Im Religionsunterricht bietet dieses Medium einen besonders geeigneten Zugang zum Thema Inklusion, Vielfalt und Menschenwürde. Die Lernenden können zunächst ihre eigenen Vorstellungen von Behinderung und Hilfsmitteln reflektieren und darüber sprechen, welche Erfahrungen sie selbst gemacht haben oder welche Fragen sie haben. Anschließend kann das Medium genutzt werden, um Berührungsängste abzubauen und einen respektvollen Umgang mit Unterschieden zu fördern. Methodisch bietet sich ein Gespräch über Wahrnehmung und Perspektiven an, etwa indem Lernenden überlegen, welche Herausforderungen, aber auch welche Möglichkeiten ein Leben mit einem Rollstuhl mit sich bringt. Ein Perspektivwechsel kann helfen, Empathie zu entwickeln, indem Lernenden sich in die Situation von Juli hineinversetzen und ihren Alltag beschreiben. Darüber hinaus kann das Thema mit zentralen religiösen Inhalten verbunden werden, etwa mit der Frage nach der Würde jedes Menschen oder mit biblischen Erzählungen, in denen Jesus sich besonders Menschen zuwendet, die am Rand der Gesellschaft stehen. Auch praktische Aufgaben sind denkbar, zum Beispiel das Erkunden der eigenen Umgebung im Hinblick auf Barrierefreiheit oder das Entwickeln von Ideen, wie Schule und Alltag inklusiver gestaltet werden können. Auf diese Weise unterstützt das Medium die Lernenden dabei, Vielfalt als Bereicherung wahrzunehmen, Vorurteile zu hinterfragen und eine Haltung von Respekt und Offenheit zu entwickeln.