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Warum Juden so gehasst werden

Veröffentlichung:13.12.2017

Brennende Israel-Flaggen, Hetze gegen Juden, Morddrohungen - nicht zum ersten Mal lässt sich so etwas beobachten. Schon seit langer Zeit sind Juden immer wieder Ziel von Hass und Verfolgung. Aber warum eigentlich?

Das Video thematisiert die Entscheidung des damaligen US Präsidenten Donald Trump, die Botschaft der USA nach Jerusalem zu verlegen, und nutzt diesen aktuellen Anlass, um in die Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus einzuführen. Ausgangspunkt ist der Konflikt um den Status Jerusalems, der sowohl für Israel als auch für die Palästinenser von zentraler Bedeutung ist. Von dort aus weitet das Medium den Blick und erklärt, dass Judenfeindlichkeit kein neues Phänomen ist, sondern eine lange historische Tradition hat. Es zeigt verschiedene Ursachen und Erscheinungsformen von Antisemitismus von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Dabei werden religiöse Vorurteile, wirtschaftliche Neidbilder und rassistische Ideologien thematisiert. Besonders ausführlich wird der Antisemitismus im Nationalsozialismus unter Adolf Hitler dargestellt, der in der Holocaust mündete. Abschließend geht das Medium auf heutige Formen von Antisemitismus ein, etwa Verschwörungstheorien, politische Instrumentalisierungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt sowie Vorurteile in unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Insgesamt verdeutlicht das Medium die historische Tiefe und die aktuelle Relevanz von Antisemitismus.


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Für den Religionsunterricht ist dieses Video anspruchsvoll, aber zugleich sehr gewinnbringend, insbesondere in höheren Klassenstufen. Es eignet sich gut für Unterrichtseinheiten zu Antisemitismus, interreligiösem Lernen, Erinnerungskultur und politischer Bildung. Aufgrund der Komplexität und der emotionalen Dimension des Themas ist eine sorgfältige didaktische Vorbereitung notwendig. Die Lehrkraft sollte zentrale Begriffe wie Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus vorentlasten und klären. Methodisch bietet es sich an, das Video in thematische Abschnitte zu gliedern und diese nacheinander zu bearbeiten. Lernenden können dabei Arbeitsaufträge erhalten, um unterschiedliche Ursachen von Judenfeindlichkeit herauszuarbeiten und zu vergleichen. Eine wichtige Methode ist die kritische Analyse von Aussagen im Medium, da einige historische Deutungen vereinfacht oder zugespitzt dargestellt sind. Hier können Lernenden lernen, zwischen Fakten, Meinungen und Interpretationen zu unterscheiden. Ebenso kann eine Arbeit mit Quellen und ergänzenden Materialien erfolgen, um einzelne Aspekte zu vertiefen. Besonders wichtig ist die Förderung von Urteilsfähigkeit und Empathie. Lernenden sollten die Möglichkeit erhalten, über die Folgen von Vorurteilen und Diskriminierung zu reflektieren und Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Gesprächsregeln und ein respektvoller Austausch sind dabei unerlässlich, da das Thema emotional und kontrovers sein kann. Auch der Bezug zur Lebenswelt kann hergestellt werden, etwa durch die Frage, wie Vorurteile entstehen und wie ihnen im Alltag begegnet werden kann. Das Medium bietet somit nicht nur Wissen, sondern auch Anlass zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen und zur Stärkung demokratischer Werte.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6G.2 Religiöses Leben an unserem Ort. Religiöse Symbole entdecken und deuten.

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5.2 Prägende Herkunft: Jesus, der Jude.

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