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Deutsche Bibelgesellschaft

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Himmelfahrt mit Kindern

Veröffentlichung:20.4.2026

Die Webseite der Deutschen Bibelgesellschaft bietet eine umfassende, kindgerechte Aufbereitung des Festes Christi Himmelfahrt für den Einsatz in Kindergarten, Grundschule, Kita und Familie. Sie umfasst eine elementare Festtagserklärung, zwei altersgestufte Nacherzählungstexte (ab 3 Jahren aus „Komm, freu dich mit mir" sowie ab 6 Jahren aus „Die große Kinderbibel für alle"), einen Hinweis auf eine Hör-Version (Audio-CD), eine kreative Bastelidee (Farbfernrohr), ein Kindergebet sowie symbolkundliche Erläuterungen zu den biblischen Motiven Wolke und Engel. Alle Textauszüge stammen aus lizenzierten Publikationen der Deutschen Bibelgesellschaft.

Das Medium „Himmelfahrt mit Kindern“ ist ein digitales religionspädagogisches Angebot der Deutschen Bibelgesellschaft für Kindergarten, Kindertagesstätte, Grundschule, Familie und Gemeinde. Es erklärt in kindgerechter Sprache, dass Jesus nach seiner Auferstehung vierzig Tage lang seinen Freundinnen und Freunden begegnet und anschließend zu Gott zurückkehrt. Jesus segnet die versammelte Gemeinschaft, verspricht den Heiligen Geist und beauftragt seine Freunde, seine Botschaft weiterzutragen. Eine Wolke nimmt ihn auf, zwei Engel erklären das Geschehen und machen den Zurückbleibenden Mut. Das Medium bietet zwei altersbezogene Erzählfassungen, Bilder zum Vorlesen und Nacherzählen, ein Hörangebot, eine Bastelidee für ein Farbfernrohr, ein Gebet sowie Erklärungen zu den biblischen Symbolen Wolke und Engel. Zugleich stellt es eine Verbindung zwischen Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten her und erschließt den Himmel nicht nur als sichtbaren Raum über der Erde, sondern als Bild für die Nähe und Gegenwart Gottes. Himmelfahrt mit Kindern bei der Deutschen Bibelgesellschaft

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Für den Religionsunterricht bietet sich ein Einstieg über die Vorstellungen der Lernenden vom Himmel an. Die Lehrkraft kann Bilder vom Himmel, von Wolken, Licht und Weite zeigen und fragen, was die Lernenden sehen, fühlen und mit dem Wort Himmel verbinden. Dabei sollten zunächst alle Vorstellungen gesammelt werden, ohne sie vorschnell als richtig oder falsch zu bewerten. Anschließend kann zwischen dem sichtbaren Himmel und dem religiösen Verständnis des Himmels unterschieden werden. Die Lernenden erfahren, dass die biblische Erzählung keine naturwissenschaftliche Beschreibung einer Reise durch den Weltraum geben will. Vielmehr bringt sie zum Ausdruck, dass Jesus nun auf neue Weise bei Gott und zugleich den Menschen nahe ist. Diese Unterscheidung verhindert ein zu wörtliches Verständnis und unterstützt die Entwicklung religiöser Sprachfähigkeit.

Je nach Alter und Lesefähigkeit kann die kürzere Erzählung für jüngere Lernende oder die ausführlichere Fassung für Lernende ab dem Grundschulalter verwendet werden. Die Geschichte kann vorgelesen, frei erzählt, mit Bildern begleitet oder als Hörtext präsentiert werden. Vor dem Erzählen erhalten die Lernenden einen Beobachtungsauftrag, beispielsweise auf die Gefühle der Freunde Jesu, die Worte Jesu oder die Bedeutung der Wolke zu achten. Nach jedem Erzählabschnitt kann die Lehrkraft innehalten und fragen, wie sich die beteiligten Personen fühlen und was sich für sie verändert. Gefühlsbilder, Satzanfänge oder farbige Karten helfen jüngeren Lernenden, Freude, Trauer, Unsicherheit, Staunen und neuen Mut auszudrücken.

Eine vertiefende Erarbeitung kann mit einem Bodenbild erfolgen. Ein braunes oder grünes Tuch steht für die Erde, ein blaues Tuch für den Himmel, Watte für die Wolke, Figuren für Jesus und seine Freunde sowie eine Kerze für die bleibende Nähe Gottes. Die Lernenden gestalten den Weg der Erzählung schrittweise mit. Sie versammeln die Figuren, stellen den Abschied dar, legen die Wolke über die Jesusfigur und entzünden nach der Verheißung des Heiligen Geistes die Kerze. Danach erläutern sie, was die einzelnen Gegenstände bedeuten. Die Jesusfigur sollte nicht einfach nach oben aus dem Bild entfernt werden, ohne die Zusage seiner bleibenden Nähe sichtbar zu machen. Die Kerze, ein Lichtkreis oder ein Herz können ausdrücken, dass Jesus den Menschen weiterhin verbunden bleibt.

Die Erzählung eignet sich auch für Standbilder oder ein einfaches Rollenspiel. Lernende stellen die Gruppe vor dem Abschied, den Blick in den Himmel und die Begegnung mit den Engeln dar. Andere Lernende beschreiben Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke oder geben den Figuren eine Stimme. Mögliche Sätze lauten: Ich bin traurig, weil ich Jesus nicht mehr sehen kann. Ich wundere mich über die Wolke. Ich erinnere mich an sein Versprechen. Ich möchte seine Botschaft weitererzählen. Auf diese Weise werden die inneren Bewegungen der biblischen Personen erschlossen. Die Lehrkraft achtet darauf, dass die Darstellung nicht bei Verlust und Abschied stehen bleibt, sondern zu Auftrag, Hoffnung und neuem Handeln führt.

Die Symbole Wolke und Engel ermöglichen weitere methodische Zugänge. Die Lernenden sammeln, wann Wolken etwas verbergen und wann sie Licht durchlassen. Sie können Wolken aus Papier gestalten und auf die Vorderseite schreiben, was ihnen den Blick verstellt oder sie traurig macht. Auf der Rückseite notieren oder malen sie, was ihnen Hoffnung und Mut gibt. Dabei bleibt jede persönliche Äußerung freiwillig. Das Symbol des Engels kann über die Bedeutung als Bote Gottes erschlossen werden. Die Lernenden überlegen, wer ihnen schon einmal geholfen, sie getröstet oder ermutigt hat und wie Menschen füreinander zu Boten einer guten Nachricht werden können. Daraus kann eine gemeinsame Sammlung von Mutmachbotschaften entstehen.

Die Bastelidee des Farbfernrohrs veranschaulicht, dass Wirklichkeit mehr umfasst als das unmittelbar Sichtbare. Die Lernenden gestalten aus einer leeren Papierrolle und farbiger Folie ein Fernrohr und betrachten damit ihre Umgebung. Anschließend beschreiben sie, wie sich ihre Wahrnehmung verändert. Im Unterrichtsgespräch wird diese Erfahrung mit der Frage verbunden, wie Vertrauen einen neuen Blick auf das Leben eröffnen kann. Die Lehrkraft sollte deutlich machen, dass das Fernrohr kein Beweis für Gott ist, sondern ein Symbol für verschiedene Möglichkeiten des Sehens und Deutens. Mehrere Fernrohre mit unterschiedlichen Farben können außerdem verdeutlichen, dass Menschen dieselbe Wirklichkeit verschieden wahrnehmen.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Lernweg von Ostern über Christi Himmelfahrt bis Pfingsten. Bilder, Symbole und kurze Texte werden in die richtige Reihenfolge gebracht. Das leere Grab steht für Ostern, die Wolke für Christi Himmelfahrt und Feuer oder Wind für Pfingsten. Die Lernenden erklären, was sich jeweils verändert und welche Zusage bestehen bleibt. Dabei wird deutlich, dass Christi Himmelfahrt keinen endgültigen Abschied beschreibt. Die Verheißung des Heiligen Geistes führt bereits zum Pfingstfest und begründet den Auftrag, die Botschaft Jesu weiterzugeben.

Das im Medium enthaltene Gebet kann als Abschluss vorgelesen oder gemeinsam gesprochen werden. Die Lernenden können eigene Sätze zu der Frage formulieren, wann das Leben für sie himmlisch ist. Diese Aussagen lassen sich auf Wolkenkarten sammeln und um eine Kerze legen. Niemand muss einen persönlichen Satz vortragen oder ein Gebet mitsprechen. Alternativ können die Lernenden einen Wunsch, einen Dank oder eine Hoffnung malen. Ein Lied, ein Segenswort oder eine kurze Stille beschließt die Stunde. Zur Sicherung gestalten die Lernenden ein Faltblatt, eine Bilderfolge oder eine Seite im Lerntagebuch. Darauf halten sie fest, was an Christi Himmelfahrt gefeiert wird, was die Wolke bedeutet und welchen Auftrag Jesus seinen Freunden gibt. So verbindet das Medium biblisches Lernen mit kreativem Gestalten, symbolischem Verstehen, persönlicher Deutung und gemeinschaftlichem Feiern.


Das Material ist explizit altersgestuft aufgebaut und eignet sich für Klasse 1–2 (ab-3-Jahren-Text und Bastelidee), Klasse 3–4 (ab-6-Jahren-Text, Symbolkunde) sowie für inklusiv-differenzierte Settings in der Förderschule (alle Teile in Kombination). Im Regelschulbetrieb liegt der Schwerpunkt auf der Grundschule (Klasse 1–4), einzelne Teile (Symbolkunde, Pfingst-Zusammenhang) sind auch für Klasse 5–6 einsetzbar.

Curriculare Einbettung: Das Medium ist thematisch im Bereich des Kirchenjahres verortet und berührt mehrere klassische Lernbereiche des katholischen Religionsunterrichts: Jesus Christus (Auferstehung, Erhöhung, Gegenwart Gottes), Heiliger Geist / Pfingsten (als inhaltliche Brücke), Gebet und Gottesbeziehung sowie Symboldidaktik (Wolke, Engel, Licht). Lehrplanbezüge bestehen zum Kompetenzbereich „Fragen nach Gott" (Gottesbilder, Gottesnähe im Alltag) und „Bibel" (neutestamentliche Erzählung, Apg 1).

Methodische Stärken: Die Seite kombiniert konsequent verschiedene Zugangswege: narrativ (Vorlesen, Nacherzählen), auditiv (Hinweis auf Audio-CD), kreativ-praktisch (Bastelidee Farbfernrohr), reflektiv-symbolisch (Wolke, Engel, Licht als theologische Symbole) und spiritual (Kindergebet). Diese Mehrperspektivität macht das Material für einen schüleraktivierenden und kompetenzorientierten Unterricht besonders wertvoll. Besonders hervorzuheben ist die theologisch präzise, dennoch kindgemäße Symbolerklärung: Das Motiv des Lichts / Sonnenstrahls als phänomenaler Einstieg in die Frage nach Gottes unsichtbarer Gegenwart (Immanenz) ist didaktisch sehr gelungen und eignet sich als Impuls für ein Unterrichtsgespräch über Gottesbilder.

Differenzierung: Die explizite Altersabstufung der Texte (ab 3 / ab 6 Jahren) erlaubt eine direkte Binnendifferenzierung im jahrgangsgemischten oder inklusiven Unterricht. Der Bastelanlass (Farbfernrohr) ist motorisch niedrigschwellig, erlaubt aber eine vertiefte symbolische Deutungsarbeit für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler. Das Gebet kann als Sprechanlass, Schreibimpuls oder Meditationsangebot eingesetzt werden.

Mögliche Unterrichtsszenarien:

  • Einstieg: Bastelidee als haptisch-ästhetischer Impuls; Frage „Was ist da, obwohl du es nicht siehst?" als Gesprächseröffnung
  • Erarbeitung: Vorlesen und Nacherzählen des altersangepassten Textes; anschließend gelenktes Unterrichtsgespräch über die Bedeutung des Abschieds und der Zusage Jesu
  • Vertiefung: Symbolkunde zu Wolke und Engel als Lernstation; Schreibgespräch oder Malaufgabe zum Kindergebet
  • Transfer: Brücke zu Pfingsten; Frage nach dem Heiligen Geist als Kraft und Beistand

Hinweise und Grenzen: Die Seite ist konfessionell offen formuliert (evangelische Herausgeberschaft, aber ökumenisch verwendbar). Für den explizit katholischen Religionsunterricht empfiehlt sich eine ergänzende Einbettung in den sakramentalen und ekklesialen Kontext (z. B. Kirchenjahr, Himmelfahrt als Hochfest). Der Verweis auf die Audio-CD ist hilfreich, jedoch nur bei vorhandenen Ressourcen nutzbar; die Webseite selbst enthält kein eingebettetes Audiomaterial.

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