Der Einstieg gelingt über Assoziationen zum Gefühl der Fremdheit. Dazu werden Satzanfänge vervollständigt. Zudem wird Verlusterfahrung thematisiert. Es werden Dinge aufgeschrieben, die verloren gehen können, dann wird ein Gegenstand nach dem anderen in Form von Zetteln verloren. Dabei wird immer das aufgegeben, was persönlich weniger wichtig ist als die noch besessenen Dinge. Die Folgen und die entstehenden Gefühle werden im Plenum erörtert.
In einem weiteren Schritt werden Fluchtmotivationen untersucht. Dies kann anhand des Videos „Willi im Flüchtlingslager“ geschehen. Das Video ist im drop-down Menü „Eingebettete Medien“ auf dieser Seite zu finden. Einfache Statistiken ermöglichen einen Überblick über die Situation weltweit. In einem weiteren Schritt entsteht ein kleines Flüchtlingslexikon. Dazu werden in Gruppenarbeit sechs Fachbegriffe wie Asylsuchende, Binnenvertriebene und UNHCR erschlossen. Der folgende Schritt wird der Asylprozess untersucht. Dazu liegen zwei Karikaturen vor. Impulsfragen erleichtern den Einstieg und die Analyse von Karikaturen. Ein weiterer Schritt bietet zwei Fluchtbiografien an. In Gruppenarbeit können auf Basis der Biografien Hilfsangebote für die beiden Flüchtlingskinder entwickelt werden.
Von Seite 21 bis Seite 38 wird eine weitere reich bebilderte Fluchtgeschichte eines Kindes erzählt. Diese kann nach Teilbereichen in Gruppenarbeit erschlossen werden. Bildung, Familie, Ernährung zu Hause und die Fluchtgeschichte können z. B. auf Plakaten dargestellt werden. Die folgenden Seiten des Materials enthalten Projektideen, die im Schulkontext nur bedingt umgesetzt werden können.