M1: Enzyklika Auszug zur Verantwortung bei KI Entscheidungen (Seite 1)
Das Material beginnt mit einem zentralen Textauszug aus der Enzyklika Magnifica Humanitas. Papst Leo XIV. warnt darin vor der vollständigen Übertragung wichtiger Entscheidungen an Algorithmen. Themen wie Arbeit, Kreditvergabe, Zugang zu Dienstleistungen, Freiheit und gesellschaftliche Teilhabe werden angesprochen. Die Lernenden erläutern die Aussagen des Textes und entwickeln konkrete Beispiele aus dem Alltag und der Gesellschaft. Im Unterricht wird dadurch deutlich, dass KI nicht nur eine technische, sondern auch eine ethische und politische Herausforderung darstellt.
M2: Podcast des Deutschlandfunks zur Enzyklika (Seite 1)
Über einen QR Code hören die Lernenden einen Podcast, der die zentralen Aussagen der Enzyklika zusammenfasst. Im Unterricht werden wichtige Gedanken notiert und ausgewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Aussage, dass der Mensch „groß über sich denken darf“. Die Lernenden erschließen, was dies für das christliche Menschenbild bedeutet und wie sich diese Perspektive von rein technischen Menschenbildern unterscheidet.
Diskussion über Menschenwürde und Verantwortung (Seite 1)
Nach der Arbeit mit Text und Podcast diskutieren die Lernenden die Frage, welche Entscheidungen Menschen selbst verantworten müssen und wo KI sinnvoll unterstützen kann. Dadurch wird die ethische Urteilsfähigkeit gefördert.
M3: Bibeltext zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1 bis 9) (Seite 2)
Die Lernenden lesen die Erzählung vom Turmbau zu Babel und arbeiten deren zentrale Aussage heraus. Im Unterricht wird diskutiert, welche Formen menschlicher Selbstüberschätzung und Machtausübung die Geschichte kritisiert und welche Parallelen zu heutigen technologischen Entwicklungen gezogen werden können.
M4: Bibeltext aus dem Buch Nehemia (Kapitel 2 bis 6) (Seite 2)
Die Lernenden erschließen die Geschichte vom Wiederaufbau Jerusalems unter Nehemia. Dabei wird deutlich, wie gemeinschaftliches Handeln, Verantwortung und Hoffnung zur Gestaltung einer besseren Zukunft beitragen können. Im Unterricht wird die Erzählung mit dem Turmbau zu Babel verglichen.
Vergleich der beiden Bibeltexte (Seite 2)
Die Lernenden vergleichen Babel und Nehemia hinsichtlich ihrer Menschenbilder, Ziele und Handlungsweisen. Im Unterricht wird herausgearbeitet, warum Papst Leo XIV. gerade diese beiden biblischen Beispiele zur Deutung moderner Technikentwicklungen heranzieht.
Warm Up zu den „Versprechen der KI“ (Seite 2)
Vor der Arbeit an weiteren Enzyklika Texten sammeln die Lernenden Vermutungen darüber, welche Hoffnungen und Versprechen mit KI verbunden sind. Im Unterricht werden Fortschritt, Effizienz, Sicherheit, Bequemlichkeit und Problemlösung als mögliche Erwartungen diskutiert.
M5: Vertiefende Abschnitte der Enzyklika (MH 90 bis 111) (Seite 2)
Die Lernenden lesen ausgewählte Passagen der Enzyklika. Dabei erfassen sie die Chancen und Risiken von KI aus kirchlicher Perspektive. Die Aussagen werden in einer Tabelle systematisiert. Im Unterricht entsteht dadurch eine differenzierte Analyse technologischer Entwicklungen.
Tabelle „KI als Chance“ und „KI als Risiko“ (Seite 2)
Die Lernenden erstellen eine strukturierte Übersicht. Positive und negative Folgen von KI werden gesammelt, begründet und diskutiert. Diese Methode unterstützt analytisches Denken und die Entwicklung einer ausgewogenen Position.
Verknüpfung von Bibel und Enzyklika (Seite 3)
Die Lernenden setzen die Aussagen der Enzyklika mit den beiden biblischen Texten in Beziehung. Sie überlegen, welche theologischen Deutungsmuster Papst Leo XIV. verwendet und welche Bedeutung diese für aktuelle Fragen der Digitalisierung besitzen. Im Unterricht werden religiöse Traditionen als Orientierungshilfen für Gegenwartsfragen erfahrbar.
Podiumsdiskussion „KI – Chance oder Risiko?“ (Seite 3)
Als Vertiefung planen und gestalten die Lernenden eine Podiumsdiskussion. Verschiedene Rollen können übernommen werden, beispielsweise kirchliche Vertreter, Menschenrechtsorganisationen, KI Entwickler oder Wirtschaftsvertreter. Die Lernenden entwickeln Leitfragen, bereiten Argumente vor und führen die Diskussion durch. Dadurch werden Argumentationsfähigkeit, Perspektivwechsel und demokratische Diskussionskultur gefördert.
Abschlussdiskussion zur Rolle der Kirche (Seite 3)
Abschließend diskutieren die Lernenden die Bedeutung der Kirche als gesellschaftliche Stimme in der Debatte um Künstliche Intelligenz. Dabei reflektieren sie, welchen Beitrag religiöse Perspektiven zu ethischen Zukunftsfragen leisten können.