Zielstufe: Sek I (Klasse 7–9); bedingt Sek II; für Förderschule adaptierbar.
Curriculare Einbettung: Kirchengeschichte (Frühes Christentum, Konstantinische Wende); Spiritualität / Gebet; Jahreswechsel als Lebensthema.
Methodisch-didaktische Stärken: Die Verknüpfung von Kirchengeschichte und persönlicher Lebensbilanz ist ungewöhnlich und produktiv. Das Gebet mit der Händeschale ist ein körperlich-symbolischer Akt, der auch für nicht-affine Schülerinnen und Schüler zugänglich ist. Die Blindenschrift-Erfahrung schafft einen inklusiven Zugang und sensibilisiert für Menschen mit Sehbehinderung. Der Begriff „Mut" als roter Faden verbindet historische Person und gegenwärtige Lebenssituation.
Konkrete Unterrichtsszenarien: (1) Jahresbilanzgespräch in der letzten Unterrichtsstunde vor den Weihnachtsferien. (2) Kirchengeschichtlicher Exkurs: Was bedeutete „Staatskirche werden" für die frühen Christen? (3) Schreib-Aufgabe: „Was hat mich in diesem Jahr mutiger gemacht?"
Differenzierung: Blindenschrift-Element eignet sich für alle; kirchengeschichtlicher Teil für leistungsstärkere Gruppen.
Grenzen: Kein direkter Bibeltext; kirchengeschichtlicher Teil sehr knapp gehalten.