Der Einstieg gelingt über ein Unterrichtessgespräch zur Ermittlung des Vorwissens der Lernenden zum Thema Kommunismus und Nachkriegszeit. Dazu kann eine Mindmap an der Tafel entstehen. Es ist auch möglich, vor Beginn der Einheit Kurzreferate zu vergeben und diese als Einstieg zu nutzen. Ein Zeitzeuge kann ebenfalls eingeladen werden.
In einem ersten Schritt wird ein Material mit einer Zeittafel erarbeitet. Dazu werden vier Gruppenarbeiten zu Protagonisten des Kalten Krieges und der Hilfsorganisationen vergeben: Michail Gorbatschow, Lech Wałęsa, Papst Johannes Paul II., Pfarrer Christian Führer. Über Webrecherche werden deren Lebenswerke recherchiert und es entstehen Plakate mit je einem Zeitstrahl. Diese Strahlen werden vorgestellt. Dann werden die bedeutendsten Ereignisse, an denen die Personen interagieren, ermittelt und die Gruppen stellen die Handlungen und Beiträge ihrer Person dazu vor. Zu diesen Ereignissen zählen z. B. Glasnost und Mauerfall.
In einem weiteren Schritt wird ein Text zum Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche ausgewertet. Diese Gebete waren ein zentraler Punkt in der Friedensarbeit der Kirchen und Menschen der DDR, die eine gewaltfreie Wiedervereinigung vorbereiteten. Der Text beschreibt den friedlichen Widerstandswillen der Christen auch gegen eine überwältigende Staatsmacht. Es werden Briefe an Familie oder Zeitungsartikel zu den Erlebnissen in der Nikolaikirche verfasst. Die möglichen Perspektiven können z. B. die eines Stasi-Offiziers oder einer beteiligten nicht-christlichen Bürgerrechtlerin oder eines Christen der Kirche bisher als Randgruppe erfahren hat, sein. Alternativ kann ein hier unter dem dropdown Menü „Eingebettete Medien“ verlinktes Video zur Thematik ausgewertet werden.
In einem weiteren Schritt wird der Beitrag von Papst Johannes Paul II zum Ende des Kalten Krieges untersucht. Die Arbeit in Polen steht dabei im Zentrum. Dazu wird ein Text und eine Karikatur analysiert. Die Karikatur zeigt einen Polen mit negativem Krankheitsverlauf in Krankenbett und eine Infusion mit Kommunismus durch einen General hinter ihm, während der Papst die Hand des Polen hält. Es können Gedankenblasen in die Karikatur eingefügt werden.
In einem weiteren Schritt wird die Verantwortung gerade auch der Christen für die Politik und die Entwicklung der Gesellschaft thematisiert. Dazu wird ein Text des ehemaligen Bundespräsidenten und evangelischen Pfarrers Joachim Gauck ausgewertet. Darin ist auch ein Ausschnitt einer Rede enthalten. Nun wird in Gruppenarbeit eine neue Rede verfasst, in der Verantwortung von Christen in aktuellen Problemfeldern herausgestellt wird. Dazu kann auch eine Webrecherche erfolgen, in der solche Problemfelder aufgefunden und dann erarbeitet werden.