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Deutsche Welle Glaubenssachen

Deutsche Welle Glaubenssachen

Kirchen, Macht und Geld

Veröffentlichung:9.11.2025

Das Audio beschreibt eine tiefgreifende Umbruchphase in den beiden großen Kirchen in Deutschland. Im Zentrum stehen sinkende Mitgliederzahlen, rückläufige Einnahmen durch Kirchensteuern sowie ein wachsender Mangel an geistlichem Personal. Besonders hervorgehoben wird, dass diese Entwicklungen lange Zeit durch stabile Einnahmen überdeckt wurden, nun jedoch deutlich sichtbar werden und zu erheblichen strukturellen Reformen zwingen. Anhand konkreter Beispiele wie der Reformprozesse in der Pfälzischen Landeskirche wird gezeigt, wie kirchliche Strukturen neu organisiert werden sollen, etwa durch Zusammenlegung von Verwaltungseinheiten oder stärkere Regionalisierung. Gleichzeitig werden Spannungen deutlich zwischen notwendigen Einsparungen, dem Wunsch nach Erhalt kirchlichen Lebens vor Ort und der Sorge vor einem Verlust von Autonomie der Gemeinden.

Das rund einundzwanzigminütige Audio Kirchen, Macht und Geld von Reinhard Bingener untersucht die wachsenden finanziellen und strukturellen Probleme der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland. Obwohl die Kirchen in der Öffentlichkeit häufig weiterhin als reich wahrgenommen werden, geraten sie durch sinkende Mitgliederzahlen, weniger Taufen, hohe Personalkosten, umfangreichen Immobilienbesitz und steigende Pensionslasten zunehmend unter Druck. Lange konnten hohe Einnahmen aus der Kirchensteuer den Mitgliederschwund ausgleichen. Diese Entwicklung hat sich jedoch verändert. Der Ruhestand vieler treuer Kirchenmitglieder, zahlreiche Austritte, der Vertrauensverlust durch den Umgang mit sexualisierter Gewalt und die schwache wirtschaftliche Entwicklung verschärfen die Finanzlage. Das Audio beschreibt Reformen, bei denen Kirchenbezirke zusammengelegt, Verwaltungsaufgaben gebündelt, Gemeinden regional miteinander verbunden und ehrenamtlich Mitarbeitende stärker beteiligt werden sollen. Zugleich thematisiert es mögliche Nachteile einer zunehmenden Zentralisierung. Ortsgemeinden könnten Selbstständigkeit, Eigentum und Entscheidungsmöglichkeiten verlieren. Der Beitrag behandelt außerdem den Pfarrermangel, kirchliche Pensionen, Staatsleistungen, den finanziellen Ausgleich zwischen reichen und armen Kirchenregionen sowie mögliche Zusammenschlüsse von Landeskirchen. Die finanzielle Krise erscheint dabei nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Anlass für lange aufgeschobene Reformen.

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Das Audio eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe II. Einzelne Abschnitte können mit vorbereitenden Erklärungen auch in höheren Klassen der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Inhaltlich lässt sich das Medium den Themen Kirche, kirchlicher Auftrag, Kirchensteuer, Macht, Verantwortung, Reform, Ehrenamt, soziale Gerechtigkeit und Zukunft religiöser Gemeinschaften zuordnen. Die Lernenden erkennen, dass Kirche nicht nur eine Glaubensgemeinschaft, sondern zugleich eine Institution mit Personal, Gebäuden, Verwaltung, Vermögen und rechtlichen Verpflichtungen ist.

Als Einstieg kann die Aussage Die Kirchen in Deutschland sind reich verwendet werden. Die Lernenden positionieren sich zunächst zu dieser Behauptung und begründen ihre Einschätzung. Anschließend sammeln sie Vermutungen darüber, welche Einnahmen und Ausgaben eine Kirche besitzt. Mögliche Einnahmen sind Kirchensteuer, Spenden, Kollekten, staatliche Zahlungen und Erträge aus Vermögen. Zu den Ausgaben gehören Personal, Gebäude, Seelsorge, Bildung, Kirchenmusik, Verwaltung und gemeindliche Angebote. Erst danach wird das Audio gehört. So können die Lernenden prüfen, welche ihrer Vorstellungen bestätigt oder korrigiert werden.

Vor dem Hören sollten zentrale Begriffe geklärt werden. Dazu gehören Kirchensteuer, Staatsleistungen, Landeskirche, Bistum, Kirchengemeinde, Kirchenbezirk, Synode, Pension, Körperschaft, Ehrenamt und Diakonie. Dabei ist besonders zwischen Kirchensteuer und Staatsleistungen zu unterscheiden. Die Kirchensteuer wird von Kirchenmitgliedern entsprechend ihrem Einkommen gezahlt. Staatsleistungen beruhen dagegen auf historischen Entschädigungsverpflichtungen und werden aus allgemeinen staatlichen Mitteln finanziert.

Das Audio enthält zahlreiche Informationen und sollte in mehreren Sinnabschnitten gehört werden. Beim ersten Hören erfassen die Lernenden die Ursachen der finanziellen Krise. Beim zweiten Hören sammeln sie die genannten Reformmaßnahmen. Beim dritten Hören untersuchen sie Chancen und mögliche Probleme dieser Reformen. Ein Hörbogen kann die Kategorien Ursachen, Folgen, Reformen, Betroffene, Chancen und Konflikte enthalten.

Für eine vertiefende Gruppenarbeit können verschiedene Themen verteilt werden. Eine Gruppe untersucht den Zusammenhang zwischen Mitgliederschwund und Kirchensteuereinnahmen. Eine zweite Gruppe beschäftigt sich mit dem Immobilienbestand. Eine dritte Gruppe analysiert den Pfarrermangel. Eine vierte Gruppe untersucht Pensionen und Personalkosten. Eine fünfte Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, welche Verantwortung künftig von ehrenamtlich Mitarbeitenden übernommen werden kann. Die Ergebnisse werden anschließend zu einem Gesamtbild der kirchlichen Krise verbunden.

Die Lernenden sollten erkennen, dass finanzielle Schwierigkeiten nicht ausschließlich auf sinkende Einnahmen zurückzuführen sind. Kirchliche Strukturen wurden über lange Zeit aufgebaut und lassen sich nicht kurzfristig verändern. Kirchengebäude verursachen Kosten, besitzen aber zugleich religiöse, kulturelle, soziale und historische Bedeutung. Beschäftigte haben vertragliche Ansprüche, während Pensionen über viele Jahre finanziert werden müssen. Reformen betreffen deshalb nicht nur Zahlen, sondern auch Menschen, Gemeinden, Traditionen und regionale Identitäten.

Eine Fallanalyse kann sich mit der im Audio beschriebenen Reform der pfälzischen Landeskirche beschäftigen. Die Lernenden untersuchen, welche Folgen es hat, wenn die Zahl der Kirchenbezirke deutlich reduziert wird und Ortsgemeinden Eigentum sowie Verwaltungsaufgaben an eine übergeordnete Ebene abgeben. Eine Gruppe übernimmt die Perspektive der Kirchenleitung, eine weitere die Perspektive einer Ortsgemeinde, eine dritte die Perspektive kirchlicher Beschäftigter und eine vierte die Perspektive ehrenamtlich Mitarbeitender. Anschließend wird ein gemeinsamer Reformvorschlag entwickelt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Spannungsverhältnis zwischen Zentralisierung und Selbstständigkeit. Größere regionale Einheiten können Verwaltungskosten senken, Personal besser einsetzen und professionelle Angebote ermöglichen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Entscheidungen weiter von den Menschen vor Ort entfernt getroffen werden. Die Lernenden können Kriterien entwickeln, nach denen Aufgaben entweder lokal oder regional organisiert werden sollten. Dazu gehören Nähe, Fachwissen, Kosten, Beteiligung, Verlässlichkeit und gerechte Verteilung.

Das Audio eignet sich außerdem für eine Auseinandersetzung mit dem kirchlichen Auftrag. Die Lernenden können untersuchen, welche Aufgaben bei knapper werdenden Mitteln unbedingt erhalten bleiben sollten. Denkbare Bereiche sind Gottesdienst, Seelsorge, Jugendarbeit, Kirchenmusik, Bildung, Hilfe für Bedürftige, Erhaltung von Gebäuden und gesellschaftliche Stellungnahmen. Jede Gruppe erhält ein begrenztes fiktives Budget und muss begründet entscheiden, wie es verteilt wird. Dabei wird sichtbar, dass Sparmaßnahmen immer auch theologische Prioritäten ausdrücken.

Eine weitere Fragestellung betrifft die Bedeutung des Ehrenamtes. Wenn weniger beruflich tätige Pfarrer und weitere kirchliche Fachkräfte zur Verfügung stehen, übernehmen ehrenamtlich Mitarbeitende mehr Verantwortung. Dies kann Beteiligung und Eigeninitiative stärken. Es kann aber auch zu Überforderung führen oder dazu, dass Aufgaben ohne ausreichende Ausbildung übernommen werden. Die Lernenden können deshalb ein Konzept entwickeln, das Qualifizierung, Begleitung, Anerkennung und Schutz vor Überlastung umfasst.

Für die ethische Urteilsbildung bietet sich das Thema Pensionen an. Das Audio beschreibt eine Spannung zwischen den Ansprüchen bereits pensionierter Beschäftigter und den geringeren Möglichkeiten jüngerer Generationen. Die Lernenden können diskutieren, wie Besitzstände, Vertrauen, Vertragstreue und Gerechtigkeit zwischen den Generationen miteinander verbunden werden können. Dabei sollte deutlich werden, dass einfache Lösungen kaum möglich sind.

Auch die Frage nach Wettbewerb innerhalb der Kirche kann behandelt werden. Der Beitrag erwägt, ob erfolgreiche Gemeinden mehr finanzielle oder organisatorische Selbstständigkeit erhalten sollten. Dagegen steht die Sorge, dass Gemeinden in strukturschwachen Regionen benachteiligt werden. Die Lernenden prüfen, ob Gemeinden nach Mitgliederzahl, Gottesdienstbesuch oder Spendenaufkommen bewertet werden dürfen. Als Gegenmodell untersuchen sie eine solidarische Verteilung kirchlicher Mittel.

Eine biblische Vertiefung kann an die Gütergemeinschaft der ersten christlichen Gemeinde, die Tempelreinigung, das Gleichnis von den anvertrauten Talenten oder Jesu Aussagen zum Verhältnis von Gott und Geld anknüpfen. Die Lernenden untersuchen, ob Geld aus christlicher Perspektive grundsätzlich problematisch ist oder als Mittel verantwortlichen Handelns dienen kann. Entscheidend ist die Frage, welchem Zweck Besitz, Einnahmen und kirchliche Macht dienen.

Als Lernprodukt können die Lernenden ein Zukunftskonzept für eine Kirchengemeinde im Jahr 2040 verfassen. Das Konzept sollte Aussagen zu Gottesdienst, Seelsorge, Gebäuden, Personal, Ehrenamt, Finanzierung, digitaler Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden enthalten. Alternativ können sie eine kurze eigene Audiosendung gestalten, in der unterschiedliche Positionen zur kirchlichen Finanzkrise zu Wort kommen.

Zur abschließenden Urteilsbildung beantworten die Lernenden die Frage, ob finanzielle Not eine Chance für kirchliche Erneuerung sein kann. Sie sollen dabei zwischen notwendigen Einsparungen und einer inhaltlichen Reform unterscheiden. Für die Bewertung eignen sich fachliche Genauigkeit, die Verwendung kirchlicher und wirtschaftlicher Begriffe, die Berücksichtigung verschiedener Betroffener und eine nachvollziehbar begründete Position.


Für den Religionsunterricht bietet dieses Medium zahlreiche didaktische Anknüpfungspunkte. Lernende können sich mit der Frage auseinandersetzen, wie sich Institutionen im Wandel der Zeit verändern und welche Rolle Religion in einer modernen Gesellschaft spielt. Methodisch eignet sich der Text besonders für eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, in der unterschiedliche Aspekte wie Finanzen, Personalentwicklung oder Gemeindestrukturen analysiert und anschließend im Plenum zusammengeführt werden. Ebenso kann eine Diskussion angeregt werden, in der Lernende Positionen zu Reformen entwickeln und argumentativ vertreten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Zukunftsszenarien für Kirche zu entwerfen und kreativ zu präsentieren, etwa in Form von Rollenspielen oder Plakaten. Der Text fördert zudem die Urteilskompetenz, indem er komplexe Zusammenhänge aufzeigt und zur kritischen Reflexion über institutionelle Verantwortung, Tradition und Innovation einlädt. Lehrkräfte sollten darauf achten, zentrale Begriffe gemeinsam zu klären und den Text gegebenenfalls zu kürzen oder in Auszügen bereitzustellen, um Überforderung zu vermeiden. Eine Verbindung zur Lebenswelt der Lernenden kann hergestellt werden, indem nach persönlichen Erfahrungen mit Kirche oder religiösen Gemeinschaften gefragt wird.


Fragestellungen zum Audio mit Antworten

Frage 1: Welches zentrale Problem behandelt das Audio?

Das Audio behandelt die wachsenden finanziellen Schwierigkeiten der großen Kirchen in Deutschland. Sinkende Einnahmen treffen auf hohe und langfristig gebundene Ausgaben für Personal, Pensionen, Immobilien und Verwaltung.

Frage 2: Warum galten die Kirchen lange als finanziell wohlhabend?

Trotz sinkender Mitgliederzahlen stiegen die Einnahmen aus der Kirchensteuer über Jahre an. Eine gute wirtschaftliche Entwicklung und hohe Einkommen vieler kirchlich gebundener Menschen glichen den Mitgliederschwund zeitweise aus.

Frage 3: Warum verschärft sich die Finanzlage inzwischen?

Viele langjährige Kirchenmitglieder gehen in den Ruhestand und zahlen dadurch weniger Kirchensteuer. Zugleich steigen die Austrittszahlen, während wirtschaftliche Schwierigkeiten die Steuereinnahmen mindern. Hinzu kommen hohe Pensionslasten und der Unterhalt zahlreicher Gebäude.

Frage 4: Welche Rolle spielt der Umgang mit sexualisierter Gewalt?

Der Umgang kirchlicher Institutionen mit sexualisierter Gewalt hat Vertrauen zerstört. Dies hat bei vielen Menschen zur Distanzierung und zum Austritt aus der Kirche beigetragen. Dadurch verschärft sich auch die finanzielle Krise.

Frage 5: Was sind Taufunterlassungen?

Damit ist gemeint, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr taufen lassen, obwohl sie selbst noch einer Kirche angehören. Langfristig führt dies dazu, dass die Zahl der Kirchenmitglieder weiter sinkt.

Frage 6: Warum ist der kirchliche Immobilienbestand problematisch?

Kirchen, Gemeindehäuser, Pfarrhäuser und Verwaltungsgebäude verursachen Kosten für Erhaltung, Heizung, Sanierung und Versicherung. Wenn Gemeinden kleiner werden, können viele Gebäude nicht mehr ausreichend genutzt und finanziert werden.

Frage 7: Welche Probleme entstehen durch kirchliche Pensionen?

Ein wachsender Teil der Einnahmen wird für pensionierte Beschäftigte und weitere Versorgungsleistungen benötigt. Dieses Geld steht dann nicht mehr für gegenwärtige Gemeindearbeit, neue Stellen oder innovative Projekte zur Verfügung.

Frage 8: Was besagt die Freiburger Studie?

Die Studie kam im Jahr 2019 zu dem Ergebnis, dass die evangelische und die katholische Kirche bis 2060 ungefähr die Hälfte ihrer Mitglieder und ihrer Finanzkraft verlieren könnten. Das Audio erklärt, dass diese Entwicklung inzwischen deutlich früher erwartet wird.

Frage 9: Warum fehlt den Kirchen künftig Personal?

Viele Geistliche erreichen gleichzeitig das Ruhestandsalter. Gleichzeitig entscheiden sich nur wenige junge Menschen für ein Theologiestudium mit dem Ziel eines kirchlichen Amtes. Dadurch kann nicht jede Gemeinde weiterhin eine eigene Pfarrperson erhalten.

Frage 10: Welche Reform wird in der pfälzischen Landeskirche geplant?

Die Zahl der Kirchenbezirke soll stark reduziert werden. Außerdem sollen Ortsgemeinden bestimmte rechtliche und finanzielle Zuständigkeiten abgeben. Personal, Vermögen und Immobilien würden dann stärker auf einer übergeordneten Ebene verwaltet.

Frage 11: Welche Vorteile kann eine stärkere regionale Zusammenarbeit besitzen?

Verwaltungsaufgaben können gebündelt und Fachkräfte gemeinsam eingesetzt werden. Regionale Teams können Angebote in Seelsorge, Bildung, Kirchenmusik und Jugendarbeit professionell gestalten, auch wenn einzelne Gemeinden weniger Personal besitzen.

Frage 12: Welche Nachteile kann eine Zentralisierung haben?

Ortsgemeinden können Entscheidungsmöglichkeiten, Eigentum und Selbstständigkeit verlieren. Außerdem besteht die Gefahr, dass regionale Strukturen zu viel Energie für Abstimmung und interne Verwaltung benötigen.

Frage 13: Welche Bedeutung soll das Ehrenamt künftig besitzen?

Ehrenamtlich Mitarbeitende sollen stärker Verantwortung für das kirchliche Leben vor Ort übernehmen. Dies kann Beteiligung fördern, verlangt aber ausreichende Ausbildung, Begleitung und Schutz vor Überforderung.

Frage 14: Warum ist Wettbewerb zwischen Gemeinden umstritten?

Wettbewerb könnte erfolgreiche und engagierte Gemeinden stärken. Gemeinden in ländlichen oder wirtschaftlich schwachen Regionen hätten jedoch schlechtere Voraussetzungen. Deshalb halten viele Kirchenleitungen an einer solidarischen Finanzierung fest.

Frage 15: Was sind kirchliche Staatsleistungen?

Staatsleistungen sind regelmäßige Zahlungen der Bundesländer an die Kirchen. Sie beruhen auf historischen Entschädigungsverpflichtungen und unterscheiden sich von der Kirchensteuer. Besonders finanzschwache Kirchenregionen sind teilweise stark auf diese Zahlungen angewiesen.

Frage 16: Warum werden Zusammenschlüsse von Landeskirchen diskutiert?

Zusammenschlüsse können Verwaltung vereinfachen, Kosten senken und gemeinsame Angebote ermöglichen. Sie stoßen jedoch häufig auf Widerstand, weil kleinere Landeskirchen den Verlust ihrer regionalen Identität und Selbstständigkeit befürchten.

Frage 17: Welche Bedeutung haben interprofessionelle Teams?

In solchen Teams arbeiten beispielsweise Personen aus Theologie, Pädagogik, Kirchenmusik und Verwaltung zusammen. Dadurch können unterschiedliche Kompetenzen gebündelt und Angebote für größere Regionen entwickelt werden.

Frage 18: Wie hängen Geld und Macht in kirchlichen Strukturen zusammen?

Wer über Haushalte, Immobilien und Personal entscheidet, besitzt erheblichen Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung der Kirche. Finanzielle Reformen verändern deshalb immer auch die Verteilung kirchlicher Macht.

Frage 19: Kann die Finanzkrise eine Chance sein?

Ja. Sie kann Kirchen dazu zwingen, lange aufgeschobene Reformen umzusetzen, unnötige Strukturen abzubauen und den eigenen Auftrag neu zu bestimmen. Dies gelingt jedoch nur, wenn Einsparungen planvoll erfolgen und nicht allein kurzfristigen finanziellen Zielen dienen

Frage 20: Welche Grundfrage bleibt am Ende offen?

Offen bleibt, wie die Kirchen mit deutlich weniger Mitgliedern, Geld, Gebäuden und beruflichem Personal ihren religiösen und gesellschaftlichen Auftrag erfüllen können. Die Antwort erfordert finanzielle, organisatorische und theologische Entscheidungen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.3 Kirche in der Welt von heute.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 4. Das Selbstverständnis von Kirche und sein Wandel unter dem Anspruch und der Herausforderung durch die Moderne.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 4. Zukunft und Aufgaben der Religionen.

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