozesse aufzeigen, ohne dass deshalb schon über alle inhaltlichen Probleme entschieden wäre. Dies gilt es in intensiven Detailauseinandersetzungen zu vertiefen – um des Dialogs, aber auch um des christlichen Selbstverständnisses willen, das durch die Begegnung mit dem religiös Anderen tiefer erschlossen wird. Im Folgenden wollen wir den Versuch wagen, im Sinne einer komparativen Theo- 3 logie diesen Komplex nicht auf Basis eines methodologisch ohnehin problematischen Vergleichs ganzer Religionsgemeinschaften, sondern in einer detaillierteren Untersuchung einzelner Überzeugungssysteme und theologischer Konzepte anzugehen. Ein solches Vorgehen ist gerade auch für eine religionspädagogisch verantwortete Praxis interreligiöser Bildung von Bedeutung. Da weltanschauliche Überzeugungen in pluralen Lebenswelten nicht mehr aus einer religiösen Tradition allein erwachsen, z.T.

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